Kolumnen & Analysen Märkte

Zertifikate-Trends: Weiter im Seitwärtstrend
Börse Frankfurt - Marktberichte - 25.06.2014

Marktbericht vom Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen

25. Juni 2014. Frankfurt (Börse Frankfurt). Von einem Kursfeuerwerk angesichts des fünfstelligen DAX-Rekords ist wenig zu spüren. "Anleger sind zurückhaltend, seit zwei Wochen begleitet uns bei geringen Umsätzen eine Handelsspanne von 100 Punkten rund um die Marke von 10.000 Punkten", berichtet Marcel Sattler von ICF Kursmakler. Auf der einen Seite fehlten die Impulse, andererseits stehe die Fußball-WM im Mittelpunkt, die so langsam in die heiße K. O.-Phase vorrücke. In diesem Marktumfeld positionierten sich Zertifikate-Anleger eher kurzfristig.

Längerfristige Engagements rücken auch bei den Kunden der Baader Bank tendenziell in den Hintergrund. "Dem deutschen Aktienindex fehlen die nötigen Anschlusskäufe", registriert Sahin Atakan, der von moderaten Umsätzen im Handel mit Derivaten spricht. "Die Grundstimmung ist dennoch positiv, auch wenn eine niedrige Volatilität die Kauflaune der Anleger bremst." Derzeit stehe Trading im Vordergrund. Knock-out-Produkte auf den DAX (WKN CR1DCN) wären beliebt.

Silber begehrt

"Am Donnerstag vergangener Woche sorgte ein höherer Silberpreis für Bewegung im Handel", meldet Sattler. "Bei leichten Erholungstendenzen im Rohstoffmarkt setzen einige Anleger auf einen weiter steigenden Silberpreis (WKN DX6XAG)", bemerkt auch Atakan. Ebenso belegten etwa zwei Silber-ETCs der Deutschen Bank (WKNs A1E0HS, A1EK0J) vordere Ränge in der Umsatzstatistik der Börse Frankfurt.

Technisch noch Luft nach oben

Nach dem Bruch der Schwelle von 20 US-Dollar und einem Anstieg auf 20,98 US-Dollar pro Feinunze ist der vergangene Donnerstag mit einem Anstieg von 6 Prozent der stärkste Tag des Jahres für das weiße Edelmetall. Auch wenn Gewinnmitnahmen den Preis wieder Richtung 20 US-Dollar drücken könnten, geht Sonia Hellwig von Heraeus dank andauernder negativer Zinsen in den USA und der Europäischen Union sowie der geopolitischen Risiken im Irak und der Ukraine von einer mittelfristigen Bewegung Richtung 21,50 US-Dollar und darüber hinaus aus.

Gern auch mit Hebel

Zu den Umsatzspitzenreitern an der Börse Frankfurt der vergangenen vier Wochen zählen die Basiswerte DAX (WKN 709335), Euro Stoxx 50 (WKN TB3Z7M) und S&P 500 (WKN 709336). Mehrfach gehebelte Zertifikate wie der Faktor 8x Long DAX-Tracker der Deutschen Bank (WKN DX8DAX) belegten ebenfalls einen vorderen Rang.

Sattler berichtet von erhöhter Nachfrage etwa nach einem Bonus-Zertifikat mit Cap auf den Euro Stoxx 50 von der DZ Bank (WKN DZQ00J). Hingegen käme ein Outperformance Plus Zertifikat auf den Euro Stoxx 50 von der HSBC (WKN TB3Z7M) aus den Depots raus. Beide Seiten gespielt würden ein einem X-Open End Turbo Optionsschein auf den DAX von der DZ Bank (WKN DZY4VC).

Discount-Zertifikate gefragt

Besonders beliebt sind Sattler zufolge Discount-Zertifikate etwa auf Apple (WKN PA16VU) oder Deutsche Wohnen (WKN TD01RX).

Discount-Zertifikate funktionieren besonders gut, wenn die Märkte sich im Seitwärtstrend befinden. Anleger erhalten sie zu einem Preis unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes, im Gegenzug wird der mögliche Gewinn nach oben durch eine Kappung begrenzt.

Ein Capped Bonus-Zertifikat auf TUI von der HSBC (WKN TD10DZ) legten sich Investoren ebenfalls verstärkt ins Depot.

Neue Hochtief-Aktienanleihe gesucht

Bei den Einzelwerten setzen Anleger laut Sattler auf eine Neuemission der HVB auf die Aktie von Hochtief (WKN HV5LWZ) mit einem jährlichen Kupon von 3,25 Prozent. "Die Aktienanleihe wird am Laufzeitende zu 100 Prozent zurückgezahlt, wenn kein Kreditereignis eintritt." Bei Restrukturierung oder etwa Insolvenz des Schuldners würden künftige Kuponzahlungen entfallen, das Zertifikat fällig gestellt und zum aktuellen Kurs zurückgezahlt.

Vertrauen in die Deutsche Bank

Rund um die Kapitalerhöhung der Deutschen Bank macht Sattler viel Bewegung auf der Kaufseite in einem gekappten Bonus-Zertifikat auf die Aktie der Bank (WKN DZH566) aus. Bei Anlegern ebenfalls gut an käme ein Knock-out-Schein auf Wirecard von der BNP Paribas (WKN BP9UFW).

von Iris Merker, Deutsche Börse AG
© 25. Juni 2014

Aktuelle Kolumnen & Analysen

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28. Juni 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es war die Rede Mario Draghis zur Eröffnung der Notenbankkonferenz im portugiesischen Sintra, die nicht nur für viele Börsianer eine Änderung der Sicht auf die Finanzmärkte gegeben haben mag. Denn der EZB-Präsident hatte eine Bereitschaft zur Anpassung der Geldpolitik der Zentralbank angesichts der anhaltenden Konjunkturerholung angedeutet. So erklärte Draghi überraschenderweise, dass die deflationären Kräfte, die die Teuerung belasteten, durch preissteigernde, reflationäre Faktoren ersetzt worden seien. ... mehr

Zertifikate-Trends: Optimisten überwiegen
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28. Juni 2017. Trotz jüngster Einbußen: Die vergangenen Wochen waren von vielen neuen Höchstständen an den Aktienmärkten geprägt, dazu kam ein rasanter Ölpreisverfall und zuletzt ein weiterer Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar. Wenig Aufregendes gab es unterdessen vom Gold. Wegen der vielen Bewegungen berichten Zertifikate-Händler von einem guten, wenn auch nicht extrem hohen Handelsaufkommen: "Es sind immer Schübe, zwischendurch ist dann weniger los", erklärt Markus Königer von der ICF Bank. Beliebtestes Underlying seien DAX und Gold, gefolgt von der Deutschen Bank und VW. ... mehr

DAX erholt sich wieder – EZB holt Testballon zurück
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Gerade einmal 28 Stunden war der Testballon der Europäischen Zentralbank mit einer möglichen Zinswende an Bord in der Luft, da holten ihn die berühmten „Kreise“ innerhalb der Notenbank wieder zurück. Die EZB fühlt sich in der Interpretation von Draghis gestrigen Worten missverstanden. Statt in Richtung Normalisierung wäre die Rede eher ausgewogen gewesen, so die Klarstellungen. Eben ein Testballon, auf den die Märkte sehr eindeutig reagierten, was nun zumindest in Ansätzen wieder korrigiert wurde. ... mehr

Euwax Trends: Euro und DAX auf Achterbahnfahrt - Äußerungen von Mario Draghi wurden wohl überinterpretiert
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Nachdem sich Mario Draghi beim Notenbank-Forum gestern in Portugal sehr optimistisch zur Konjunktur im Euro-Raum geäußert hatte und gleichzeitig davon sprach, dass die Gefahr einer Deflation gebannt sei, bekam die Gemeinschaftswährung Aufwind. So notierte der Euro zwischenzeitlich bei 1,1388 US-Dollar. Das war der höchste Stand seit Juni 2016. Die Worte des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) wurden von vielen Marktteilnehmern zunächst dahingehend gedeutet, dass die Bereitschaft des EZB-Rates zu einer Straffung der Geldpolitik gewachsen sei. ... mehr

DAX – Kommt einfach nicht vom Fleck!
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Rückblick auf meine Empfehlung vom 14.06.: Konzentrieren Sie sich bitte auf die größeren Marken, wie sie im Chart zu sehen sind. Unterhalb einer Kurszone zwischen 12.600 und 12.650 Punkten erwarte ich eine ausgeprägtere Abwärtsstrecken. Das konnten wir umsetzen: Der DAX zeigt sich weiterhin gefangen in einer Seitwärtsphase. Dieses ausgeprägte „Raum-Zeit-Kontinuum“ würde jedem Science-Fiction-Film alle Ehre machen. Ist der deutsche Leitindex beispielsweise am Montag hoffnungsvoll in die Woche gestartet, wurde er prompt wieder eingefangen. ... mehr

EUR/USD-Analyse: Die Stabilität sorgt für die Hochs
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Der Euro wird derzeit durch die Worte des Super-Mario beflügelt. Deflation sei bezwungen, die Entwicklung auf einem guten Weg, alle schauen positiv in die Zukunft. Dennoch sollte man die politische Komponente nicht außer Acht lassen. Mit Emmanuel Macron erleben wir eine Stabilität in Frankreich, die schon lange nicht vorhanden war. Theresa May, die sehr gerne als zweite eiserne Lady in die Geschichtsbücher eingehen würde, muss nun etwas moderater auftreten. Alles zusammen lässt die politischen Risiken nur so schmelzen. Soweit zu Europa. In den USA sind die politischen Risiken zeitgleich zu einem unberechenbaren Kalkül geworden. ... mehr

USD Analyse – Draghi bewegt den Euro!
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Am gestrigen Handelstag gab es an den Devisen- und Anleihemärkten massive Kursbewegungen, die größtenteils auf Äußerungen des Vorsitzenden der europäischen Zentralbank, Mario Draghi, zurückzuführen waren. Auch die für gestern Abend angesetzte Rede Janet Yellens während des Handelstages im Fokus der Anleger und sorgte für einen schwächeren USD gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung. Marktsituation USD-Dollar (US Dollar Index) 28. Juni 2017: Durch die gestrige Kursstärke bei der europäischen Gemeinschaftswährung fiel auch der US-Dollar-Index wieder deutlich zurück und nahm die untere Abwärtstrendkanallinie ins Visier. ... mehr

DAX setzt Korrektur fort – Geldpolitik wird zum Partykiller
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Nachdem der Deutsche Aktienindex gestern das Signal zu einer größeren Korrektur gegeben hat, setzt sich die Abwärtsbewegung heute fort. Der Euro springt auf ein neues Jahreshoch und bringt damit besonders die Aktien von Unternehmen unter Druck, die vom Export abhängig sind. Allerdings ist der steigende Euro nur das Ergebnis dessen, wohin die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in Zukunft tendieren wird, zurück zur Normalität, weg von Geldgeschenken und negativen Zinsen. ... mehr

Aktienmärkte im Rückwärtsgang – Risikoaversion nimmt weiter zu
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Aktienmarkt Während der letzten Handelstage hatte sich abgezeichnet, dass der DAX zu einer gewissen Schwäche neigt. Diese wurde gestern offensichtlich. Einerseits hat EZB-Präsident Draghi mit seinen Aussagen für Sorgen auf eine straffere Geldpolitik gesorgt, andererseits rutschte der deutsche Leitindex unter wichtige Chartmarken. Alles in allem nimmt derzeit die Risikoaversion wieder zu, was an einem Anstieg des V-DAX (13,85 vs. 12,65) gut abzulesen ist. Saisonale Effekte und die fehlenden, neuen Impulse lassen vermuten, dass der Abgabedruck weiter anhält. ... mehr

Fixed Income Daily - Geldmenge M3 datenseitig im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 28.06.2017
Das datenseitige Interesse richtet sich heute auf die europäische Geldmenge M3. Im April hat sich die Jahreszuwachsrate auf 4,9 % reduziert, nachdem im Vormonat mit 5,3 % VJ zunächst der höchste Stand seit Februar 2009 erreicht wurde. Dabei gilt noch zu berücksichtigen, dass das Geldmengenwachstum von Umschichtungen aus längerfristigen Verbindlichkeiten der Geschäftsbanken gegenüber den Nichtbanken profitiert, die nicht Bestandteil der Geldmenge sind. Die Zuwachsrate der Kreditvergabe an den privaten Sektor hat sich zuletzt ebenfalls reduziert. Sie ist ohnehin wenig dynamisch, sodass monetär bedingter Preisdruck nicht ableitbar ist. Daran wird sich im Mai wohl wenig geändert haben. ... mehr

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