Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: Beruhigung an der Datenfront
Helaba Floor Research - Forex - 05.02.2018

In der letzten Woche standen einige Datenschwergewichte, wie der US-Arbeitsmarktbericht und der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes der USA im Kalender, neben der FOMC-Entscheidung und den europäischen Industrie-PMIs. Die Sorgen vor einer fortgesetzten Zinswende lasteten auf dem Rentenmarkt, aber auch auf den Aktiennotierungen, und so dürfte sich von fundamentaler Seite die Lage im Verlauf der Woche beruhigen. Heute wird es zunächst aber nochmal spannend, denn die Einkaufsmanagerbefragungen des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes stehen in der Eurozone wie auch in den USA an. Die Vorabschätzungen in Frankreich, Deutschland und der Eurozone zeigten bereits eine robuste Stimmungslage und so sollte auch das Bild in Spanien und Italien freundlich sein. An der Tatsache, dass die europäischen Volkswirtschaften mit Schwung in das neue Jahr gestartet sind, sollte nicht gerüttelt werden. Insofern werden die Marktteilnehmer wohl in der Erwartung bekräftigt, dass die Europäische Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm im Herbst diesen Jahres wohl auslaufen lassen wird. Etwaige Spekulationen auf eine frühzeitige Zinserhöhung halten wir aber für übertrieben.

In den USA haben die Erwartungen bezüglich der Fed-Zinspolitik in den letzten Wochen zugelegt und drei Zinserhöhungen in diesem Jahr werden eskomptiert. Datenveröffentlichungen wie die Stimmungsbarometer der Industrie oder der Arbeitsmarktbericht untermauerten zuletzt die guten wirtschaftlichen Perspektiven. Heute sollte es darüber hinaus Unterstützung für diese Sicht geben, denn die Vorgaben für den ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes sind günstig. So haben sich regionale Fed-Umfragen zuletzt verbessert. Alles in allem dürfte sich die Fed in dem Bestreben, den Zinserhöhungszyklus fortzusetzen, bestätigt sehen.

In den kommenden Tagen werden dann vor allem deutsche und europäische Produktionsdaten von Interesse sein. In Deutschland dürfte die Produktion zum Jahresschluss ungeachtet des robusten BIP-Zuwachses des vierten Quartals nicht weiter zugelegt haben. Auch bei den Auftragseingängen sehen wir eine Beruhigung, nachdem in den Monaten zuvor per saldo eine deutliche Beschleunigung sichtbar war.

Bund-Future: Neues Kontrakttief markiert



Der Rentenmarkt kam per saldo erneut unter Druck und zeigte sich vom US-Arbeitsmarktbericht, insbesondere vom dortigen Lohnanstieg, belastet. Die Erwartungen steigender US-Leitzinsen haben bereits in den letzten Wochen zugenommen und wurden nochmals verstärkt. Der Bund-Future hat am Freitag bei 157,71 ein neues Tief markiert. Vor diesem Hintergrund bleibt der technische Ausblick getrübt. So richten sich Trendfolger wie MACD und DMI gen Süden Auch RSI und Stochastic sind eine Drehbewegung, die auf Stabilisierungstendenzen hinweisen könnte, schuldig. Die nächste Haltemarke findet sich bei 157,60. Trading-Range: 157,50 – 158,50.

Euro nahe dem Dreijahreshoch



Am Freitag gab der Euro einen Teil seiner Gewinne vom Donnerstag ab, wertet auf Wochensicht gegenüber dem US-Dollar aber weiter auf. Die Charttechnik ist als konstruktiv einzustufen. Der ADX steigt weiter an und der MACD steht im Kauf. Die langanhaltende Phase des Stochastics und RSIs im überkauften Bereich könnten jedoch auf eine Übertreibung hinweisen. Die erste Hürde für den Euro machen wir am Dreijahreshoch bei 1,2537 aus. Auf der Unterseite lokalisieren wir 1,2335 als erste Haltemarke. Darunter ist Raum bis 1,2212. Datenseitig hat der ISM-Index des Nichtverarbeitenden Gewerbes heute das Potenzial das Währungspaar zu beeinflussen. Trading-Range: 1,2410 – 1,2537.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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