Kolumnen & Analysen Märkte

Fixed Income Daily - Industrieproduktion im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 07.07.2014

C. Noyer (EZB): Deflationsrisiko in der Eurozone wohl gebannt.
S. Lautenschläger (EZB) gegen Kauf von Staatsanleihen, sehr niedrige Leitzinsen nur so lange wie unbedingt nötig.


Die neue Woche startet in Deutschland mit der Industrieproduktion des Monats Mai. Das Wachstumsszenario ist intakt, dennoch gibt es keine Anzeichen für eine positive monatliche Veränderung. So waren die Auftragseingänge der Industrie mit -1,7 % gg VM deutlich schwächer als weithin erwartet wurde. Da aber im April mit einem Orderplus von revidiert 3,4 % VM ein sehr starker Wert zu Buche steht, sollte den Unternehmen zumindest eine Stabilisierung des Ausstoßes gelungen sein. Auch in Spanien stehen heute die Produktionszahlen im Kalender. Die Stimmungsindikatoren sind dort zuletzt robust ausgefallen, für die Maizahlen sollten die Erwartungen dennoch nicht zu hoch geschraubt werden, denn die Pkw-Produktion verzeichnete im Berichtsmonat einen Rücksetzer. In Frankreich und Italien stehen im Wochenverlauf ebenfalls die Produktionszahlen an. Insbesondere Frankreich hatte sich wegen schwacher Stimmungsindikatoren und einer unzureichenden Wettbewerbsfähigkeit zuletzt zum Sorgenkind der Eurozone entwickelt. Positive Überraschungen erwarten wir hier nicht.

In den USA bleibt der Datenkalender in dieser Woche fast leer. Die Fed gibt am Mittwoch das Sitzungsprotokoll von Mitte Juni heraus. Es dürfte klar sein, dass einige FOMC-Mitglieder frühere Zinserhöhungen präferieren, ein klares Signal für forcierte Zinsspekulationen wird es aber wohl nicht geben. Mit dem unerwartet robusten Arbeitsmarktbericht und stabilen Stimmungsindikatoren haben sich die Zinsfantasien zuletzt belebt. Zwar gibt es in dieser Woche keine fundamentalen Ereignisse, die nachhaltigen Einfluss auf die Leitzinserwartungen haben, dennoch sollte der Trend rückläufiger Renditen allmählich beendet sein. So hat die 10-jährige US-Rendite den seit Jahresanfang bestehenden Abwärtstrend überwunden.

Bund-Future: Ende letzter Woche ist es zu einer Kurserholung gekommen, obwohl sich das technische Umfeld zuvor eintrübte. Solange das unlängst markierte Allzeithoch bei 147,25 nicht überwunden wird, bleiben wir skeptisch, denn die Indikatoren im Tageschart mahnen zur Vorsicht und die Etablierung eines Doppeltops bleibt möglich. Erste Haltemarken zeigen sich bei 145,85 und 145,66. Der entscheidende Unterstützungsbereich ist aber unverändert bei 144,58/80 zu finden. Hier liegen unter anderem das Junitief, die 100-Tagelinie und der März-Aufwärtstrend. Widerstände lokalisieren wir bei 147,25 und 148,05 (Fibonacci-Projektion). Trading-Range: 146,00 – 147,40

Primärmarkt Nach einem ruhigen Start in die neue Handelswoche stehen in den kommenden Tagen eine Reihe interessanter Emissionsaktivitäten im Kalender. Neben den Auktionen der niederländischen Schuldenagentur und der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur am Dienstag sind die Emissionen der deutschen Finanzagentur im inflationsindexierten und konventionellen Anleihesegment zu nennen. Zudem werden mit der irischen und italienischen Schuldenagentur in den nächsten Tagen zwei Emittenten aus der Peripherie der Eurozone am Primärmarkt aktiv. Jenseits des Atlantiks begibt das US-Schatzamt im Wochenverlauf Anleihen im 3-, 10- und 30-jährigen Laufzeitbereich mit einem Gesamtvolumen von 61 Mrd. USD. Demgegenüber entzieht die New-York-Fed dem Markt Treasuries im Umfang von bis zu 5,1 Mrd. USD.

Die Spreadbewegungen der vergangenen Handelswoche hielten sich trotz EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag in Grenzen. Per saldo reduzierten sich die Risikoprämien der Peripheriestaaten nach den Spreadausweitungen der letzten Wochen aber wieder leicht. Abgesehen vom portugiesisch-deutschen Spread, der sich um knapp 10 Bp. einengte, fielen die Rückgänge aber sehr gering aus. Mithin scheint sich mehr und mehr zu bestätigen, dass die im ersten Halbjahr zu beobachtende Rally zumindest kurz- bis mittelfristig beendet ist. Setzen die Peripherieländer ihren eingeschlagenen Konsolidierungskurs fort, besteht langfristig aber weiteres Einengungspotenzial.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Den Schock nach dem Obamacare-Debakel haben die Börsen langsam verdaut. Auch der Deutsche Aktienindex kann seine Gewinne im Laufe des Tages halten und sich damit wieder komfortabel von der 12.000er Marke absetzen. Allerdings könnten die Anleger auf dem aktuellen Niveau schnell wieder die Geduld verlieren, wenn neue Käufer ausbleiben. Es steht mittlerweile fest, dass es noch Wochen dauern wird, bis Details zu den Steuerplänen Trumps veröffentlicht werden. ... mehr

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Euwax Trends: DAX auf Erholungskurs - Kauflaune kehrt zurück
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Irgendwie scheint der neue US-Präsident Trump so seine Schwierigkeiten mit demokratischen Strukturen zu haben. So war er mit seiner Abstimmung über das Gesundheitsgesetz „Obamacare“ zum Wochenschluss mehr oder weniger grandios gescheitert. Bevor man die Niederlage dann schwarz auf weiß präsentiert bekommen hatte, zog man die Abstimmung doch noch rechtzeitig zurück. Man darf gespannt darauf sein, ob Trump aus diesem erneuten Scheitern eine Lehre ziehen wird. Schließlich war er bereits im Vorfeld mit den von ihm erlassenen Dekreten ebenso gescheitert, die von dem einen oder anderen Bundesrichter kassiert wurden. ... mehr

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DAX auf Richtungssuche
Helaba Floor Research - Indizes - 28.03.2017
Asiatische Aktienmärkte überwiegend mit Kursgewinnen Die Stimmung unter deutschen Unternehmenslenkern ist ausgesprochen gut. So konnte der ifo-Geschäftsklimaindex erneut zulegen und mit 112,3 Punkten das höchste Niveau seit knapp sechs Jahren erreichen. Sowohl der Erwartungsindex als auch der Lageindex legten zu. Zuvor überraschten schon die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes und die sentix-Umfrage auf der positiven Seite. Politische Unwägbarkeiten, wie die französischen Präsidentschaftswahlen, der „Brexit“ oder Hinweise auf eine protektionistische US-Wirtschaftspolitik üben scheinbar keinen negativen Einfluss aus. ... mehr

Fixed Income Daily - Überzeichnen Stimmungsindikatoren das tatsächliche Konjunkturbild?
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Helaba Floor Research - Forex - 28.03.2017
Fed: Evans befürwortet 2017 insgesamt zwei Zinsschritte; Kaplan sieht nur graduellen Fortschritt beim Inflationsziel Praet (EZB): Einlagenzins hat Leitfunktion - Signalgeber für gesamte Geldpolitik. Die Stimmungsindikatoren zeichnen ein weiterhin freundliches Bild der Konjunktur – nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA –, während an den Finanzmärkten zuletzt erste Skepsis aufkam. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die abgesagte Gesundheitsreform des US-Präsidenten. Dies sät Zweifel an dessen Durchsetzungsfähigkeit, und mithin könnte das Platzen der „Trump-Blase“ begonnen haben. ... mehr

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