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Marktkommentar: „Die EZB muss die Finanzmärkte jetzt vorbereiten!“
TARGOBANK - Marktberichte - 25.01.2018

25. Januar 2018, Düsseldorf - Es wird für Mario Draghi immer schwieriger, die nach wie vor sehr lockere Geldpolitik der EZB zu rechtfertigen: Die Wirtschaft im Euroraum wächst so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Nachdem der IWF seine Wachstums-Prognosen für den Euro-Raum so deutlich nach oben korrigiert hat und auch die aktuellen Stimmungsindikatoren weiterhin für einen anhaltenden Konjunkturaufschwung sprechen, ist das Abwarten der EZB kaum noch nachvollziehbar.

Sicherlich konnte Mario Draghi von seiner Aussage, bis zum Herbst Staatsanleihen zu kaufen, schwerlich abrücken. Diesen Spagat kann er aber nur noch kurzfristig durchhalten: Wir gehen davon aus, dass er spätestens auf der nächsten Sitzung im März seine Kommunikation neu ausrichten wird. Denn je länger er wartet, desto mehr können dann schon kleinste Änderungen im Wortlaut zur Ausrichtung der Geldpolitik zu ungewollten Reaktionen an den Finanzmärkten führen.

Auch unter einem anderen Aspekt beginnt die Zeit zu drängen: Trotz anderslautender Bekundungen glauben die Investoren in Japan immer weniger daran, dass die japanische Notenbank ihre extrem lockere Geldpolitik über den Herbst hinaus verlängern kann. Die EZB sollte deshalb die Finanzmärkte darauf vorbereiten, dass möglicherweise ab Herbst alle drei großen Notenbanken – die US FED, die japanische BOJ und eben auch die EZB – in einen Zinsnormalisierungsmodus eingeschwenkt sind. Darauf müssen die Finanzmärkte vorbereitet werden. Die Investoren wollen auch wissen, wie der Zinsanpassungspfad im Detail aussehen könnte.

Die US-Notenbank FED hat es vorgemacht: Das Ende ihrer Nullzinspolitik war auch deshalb so effektiv, weil andere Notenbanken zu diesem Zeitpunkt in ihrer expansiven Geldpolitik nochmals richtig nachgelegt haben.

Autor: Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK

Über TARGOBANK

Die TARGOBANK AG & Co. KGaA (TARGOBANK) hat 90 Jahre Erfahrung im Privatkundengeschäft auf dem deutschen Markt. Sie betreut vier Millionen Kunden in den Geschäftsbereichen Konto & Karten, Kredit & Finanzierung, Sparen & Geldanlage, Vermögen sowie Schutz & Vorsorge. Die TARGOBANK bietet auch eine Einkaufs- und Absatzfinanzierung für Kfz-Händler an. Der Schwerpunkt liegt auf einfachen, attraktiven Bankprodukten, gutem Service sowie auf einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung. Um nah am Kunden zu sein, betreibt die TARGOBANK mehr als 360 Standorte in 200 Städten in Deutschland, und sie ist telefonisch rund um die Uhr im Service-Center erreichbar. Die Bank kombiniert die Vorteile einer Direktbank mit kompetenter Beratung und exzellentem Service in den Filialen und bei Kunden zuhause. Hauptsitz der TARGOBANK ist Düsseldorf. Deutschlandweit beschäftigt sie 7.000 Mitarbeiter. In Duisburg führt die Bank ein Dienstleistungscenter mit 2.000 Mitarbeitern. Die TARGOBANK ist führend im Geschäftsfeld der Konsumentenkredite und einer der größten Kreditkartenherausgeber in Deutschland. Als Tochter der Genossenschaftsbank Crédit Mutuel, einer der größten und finanzstärksten Banken Europas, ist die Bank ein sicherer Partner für ihre Kunden. Die TARGOBANK gehört seit Dezember 2008 zur Crédit Mutuel-CM11 Gruppe. Weiterführende Informationen: www.targobank.de

Über Crédit Mutuel

Die Crédit Mutuel-CM11 Gruppe ist eine der größten und finanzstärksten Bankengruppen in Europa mit sehr guten Ratings. Sie vereint die Stärken einer Genossenschaftsbank mit starker regionaler und lokaler Verankerung mit denen der international agierenden Geschäftsbank Crédit Industriel et Commercial (CIC). Sie bilden ein weltweites Netzwerk mit 4.500 Geschäftsstellen, rund 70.000 Mitarbeitern und mehr als 24 Millionen Privat- und Geschäftskunden. Weiterführende Informationen: www.creditmutuel.de oder www.bfcm.creditmutuel.fr

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