Kolumnen & Analysen

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Yellen über Bitcoin: "eine hochspekulative Anlageform"
DailyFX - Marktberichte - 14.12.2017

Als eine „hochspekulative Anlageform“ bezeichnet das Fed- Oberhaupt Janet Yellen die digitale Währung Bitcoin im Nachgang des gestrigen Zinsentscheides. Des Weiteren sei dieser „keine stabile Wertanlage“ und sieht diese zudem als gefahrlos für die internationalen Finanzmärkte an. Dass die Risiken für die Finanzstabilität reduziert seien, darüber zeigt sich Yellen äußerst sicher. Eine digitale Währung in den eigenen Reihen sei ebenfalls nicht geplant.

Die scheidende Notenbankchefin stellt somit einmal mehr klar, welchen untergeordneten Stellenwert Bitcoin genießt. M.E. könnten sich Bitcoin und Co. sehr wohl zur schleichenden Bedrohung für Notenbanken entwickeln. Zwar gilt der gesamte Markt heute noch als zu unbedeutend, doch das Potential wird in meinen Augen aus Währungshüterperspektive massiv unterschätzt. Die vermeintliche Sicherheit der internationalen Finanzmärkte in Bezug auf die Finanzstabilität impliziert für mich die größte Gefahr.

Eurex könnte Future und Kryptoindex anbieten



Bereits gestern teilte ein Sprecher des Börsentreibers gegenüber Reuters mit, dass das Unternehmen darüber nachdenke einen Future anzubieten, um sich gegen fallende Kurse absichern zu können. „Wir prüfen darüber hinaus, ob es sinnvoll sein kann, einen Index basierend auf Kryptowährungen wie Bitcoin zu berechnen und anzubieten“, so der Sprecher.

Während eine Entscheidung noch lange auf sich warten könnte, startet die CME Group am Ende der Woche den Future- Handel, nachdem die CBOE den Handel zu Beginn der Woche öffnete. Bitcoin und Co. rücken in diesen Tagen in ein neues Zeitalter vor und werden langsam aber sicher erwachsen. Solange Produkte auf Cyberwährungen verbraucherfreundlich verpackt werden, dürfte dies nicht nur institutionelle Anleger anlocken. Vor allem für die Bundesrepublik Deutschland könnte eine Offerte des Handels im eigenen Land ein Umdenken in Bezug auf Kryptowährungen bedeuten.

Aktuell taxiert der Kurs bei mit 16.285 Dollar unterhalb der Marke von 17.000 Dollar und verliert rund 3 Prozent zum Vortag. Der Griff zu digitalen Währungen ist dennoch weiterhin ungebremst. Mit einer Marktkapitalisierung von 507 Milliarden Dollar nach Coinmarketcap befindet sich der gesamte Cybermarkt mittlerweile in einem neuem Zeitalter.

DAX: Fed erhöht erwartungsgemäß Leitzins



Den Erwartungen entsprechend erhöht die amerikanische Notenbank Fed die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte bis auf ein Niveau von 1,25-1,5 Prozent. Damit wird zum dritten Mal in diesem Jahr das Zinsniveau nach oben korrigiert. Auch für das kommende Jahr erwarte die Federal Reserve den wirtschaftlichen Bedingungen entsprechend drei weitere Zinsschritte. Doch mit den stimmberechtigten Notenbänkern Kashkari und Evans stimmten zwei der zehn Stimmberechtigten gegen eine Erhöhung des Leitzinses. Nicht zufriedenstellend sei die Inflationsentwicklung, welche sich deutlich unter der Zielmarke von 2 Prozent bewege. Yellen zeigte sich überrascht, hält diese Entwicklung jedoch lediglich für eine „Eintagsfliege“.

Nach der Fed ist vor der EZB



Der heutige Handelstag steht ganz im Vorzeichen des europäischen Währungshüters (EZB). Auch die Bank of England (BOE) und die Schweizer Nationalbank (SNB) beraten über ihre zinspolitische Weichenstellung. Doch Anleger dürften vermehrt den Worten Mario Draghis lauschen, wenn dieser ab 14:30 Uhr vor die Öffentlichkeit tritt. Während eine Zinserhöhung nahezu ausgeschlossen erscheint, dürften Anleger einmal mehr Draghis Worte auf die Goldwaage legen. Eine zu rasche Signalisierung einer möglichen Zinswende könnte gefährliche Folgen haben. Das EZB- Oberhaupt dürfte sich bedacht, dennoch entschlossen ausdrücken. Womöglich sind Anleger jedoch am Ende des Tages genauso schlau wie vorher.

Der DAX befindet sich zwei Stunden vor Handelsbeginn nach IG bei 13.084 Punkten und tritt vorerst auf der Stelle. Die Gelegenheiten um eine „Last-minute-Jahresendrally“ zu starten gehen langsam, aber sicher zu neige.

Autor: Timo Emden, Head of DailyFX Deutschland (IG Group), Marktanalyst von DailyFX.de

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