Kolumnen & Analysen

ETFs: Billiger einsteigen
Börse Frankfurt - Indizes - 20.02.2018

20. Februar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit der Erholung an den Börsen und der gesunkenen Volatilität geht es auch im ETF-Handel wieder ruhiger zu. So meldet Frank Mohr von der Commerzbank 51.000 Transaktionen für die vergangene Woche - deutlich über dem Durchschnitt, aber auch deutlich unter den 75.000 Umsätze der Woche davor. "Und jetzt ist es nochmals ruhiger."

Auch Rick van Leeuwen von IMC Financial Markets berichtet von rückläufiger Aktivität. "Diese Woche hat das sicherlich auch mit dem Feiertag in den USA am gestrigen Montag zu tun." Laut Oliver Kilian von der Unicredit Group ist das Handelsaufkommen zwar gesunken, er rechnet aber damit, dass der Februar ein noch besserer Monat wird als der Januar. "Und der Januar war schon extrem gut."

Mohr und Kilian sprechen von einem deutlichen Käuferüberhang, van Leeuwen hingegen von einem eher gemischten Handel. Der DAX hat sich nach seinem heftigen Rücksetzer in der letzten Januar- und ersten Februarwoche bis auf gut 12.000 Punkte zuletzt wieder etwas fangen können, am Dienstagmittag liegt der Index bei 12.400 Punkten. Der Dow Jones notiert sogar schon wieder über der 25.000-Punkte-Marke, die Verluste sind allerdings noch nicht wettgemacht.

Alle Industrieländeraktien gefragt



"Im Aktienbereich haben wir ganz starke Käufe gesehen", erklärt Kilian. Als Beispiele nennt er DAX- (WKN DBX1DA, LYX0AC), Euro Stoxx 50- (WKN DBX1ET, DBX1EU), Stoxx Europe 600- (WKN DBX1A7) und MSCI USA-Tracker (WKN A1W5DE, A0REJY), die Letzteren mit und ohne Währungs-Hedge.

Auch Mohr zufolge überwogen die Käufe in DAX- (WKN 593393, DBX1DA, ETFL01), S&P 500- (WKN 622391) und MSCI World-Indexfonds (WKN A0RPWH, A0HGV0). "Anleger steigen zu den niedrigeren Kursen wieder ein." Abgaben hat der Händler eher in japanischen (WKN DBX0KT) und vor allem in MSCI ACWI-Indexfonds (WKN A1JMDF) gesehen. Im Gegensatz zum MSCI World, der nur Industrieländer abbildet und stark US-lastig ist, bezieht sich der MSCI ACWI (All Country Index) auch auf Schwellenländer.

Die direkte Anlage in Emerging Markets war van Leeuwen zufolge aber durchaus gesucht, er berichtet von Positionierungen vor allem im iShares Core MSCI Emerging Markets IMI (WKN A111X9). Getrennt hätten sich Investoren hingegen im großen Stil von MSCI World-Trackern. "Das war bei uns zuletzt der deutlichste Trend", stellt der Händler fest.

Am liebsten Banken-ETFs



"Massig" Zuflüsse hat Kilian außerdem in Banken-ETFs beobachtet, vor allem im iShares Euro Stoxx Banks (WKN 628930) und im Source Euro Stoxx Optimised Banks (WKN A1JFG7). Van Leeuwen meldet etwas höhere Umsätze in Banken-ETFs mit einem leichten Käuferüberhang. An der Börse Frankfurt waren in den vergangenen fünf Handelstagen Banken-ETFs - wie üblich - die umsatzstärksten Branchen-Indexfonds. Der iShares Euro Stoxx Banks findet sich sogar auf dem ungewöhnlich hohen dritten Platz.

Kein klares Bild bei Anleihen



Auch der Kursrutsch an den Anleihemärkten hat vorerst ein Ende gefunden, zuletzt ging es seitwärts. So fehlte auch im Handel mit Fixed Income-ETFs der klare Trend. "Anleger haben offenbar unterschiedliche Ansichten über die weitere Zinsentwicklung", bemerkt Kilian. Von deutlichen Käufen kann er nur bei US-Staatsanleihen mit kurzer und mittlerer Laufzeit (WKN A0J202, A0LGP4) und europäischen Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit (WKN DBX0AD, A0X8SK) berichten.

In den Orderbüchern der Commerzbank spielen Anleihe-ETFs keine große Rolle. Gekauft würden allenfalls Geldmarkt-Produkte wie der Eurozonen-Geldmarktfonds Xtrackers II Euro Cash Swap (WKN DBX0AN). Gesetzt werde im Übrigen auch viel auf US-amerikanische Anleihen - mal mit, mal ohne Währungs-Hedge. Das Ziel: von höheren US-Zinsen oder auch von der Wechselkursentwicklung zu profitieren.

ETF-Markt mit gutem Start ins neue Jahr
ETF-Emittenten berichten ebenfalls von einem sehr guten Start in das neue Jahr. "Nachdem 2017 dem europäischen ETF-Markt bereits einige Rekorde beschert hatte, entwickelte sich der Januar 2018 zum bisher besten Jahresauftakt", stellt der ETF-Emittent Lyxor fest. Gegenüber Dezember 2017 hätten sich die Nettomittelzuflüsse auf 13,4 Milliarden Euro verdreifacht. Allein in Aktien-ETFs seien 11,5 Milliarden Euro geflossen. "Mit 645 Millionen Euro waren auch inflationsgeschützte Anleihe-ETFs stark gefragt", heißt es außerdem.

von: Anna-Maria Borse
20. Februar 2018, © Deutsche Börse AG



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