Kolumnen & Analysen Märkte

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,3500 – 1,3660
Helaba Floor Research - Forex - 07.07.2014

C. Noyer (EZB): Deflationsrisiko in der Eurozone wohl gebannt.
S. Lautenschläger (EZB) gegen Kauf von Staatsanleihen, sehr niedrige Leitzinsen nur so lange wie unbedingt nötig.


Die neue Woche startet in Deutschland mit der Industrieproduktion des Monats Mai. Die Indikationen vonseiten der jüngsten Wirtschaftsindikatoren waren schwach, so gaben ifo-Index und Einkaufsmanagerindex im Mai und Juni nach. Grundsätzlich ist das Wachstumsszenario zwar noch intakt, für eine positive monatliche Veränderung sind die Signale aber zu schwach. Die Auftragseingänge der Industrie waren im Mai zudem deutlicher im Minus als weithin erwartet wurde, da aber im April mit einem Orderplus von revidiert 3,4 % VM ein sehr starker Wert zu Buche steht, sollte den Unternehmen zumindest eine Stabilisierung des Ausstoßes gelungen sein. Auch in Spanien stehen heute die Produktionszahlen im Kalender. Die Stimmungsindikatoren sind dort zuletzt robust ausgefallen, für die Maizahlen sollten die Erwartungen dennoch nicht zu hoch geschraubt werden, denn die Pkw-Produktion verzeichnete im Berichtsmonat einen Rücksetzer. In Frankreich und Italien stehen die Produktionszahlen ebenfalls noch in dieser Woche an. Insbesondere Frankreich hatte sich wegen schwacher Stimmungsindikatoren und einer unzureichenden Wettbewerbsfähigkeit zuletzt zum Sorgenkind der Eurozone entwickelt. Positive Überraschungen erwarten wir hier nicht. Wie Spanien befindet sich die Produktion in Italien nach der Rezession 2011/12 in der Erholungsphase, die Aufwärtstendenz ist im Vergleich zu den Iberern aber noch wenig ausgeprägt.

In den USA bleibt der Datenkalender in dieser Woche fast leer. Die Fed gibt das Sitzungsprotokoll von Mitte Juni heraus. Es dürfte klar sein, dass einige FOMC-Mitglieder frühere Zinserhöhungen präferieren, ein klares Signal für forcierte Zinsspekulationen dürfe es aber nicht geben. Das NFIB-Mittelstandsbarometer im Juni steht unter guten Vorzeichen, nachdem höhere Einstellungsabsichten der kleinen und mittelgroßen Unternehmen für den Monat bereits bekannt gegeben wurden.

EUR-USD: Der Euro setzte seine Schwächetendenz zum Wochenausklang fort und so trüben sich die Indikatoren weiter ein. Eine Haltezone befindet sich bei 1,3575/85. Sollte diese nachhaltig durchbrochen werden steht einem Test der Unterstützungslinie des 2012er Aufwärtstrends nichts mehr im Wege. Darunter eröffnet sich Raum bis 1,32/33. Trading-Range: 1,3500 – 1,3660

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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