Kolumnen & Analysen Märkte

Aktienmärkte: Kann sich der Dax über der 10.000er-Marke etablieren?
Helaba Floor Research - Indizes - 07.07.2014

DAX Indikation 10.016 Unterstützungen 9.980 / 9.944 Widerstände 10.050 / 10.104 Handelsbreite 9.920 / 10.080
EuroStoxx 50 Indikation 3.276 Unterstützungen 3.224 / 3.008 Widerstände 3.300 / 3.327 Handelsbreite 3.240 / 3.310

China hält an Wachstumszielen fest

Die neue Woche startet in Deutschland mit der Industrieproduktion des Monats Mai. Die Indikationen vonseiten der jüngsten Wirtschaftsindikatoren waren rückläufig, so gaben ifo-Index und Einkaufsmanagerindex zuletzt nach. Grundsätzlich ist das Wachstumsszenario zwar noch intakt, für eine positive monatliche Veränderung sind die Signale aber zu schwach. Die Auftragseingänge der Industrie waren im Mai zudem deutlicher im Minus als weithin erwartet wurde, da aber im April mit einem Orderplus von revidiert 3,4 % VM ein sehr starker Wert zu Buche steht, sollte den Unternehmen zumindest eine Stabilisierung des Ausstoßes gelungen sein. Auch in Spanien stehen heute die Produktionszahlen im Kalender. Die Stimmungsindikatoren sind dort zuletzt robust ausgefallen, für die Maizahlen sollten die Erwartungen dennoch nicht zu hoch geschraubt werden, denn die Pkw-Produktion verzeichnete im Berichtsmonat einen Rücksetzer. In Frankreich und Italien stehen die Produktionszahlen ebenfalls noch in dieser Woche an. Insbesondere Frankreich hatte sich wegen schwacher Stimmungsindikatoren und einer unzureichenden Wettbewerbsfähigkeit zuletzt zum Sorgenkind der Eurozone entwickelt. Positive Überraschungen erwarten wir hier nicht.

In den USA bleibt der Datenkalender in dieser Woche fast leer. Die Fed gibt das Sitzungsprotokoll von Mitte Juni heraus. Es dürfte klar sein, dass einige FOMC-Mitglieder frühere Zinserhöhungen präferieren, ein klares Signal für forcierte Zinsspekulationen dürfe es aber nicht geben.

Aktienmärkte:>/strong> Nach der großen „Dax-Party“ am Donnerstag in Folge der guten US-Arbeitsmarktdaten, trat der deutsche Leitindex am Freitag weitestgehend auf der Stelle. Dies war in dieser Form, durch das feiertagsbedingte Fehlen der US-Marktteilnehmer, zu erwarten. Mit dem Beginn der neuen Woche wird wieder neuer Schwung aufkommen, denn in der Vergangenheit war es häufig so, dass die US-Börsen nach einem Feiertag eine positive Performance vollzogen. Im weiteren Verlauf wird sich aber zeigen müssen, wieviel die letzten Kursgewinne tatsächlich Wert waren. Einerseits sprechen die sehr geringen Handelsumsätze für einen stabilen und nachhaltigen Trend auf der anderen Seite fällt auf, dass die Sorglosigkeit in Form sehr niedriger Volatilitäten wieder recht stark ausgeprägt ist. Wie die Beispiele einiger Aktien (zuletzt die Erste Group in Österreich – aber auch Bilfinger und Lufthansa) zeigen, können negative Nachrichten zu stark ausgeprägten Kursrückgängen führen. Umso schwächer das Fundament (im Sinne von Volumen und Bewegungsdynamik) des Marktes ist, umso größer ist die beschriebene Gefahr. Insofern erscheint es ratsam zu prüfen, ob tatsächlich alles Gold ist was glänzt. Mit der Zahlenvorlage von Alcoa startet am Dienstag die US-Quartalsberichtsaison. In der kommenden Woche werden dann eine große Anzahl von Unternehmen die Bücher öffnen, allen voran die großen Banken.

Charttechnik (Chart - hier klicken): An der technischen Beurteilung des Dax hat sich zuletzt nichts geändert. Lediglich das „Spinning Top“ welches auf die lange, weiße Kerze folgte verdeutlicht, die derzeit nicht idealtypische Bewegungsdynamik. Heute wird sich zeigen, ob es sich nur um ein sehr kurzfristiges Luftholen des Marktes handelt, oder es möglicherweise zu einer Topbildung im Bereich von 10.050 Zählern kommen wird. Auf der Unterseite ist die Support-Marke bei 9.945 Zählern (obere Begrenzung der „Wolke“) besonders beachtenswert.

Hinweis: Für eine größere Darstellung der Grafik öffnen Sie bitte den Link „Charttechnik“.

Helaba Floor Research
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eToro: Russland könnte Kryptowährungen legalisieren
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Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert das Interesse Russlands an Kryptowährungen und aktuelle Entwicklung bei Bitcoin: „Einiges schaut danach aus, als wolle Russland Kryptowährungen legalisieren und regulieren. Diese plötzliche Kehrtwende folgt auf ein kurzes Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin während eines wichtigen Wirtschaftstreffens in Russland. Doch es wird noch besser: Russland beabsichtigt wohl nicht nur Bitcoin und Ethereum zu regulieren. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen sogar die komplizierten, aber für die Entwicklung neuer Kryptowährungen wichtigen ICO-Märkte überwacht werden. ... mehr

Wochenbarometer Devisenmärkte - 29. KW 2017
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Die EZB hat wie nicht anders zu erwarten den Leitzins nicht angerührt. Er soll bis weit über das Ende des QE- Programms auf dem derzeit niedrigen Niveau bleiben. Zudem betragen die Anleihekäufe unverändert 60 Mrd. Euro je Monat und laufen bis zunächst noch Ende dieses Jahres - oder darüber hinaus. Eine Ausweitung bezüglich Dauer und/oder Volumen ist weiterhin möglich, der Wortlaut wurde nicht geändert. Mario Draghi wählte seine Worte in der anschließenden Pressekonferenz mit Bedacht, wollte er doch die nach dem Notenbanktreffen in Sintra schon fortgeschrittenen Zinsängste nicht noch weiter anheizen. ... mehr

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