Kolumnen & Analysen

Euwax Trends: Dax kaum verändert vor Fed Sitzung – Milliardenkauf soll BASF stärken - Game Over bei Toys ‘R’ Us – größte Pleite eines US Fachhändlers
Börse Stuttgart - Marktberichte - 19.09.2017

Einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank trauen sich Anleger nicht mehr aus der Deckung. Der Dax bewegt sich heute in einer sehr engen Handelsspanne von gerade mal 30 Punkten seitwärts. Nicht mal ein gute ZEW Index bringt Impulse.

An der Börse gilt als sicher, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Startschuss für den Abbau ihrer billionenschweren Wertpapierbestände geben wird. Unklar ist aber, ob Fed-Chefin Janet Yellen auch für Dezember eine weitere Zinserhöhung signalisiert.

An der Wall Street gab der Dow Jones am Montag nach Börsenschluss in Europa einen Teil seiner Gewinne ab, er schloss aber erneut auf Rekordhöhe. Die vorbörslichen Indikatoren lassen auf einen freundlichen Start auch am Dienstag hoffen.

Börsenprofis sehen die Zukunft der Konjunktur in Deutschland noch besser als erwartet. Der ZEW-Index kletterte von zehn auf 17,0 Punkte. Erwartet war ein Anstieg auf 12,5. Auch die derzeitige Lage beurteilen die Experten besser als erwartet.

BASF greift nach Polyamidgeschäft von Solvay



Der Chemiekonzern BASF will sich das globale Polyamidgeschäft des Konkurrenten Solvay einverleiben. Der Kaufpreis beträgt 1,6 Milliarden Euro. Mit dem Zukauf würde BASF sein Portfolio für technische Kunststoffe ergänzen und die Position stärken als Anbieter von Lösungen für die Transport-, Bau- und Konsumgüterindustrie sowie für weitere industrielle Anwendungen.
Vor Abschluss eines bindenden Kaufvertrags muss Solvay noch mit den relevanten Sozialpartnern sprechen. Zudem müssen auch die Wettbewerbsbehörden der Übernahme zustimmen. Geplant sei, den Deal im dritten Quartal 2018 abzuschließen.

US-Spielzeugkette Toys ‘R’ Us ist insolvent



Der US-Spielzeugkette Toys ‘R’ Us ist kurz vor dem Weihnachtsgeschäft das Geld ausgegangen. Es ist eine der größten Insolvenzen eines Fachhändlers in den USA. Sukzessive kamen immer weniger Kunden in die weltweit mehr als 1450 Toys ‘R’ Us-Läden. Stattdessen kauften sie das Spielzeug beim Onlinehändler Amazon oder bei Billiganbietern.
Toys ‘R’ Us macht aber weiter im Rahmen der “Chapter 11”-Insolvenz.
Das bedeutet, alte Gläubiger müssen zunächst still halten und warten, bis das Unternehmen wieder solvent ist. Solange soll ein Neukredit von JPMorgan in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar die nächste Zeit überbrücken.

Toys r us selber ist keine börsennotierte Aktiengesellschaft, aber die Konkurrenz:

Die Aktien von Spielzeugherstellern wie Mattel und Hasbro begaben sich zu Wochenbeginn an der Wall Street auf Talfahrt.
Die Anleihen von Toys R Us brechen ein und notieren nahe 30 Prozent.

Euwax Sentiment Index



Derivate-Anleger an der Börse Stuttgart legen sich am Vormittag nicht fest. Bei Ausschlägen von zwanzig Punkten nach oben und unten im Euwax Sentiment Index herrscht eine Pattsituation.

Trends im Handel



Auf der Seite der Knock-outs folgen Anleger heute einer Empfehlung und kaufen verstärkt Calls auf Infineon.

Bei den Optionsscheinen ist heute eine verstärkte Nachfrage nach Calls auf Nvidia zu beobachten. Auch das ist die Folge einer Empfehlung, so ein Händler.

Die Aktie von Alibaba steht auch heute im Fokus der Anleger, wie auch in den Wochen zuvor. Derivatehändler in Stuttgart beobachten heute allerdings ein ausgeglichenes Verhältnis von Käufern und Verkäufern bei den Call-Optionsscheinen.

Börse Stuttgart TV



Im Vorfeld der wichtigen Fed-Sitzung wird am Markt spekuliert, wann die Notenbank das nächste Mal an der Zinsschraube dreht. Was erwarten die Händler auf dem Stuttgarter Börsenparkett? Spekulationen auf steigende Zinsen sind auch ein Grund für den Höhenflug des britischen Pfunds. Welche Rolle Anleihen in britischen Pfund bei den Privatanlegern spielen verrät Anleihe-Expertin Bianca Becker im Gespräch mit Börse Stuttgart TV

Quelle: von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV – Nachrichten, Börse Stuttgart AG (http://www.boerse-stuttgart.de)

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Der vorliegende Newsletter dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart AG keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Newsletter enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: von Andreas Groß, Börse Stuttgart TV – Nachrichten, Börse Stuttgart AG (http://www.boerse-stuttgart.de)

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