Kolumnen & Analysen Märkte

Schickt der Irakkonflikt den DAX in die Sommerpause?
Jakob Penndorf - Indizes - 23.06.2014

Die Marktteilnehmer scheinen die Risiken und Chancen von der Zentralbankseite dieses Jahr im Griff zu haben. Hingegen bleibt das Börsenjahr 2014 nicht von geopolitischen Konflikten verschont. So schütteln kriegerische Auseinandersetzungen die Prognosemodelle der Analysten kräftig durcheinander. Im Frühjahr konnten die Abwärtsrisiken der zu einem kriegerischen Konflikt eskalierten Ukraine-Krise noch aufgefangen werden. Zu gering war der Einfluss einer instabilen Situation in der Ukraine für die Weltwirtschaft und die Sanktionsmaßnahmen gegen Russland blieben deutlich unter Erwartungen.

Die kürzlich aufgeflammte Irak-Krise könnte da eine größere Dimension einnehmen. Bereits jetzt sind die Rohölpreise stark angezogen. Das WTI-Rohöl schloss am Freitag bei 106,70 USD und die Markttechnik lässt viel Fantasie auf der Oberseite aufkommen, wenn die große Schiebezone der Vorjahre nach oben durchbrochen werden kann. Dann liegen Kursmarken bei 109, 113 und 119 USD auf der Agenda.



Die Folgen des multi-ethnischen Konflikts im Irak sind bisher nicht kalkulierbar. Im Rahmen des Möglichen ist, dass die komplette vorderasiatische Region mit der Türkei, Syrien und den Golfstaaten in die Auseinandersetzungen hineingezogen wird. Auch ein Eingreifen US-amerikanischer Truppen in den Krisenherd ist nicht auszuschließen. Die Vereinigen Staaten haben ein Interesse am Bestand der schiitischen Regierung.

Der Anteil der irakischen Ölproduktion am weltweiten Aufkommen beträgt 3,7%. Die komplette Region des mittleren Ostens produziert 32,2% der weltweiten Ölförderung. Ein Ausbreiten der Konflikte könnte ohne Zweifel einen weltweiten Versorgungsengpass mit Rohöl auslösen. Eine Verknappung des Öls würde zur Verteuerung der Energiepreise weltweit führen und hätte damit unmittelbaren Einfluss auf die importierenden Industrienationen. Und damit auf die Weltwirtschaft.

Die Verteuerung der Energie würde wachstumsdämpfend wirken, da ein größerer Anteil der Budgets für Energie aufgebracht werden müsste. Steigende Energiepreise hätten auch Einfluss auf die allgemeinen Preise. Der Konsum würde zurückgehen und ein Anstieg der Inflation wäre zu verzeichnen.

Dies wiederum könnte die Zinsmärkte in Aufruhr bringen und die Zentralbanken zum Handeln zwingen.

Jakob Penndorf, Jahrgang 1985, ist seit 2006 als Händler an den Märkten aktiv. Sein Fokus liegt seit jeher auf modellbasierten Ansätzen mit klaren Handelskonzepten. Seine Tätigkeiten im Institutional Research, Equity Sales Trading führten ihn in den Bereich des Portfoliomanagements, wo er seit 2011 einen börsengehandelten UCITS-Fonds berät. Vielen Börseninteressierten ist er durch seine Artikelserien auf Godmodetrader/BörseGo und in zahlreichen namhaften Finanzpublikationen (DPA/ARD Börse/G+J) bekannt.

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

DAX verliert nach Trump-Antritt – Ängstliche Exporteure
CMC Markets - Marktberichte - 23.01.2017
Heute sieht es an den Börsen ganz danach aus, als würde die Statistik einmal mehr Recht behalten. Denn am Freitag endete mit Blick in die Historie die Phase der sogenannten „Honeymoon“-Rally nach dem Wahlsieg Donald Trumps. Mit einem Regierungswechsel und einer neuen Partei am Ruder werde alles schnell besser, so die Hoffnung der Investoren, die bis zur Vereidigung des Neuen anhielt. Darauf folgte dann meist die Ernüchterung und die Aktienkurse kamen wieder zurück. ... mehr

Euwax Trends: “America First” – US-Protektionismus verunsichert Börsianer
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.01.2017
VW profitieren von Analystenempfehlung Ist die Trump-Party schon zu Ende? Verunsichert starteten die Börsianer in die neue Handelswoche und der DAX fiel am Vormittag bis auf 11.508 Punkte. Hatten die Aussichten auf eine neue US-Wirtschaftspolitik – verbunden mit Steuersenkungen, höheren Staatsausgaben und regulatorischen Lockerungen – DAX & Dow in den vergangenen Monaten zulegen lassen, so keimten nach Trumps Antrittsrede auch Sorgen auf. Wie sehr wird die protektionistische Handelspolitik den Welthandel schrumpfen? ... mehr

S&P 500 Analyse – Bleibt der „Trumpeffekt“ ein Faktor?
RoboForex I B. Wachsmann - Indizes - 23.01.2017
Die amerikanischen Börsen bewegten sich in der vergangenen Handelswoche kaum und notieren fast unverändert auf einem hohen Niveau. Die Notenbanksitzung der EZB brachte ebenso wenig Bewegung mit sich wie die Amtseinführung des 45. US-Präsidenten Donald Trump. Dieser bekräftigte in seiner Rede nochmals, dass eine neue Zeitrechnung am vergangenen Freitag begonnen hat. Eine Zeit, in der die USA wieder wachsen wird und die Bürger des Landes in erster Linie von diesem Wachstum profitieren werden. Die Aussage ist dabei nicht neu und der US-Aktienmarkt hat ein aufkommendes Wachstum in den USA bereits eingepreist. ... mehr

Sektion US-Märkte & Indizes: Ein dynamischer Ausbruch wird immer wahrscheinlicher
Formationstrader I S. Grass - Indizes - 23.01.2017
S&P 500 Wochenchart (mittelfristig): In der vergangenen Handelswoche setzte der S&P 500 seine enge Seitwärtskonsolidierung fort. Insgesamt hält diese Konsolidierung nun bereits 6 Wochen an. Erfahrungsgemäß nähert sich nach einer so langen sehr engen Konsolidierungszeit so langsam das Ende. Ob dieses Ende eine neue Trendbewegung oder einfach nur eine Ausdehnung der Konsolidierung in einer breitere Korrektur-Range sein wird, ist derzeit noch nicht definierbar. Bei den Indikatoren geben sowohl die Stochastik, als auch das Momentum weiterhin grünes Licht für steigende Kurse. ... mehr

Die Strategie des „Verbilligens“ - Die Welt ist voller Eisberge!
Lars Erichsen - CFD-Brief - Indizes - 23.01.2017
Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Titanic war nicht einfach nur Passagierschiff. Die renommierte Fachzeitschrift „The Shipbuilder“ bezeichnete sie als „praktisch unsinkbar“. Am 14. April 1912 kollidierte das Wunder der Technik mit einem Eisberg und nach weniger als drei Stunden lagen Tonnen von Stahl verteilt auf einer Länge von 269 Metern auf dem Grund des Nordatlantiks. Nichts ist unmöglich und selbst wenn es nur einziges Mal passiert, kann es weitreichende Konsequenzen haben. ... mehr

trading-notes (aktien) 23.Januar 2017: Dax-Index weiterhin in enger Handelsspanne über 11.400 Punkten
trading-house.net - Indizes - 23.01.2017
Liebe Leserinnen, liebe Leser, der Dax-Index scheint weiter nach oben in Richtung 12.000 Punkte steigen zu wollen. Dies zeigt die aktuelle Stärke des Index. Letzte Woche fiel der Index auf die 11.400 Punkte, und zügig kaufen die Marktteilnehmer den Index wieder über 11.600 Punkte. Das Jahreshoch bei 11.700 Punkten wird der nächste wichtige Punkt. Gelingt es dem Index über diesen Widerstand zu steigen, so wartet als nächstes die runde 12.000er-Marke. Bis März dürfte diese Entwicklung anhalten, bis dahin legen institutionelle Anleger neue Fondgelder an. ... mehr

Wochenausblick: Trump bestimmt die Richtung
Börse Frankfurt - Indizes - 23.01.2017
23. Januar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Heute beginnt der offizielle Politikbetrieb der neuen US-Administration. Noch liegt nicht auf dem Tisch, welchen Themen sich Donald Trump vorrangig widmen wird. Ebenso offen ist, ob dies die Aktienmärkte schon in dieser Woche aus ihrer abwartenden Haltung herausreißt, wie Chris-Oliver Schickentanz erwartet. Die anstehende Offenlegung der Konzernbücher für das vierte Quartal birgt für den Analysten der Commerzbank indes Überraschungspotenzial. Angesichts der jüngsten globalen Konjunkturverbesserungen bestünden Chancen, dass sich die Zahlen im Durchschnitt oberhalb der bisherigen Markterwartungen bewegen werden. ... mehr

Dax-Fahrplan: DAX tritt annähernd auf der Stelle
Admiral Markets - Indizes - 23.01.2017
Der DAX ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 11.573 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit rund 30 Punkte unter dem nachbörslichen Schluss der Vorwoche. In den letzten fünf Handelstagen schwankte er weiterhin um die Marke von 11.570 Punkten. Am Dienstag konnte diese nicht gehalten werden und rutschte nach unten bis in den Bereich der 10.420 Punkte ab. Nach einer Stabilisierung kehrte der DAX jedoch nach oben an vorheriges Niveau zurück. Am Mittwoch kam es dann erneut zu einer kleinen Schwächephase, die aber nicht wesentlich unter die 11.550 Punkte ging. Das Wochenhoch konnte bei 11.645 Punkten den oberen Boxbereich erreichen, jedoch nicht anhaltend überlaufen. ... mehr

DAX nähert sich dem Jahreshoch – US-Märkte mit Zugewinnen an Trumps Amtseinführung
LYNX Broker - Marktberichte - 23.01.2017
Die Zinsen in der Eurozone bleiben auf bisherigen Niveau. Die EZB unter Mario Draghi hat am Donnerstag beschlossen, den Leitzins, den Einlagezinssatz und den Ausleihungssatz nicht zu verändern. Der kleine Verfallstag am Freitag brachte dem deutschen Leitindex DAX mit 4.065.630.541,00 EUR ein hohes Handelsvolumen. An der Wall Street sorgte die Amtseinführung von Donald Trump an der Wall Street nur kurzfristig für leichte Abgaben. Dow Jones, NASDAQ 100 und S&P 500 begrüßten den Tag Eins des US-Präsidenten im Amt mit Kursgewinnen. ... mehr

DAX Analyse – DAX tritt auf der Stelle!
RoboForex I B. Wachsmann - Indizes - 23.01.2017
Marktsituation DAX – 23. Januar 2017 Dass Mario Draghi seinem eingeschlagenen Weg treu bleibt ist im Nachhinein mehr als logisch und konsequent. Draghi betonte im Rahmen der Pressekonferenz, dass der EZB-Rat zu keinem Zeitpunkt darüber diskutiert habe, ob ein Tapering in Frage käme. Dabei unterstrich er abermals, dass die Reduzierung der Anleihekäufe nicht als Tapering zu verstehen sei. Damit bleibt die europäische Zentralbank dem Kurs der ultralockeren Geldpolitik treu. Dies bekräftige Draghi ebenfalls zu Beginn der Pressekonferenz als er aussagte, dass die Leitzinsen für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen werden. ... mehr

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