Kolumnen & Analysen Märkte

Tagesausblick Renten/Devisen: US-Stimmung: Konsolidierung auf hohem Niveau
Helaba Floor Research - Forex - 18.01.2018

Die konjunkturelle Lage in den USA stellt sich derzeit als robust dar: Solide Entwicklungen bei Beschäftigung, Industrieproduktion gepaart mit hohen Niveaus diverser Stimmungsindikatoren. Derzeit stellt sich die Frage, ob eine weitere Beschleunigung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten zu erwarten ist, oder ob die Konsolidierung der Stimmungsindikatoren auf hohem Niveau anhält. Eher scheint zweites der Fall zu sein. So hat jüngst die Umfrage der Fed in New York einen leichten Rückgang gezeigt. Die Konsensschätzung wurde aber nur leicht verfehlt und insgesamt liegt der Empire-State-Index noch immer deutlich im Expansionsbereich. Für den heute zur Veröffentlichung anstehenden Philly-Fed-Index ergibt sich somit die Erwartung eines ebenfalls leicht nachgebenden Wertes. Auch hier gilt aber, dass der Index mit einer soliden Wachstumsrate zu Beginn des neuen Jahres in Einklang steht, ungeachtet eines möglichen Rückgangs.



Auch der US-Bausektor scheint in guter Verfassung zu sein. So haben die Baubeginne zwei Monate in Folge kräftig zugelegt. Für den abgelaufenen Monat ist vor diesem Hintergrund zwar mit einem kleinen Minus im Monatsvergleich zu rechnen. Sollte dieses aber nicht zu drastisch ausfallen, deutet sich ein positiver Wachstumsbeitrag im vierten Quartal an. Die in den Index der Frühindikatoren (Conference Board) eingehenden Baugenehmigungen hatten im November bereits auf hohem Niveau eine Verschnaufpause eingelegt und stehen der Konsensschätzung etwas schwächerer Baubeginne somit nicht entgegen. Mit Interesse werden die Marktteilnehmer auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe betrachten, denn diese hatten mit einer Serie im Wochenvergleich höherer Werte zuletzt überrascht. Es wäre verfrüht, auf eine Trendwende am Arbeitsmarkt zu setzen, die Entwicklungen müssen aber im Blick behalten werden.

Bund-Future zunächst mit leichten Gewinne



Die Stabilisierung innerhalb des Dezember-Abwärtstrendkanals setzte sich gestern fort. Die Charttechnik bleibt aber getrübt. Eine erste Hürde findet sich bei 161,16. Die Haltezonen lokalisieren wir bei 160,26/16 und am Tief des Märzkontrakts bei 159,78. Trading-Range: 160,10 – 161,50.

EUR-USD: Anstiegsdynamik beendet?



Die Anstiegsdynamik des Euros ist zum Erliegen gekommen, da Marktteilnehmer zu der Erkenntnis kommen, dass ein weiterer Kursanstieg die Preisentwicklung tendenziell dämpft. In diesem Fall müssten Erwartungen einer geldpolitischen Wende der EZB reduziert werden. Inzwischen hat sich neben Villeroy de Galhau auch EZB-Vizepräsident Constancio kritisch zur jüngsten Euro-Aufwertung geäußert. Insofern scheint das Potenzial zunehmend begrenzt zu sein, wenngleich zu konstatieren ist, dass für den Euro-Anstieg auch eine gewisse Dollar-Schwäche verantwortlich ist. Robuste US-Daten kommen dem Greenback nicht zugute. Vielmehr belasten Zweifel an dem konjunkturellen und fiskalischen Erfolg der Steuerreform und der drohende Government Shutdown, sollten Republikaner und Demokraten nicht bis Freitag einen Überbrückungshaushalt beschließen. Technisch bleibt das Bild für den Euro konstruktiv, die überkaufte Marktlage baut sich etwas ab. Trading-Range: 1,2140 – 1,2270.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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