Kolumnen & Analysen Märkte

Fixed Income Daily - US-Arbeitsmarktbericht und EZB-Ratssitzung im Blickpunkt
Helaba Floor Research - Bonds - 03.07.2014

Markit-Service-PMIs in China und Indien legen deutlich zu, auf 53,1 bzw. 54,4.
Japan: Markit-Service-PMI sinkt von 49,3 auf 49,0.


Der Datenkalender ist prall gefüllt und die anstehende EZB-Ratssitzung mit anschließender Pressekonferenz und der US-Arbeitsmarktbericht haben in der Regel Potenzial, das Marktgeschehen nachhaltig zu beeinflussen. Ob dies auch heute der Fall sein wird, darf aber bezweifelt werden. Die Europäische Zentralbank hat bereits im Vormonat ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, dessen Wirkung sich noch nicht vollständig entfalten konnte. So müssen Teile der Beschlüsse, wie beispielsweise die Belebung des ABS-Marktes oder die Einführung der neuen Langfristtender (TLTRO), noch umgesetzt werden. Insofern sind heute keine zusätzlichen Lockerungsschritte zu erwarten. Die Pressekonferenz wird wohl ebenfalls ohne große Überraschungen verlaufen, denn jedem Marktteilnehmer dürfte klar sein, dass EZB-Präsident Mario Draghi auf dauerhaft niedrige Leitzinsen hinweisen und ein Anleihekaufprogramm in Aussicht stellen wird, sollte dies notwendig werden. Mit der Preisentwicklung kann die EZB nicht zufrieden sein, denn die EWU-Jahresteuerungsrate lag im Juni unverändert bei 0,5 %. Die konjunkturellen Perspektiven sind gleichwohl stabil, worauf heute voraussichtlich die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors hinweisen werden. Aufgrund des morgigen US-Feiertags steht bereits heute der Arbeitsmarktbericht zur Veröffentlichung an. Die trendmäßige Erholung dürfte sich im Juni fortgesetzt haben, denn der ADP-Report und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liefern eine positive Indikation. Eine Überraschung auf der Oberseite kann zwar nicht ausgeschlossen werden, ob dies ausreicht, die Zinserwartungen nochmals zu forcieren, darf aber bezweifelt werden. Marktteilnehmer sollten ihre Konjunkturzweifel, die wegen des enttäuschenden Q1-Wachstums aufgekommen waren, dennoch abstreifen. Dass solche Skepsis unbegründet ist, zeigen auch die auf hohem Niveau liegenden Stimmungsindikatoren. Dies gilt auch für den heutigen ISM-Serviceindex, der bereits im Vormonat deutlich gestiegen ist.

Bund-Future: Eine unveränderte EZB-Geldpolitik und ein robuster US-Arbeitsmarkt dürften das Interesse an Bundesanleihen begrenzen. Insofern halten wir eine fortgesetzte Konsolidierung des Bund-Futures für möglich, zumal der Widerstand bei 147,20 nicht nachhaltig überwunden werden konnte. Gleichwohl ist das technische Umfeld weiterhin als konstruktiv zu bezeichnen, obwohl die Indikatoren an Momentum verlieren. Trading-Range: 146,21 – 147,20

Primärmarkt Nicht nur datenseitig steht heute der ereignisreichste Tag der laufenden Handelswoche an, auch der Primärmarktkalender hat eine Reihe interessanter Aktivitäten zu bieten. Zunächst richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf das spanische Tesoro. Mit zwei Emissionen im mittleren und ultralangen Laufzeitbereich will Spanien bis zu 4,5 Mrd. EUR an neuen Mitteln aufnehmen. Neben der Erweiterung der 30-jährigen Benchmark-SPGB ist die Neuemission einer bis Januar 2020 laufenden und mit einem Kupon von 1,4 % ausgestatteten Anleihe geplant. Vor dem Hintergrund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus in der Eurozone sowie der Suche der Investoren nach attraktiven Renditen dürfte das Interesse der Anleger an spanischen Titeln weiter hoch sein. Darüber hinaus erweitert die AFT drei OAT-Serien im langen Laufzeitsegment. Die Aufstockung der 10- und 15-jährigen OAT sowie einer bis Oktober 2027 laufenden Anleihe soll insgesamt zwischen 7,5 und 8,5 Mrd. EUR in die französische Staatskasse spülen.

Die zunehmend differierenden Zinserwartungen dies- und jenseits des Atlantiks spiegeln sich mehr und mehr auch in der transatlantischen Renditedifferenz wider (siehe Grafik). Mit der EZB-Ratssitzung und dem US-Arbeitsmarktbericht stehen heute gleich zwei Aktivitäten im Kalender, die gewöhnlich das Potenzial haben, für Bewegung bei den Renditen zu sorgen. Nach dem Anfang Juni verabschiedeten umfangreichen Maßnahmenpaket gehen wir aber nicht davon aus, dass auf der heutigen Sitzung weitergehende Aktivitäten beschlossen werden. Mithin sollte sich der Einfluss in Grenzen halten und auch der Arbeitsmarktbericht dürfte nur dann marktbewegenden Charakter haben, wenn es zu deutlichen Abweichung von der Konsensschätzung kommt.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Anleihen: Unübersichtliche Gemengelage
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Grüner Fisher: "Hektische Zeiten in Sicht"
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23. Juni 2017. FRANKFURT (Grüner Fischer). Ein Jahr nach dem Brexit-Referendum steht nun endlich der Fahrplan für den Austritt Großbritanniens aus der EU fest. Demnach endet die EU-Mitgliedschaft voraussichtlich im März 2019. Auch was den Fahrplan der Fed-Zinserhöhungen angeht, sind sich Marktbeobachter relativ einig. Nach der Leitzinsanhebung auf 1,00 bis 1,25 Prozent wird in 2017 eine weitere Erhöhung erwartet, im Jahr 2018 drei. Warum reagiert der Markt geradezu gleichgültig auf diese Ereignisse? Schließlich gehörten Brexit und US-Zinserhöhungen zu den absoluten Top-Themen, was übergeordnete Risikofaktoren für den laufenden Bullenmarkt anging. ... mehr

DAX testet die Unterstützung – Konjunkturdaten enttäuschen
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Aus den USA waren die Anleger schon schlechte Konjunkturdaten gewohnt, nun zeigt aber auch die Eurozone schon wieder erste Ermüdungserscheinungen. Während sich die Stimmung in den Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe verbessert hat, enttäuschte der Dienstleistungssektor mit stärker als erwartet fallenden Werten sowohl für Deutschland als auch die Eurozone. Am Nachmittag dann das gewohnte Bild aus den USA, auch hier enttäuschte der Einkaufsmanagerindex sogar in beiden Bereichen. ... mehr

Euwax Trends: Deutscher Aufschwung verliert Tempo - DAX gibt erneut nach
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Die deutsche Wirtschaft hat im Juni deutlicher als erwartet an Schwung verloren. Der DAX zeigt sich mit Verlusten. Die Ölpreise haben sich stabilisiert. Der Euro tendiert etwas fester. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft ist im Juni um 1,3 auf 56,1 Punkte gesunken. Das wurde nach einer Umfrage unter rund 800 Industrieunternehmen und Dienstleistern mitgeteilt. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 57,3 Zähler gerechnet. ... mehr

4x Report: US-Biotechs erwachen zur Wochenmitte – Nintendo gefragt – Schweizer Uhrenexporte wiederum gestiegen
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Auslandsaktien KW 24 (12.06. bis 16.06.2017) Der amerikanische Aktienmarkt hat eine uneinheitliche Woche hinter sich. Zum Wochenauftakt konnten die Technologiewerte deutlich zulegen. Die Zugpferde waren Apple, Alpabet und Microsoft, deren Kursgewinne überdurchschnittlich ausfielen. Im Energiebereich wurde am Montag eine Übernahme in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar bekanntgegeben. EQT (WKN: A1J0H5) übernimmt Rice Energy (WKN: A1XBVU) und macht den Aktionären ein Angebot teils in bar oder teils in eigenen Aktien. Hieraus errechnet sich eine Prämie von etwa 37 Prozent auf den Schlusskurs des vergangenen Freitags. Zur Wochenmitte fiel der Branchenindex NASDAQ Biotechnology mit einem Plus von 3,70 Prozent besonders auf. ... mehr

DAX tritt auf der Stelle – Brisante Situation im Ölpreis
CMC Markets - Marktberichte - 23.06.2017
Wichtig für den Deutschen Aktienindex ist es jetzt, die Region knapp über 12.700 Punkten als Unterstützung zu halten. Dann besteht eine realistische Chance, dass der Markt in der kommende Woche einen neuen Anlauf auf die runde Marke von 13.000 Punkten startet. Zum Wochenschluss dürfte es allerdings wegen fehlender Impulse eher ruhig bleiben. Ab jetzt sollten Anleger verstärkt auf den Verlauf des Ölpreises achten. Es besteht Ausverkaufsgefahr, sollte die Unterstützung bei 41 US-Dollar im Brent-Öl unterschritten werden. ... mehr

Wochenbarometer Devisenmärkte - 25. KW 2017
HSH Nordbank Research - Forex - 23.06.2017
EUR/USD fiel im Wochenverlauf von 1,1204 um 0,4 % auf 1,1169. Die Nachwirkungen der Fed-Sitzung begünstigten zunächst den Dollar, weshalb sich der Greenback trotz enttäuschender Konjunkturdaten im Bausektor stabil zeigte. Dabei fiel der von der Universität Michigan berechnete Index für Verbraucherstimmung in den USA mit 94,5 Punkten so schlecht aus wie zuletzt in November 2016. Auf der anderen Seite des Atlantiks profitierte der Euro von der zunehmend stabileren politischen Lage. Besonders der starke Wahl-Erfolg von Emmanuel Macrons Partei En Marche! bei den Parlamentswahlen (18.06.) zeigt den Rückhalt, den der neue Französische Präsident in der Bevölkerung genießt. ... mehr

Wochenbarometer Rentenmärkte - 25. KW 2017
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Die Staatsanleiherenditen in der Eurozone und den USA kamen in der abgelaufenen Berichtswoche kaum von der Stelle. Überhaupt war an den Finanzmärkten wenig Bewegung. Insbesondere an den Aktienmärkten gab es lediglich ein wenig hin und her und die Spreads für Peripherieanleihen ließen keine klare Richtung erkennen. Am Aufsehen erregendsten war sicherlich der erneute Rückgang der Ölpreise. Erstmals notiert die Sorte Brent in diesem Jahr bei unter 45 US-Dollar/Barell. Die Investoren sprechen der OPEC offensichtlich kaum noch Preismacht zu. ... mehr

Aktienmärkte: Richtungssuche hält an
Helaba Floor Research - Indizes - 23.06.2017
Aktienmarkt Der gestrige Handelsverlauf des DAX mutete fast wie eine Kopie des Vortages an. Das Tageshoch- und tief entfielen nahezu auf die gleichen Marken. Einziger Unterschied bei den Tageskerzen war die Farbe des Körpers. Einmal mehr gab der Ölpreis den Ton an. Als sich abzeichnete dass sich dieser erholen würde, entfernte sich auch der DAX von seinem bei 12.717 markierten Tagestief um schlussendlich leicht ins Plus zu drehen. Einmal wurden damit wichtige Chartmarken verteidigt, dennoch bleibt ein widersprüchliches Bild zurück. Heute wird der DAX leicht schwächer in den Handel starten. ... mehr

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