Kolumnen & Analysen

Euwax Trends: ZEW-Index fällt – DAX steigt - Spannung vor Treffen in Jackson Hole
Börse Stuttgart - Marktberichte - 22.08.2017

Zuletzt hatten geopolitische Spannungen rund um Nordkorea, das Polit-Chaos im Weißen Haus und der stärker tendierende Euro dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt.

Die US-Börsen zeigten sich am Montag richtungslos. Während der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P 500 letztlich minimale Gewinne einfuhren, gaben die Kurse an der NASDAQ leicht nach.

Asiens Börsen haben sich am Dienstag durch die Bank freundlich gezeigt. Am besten lief es in Hongkong, wo der Hang-Seng-Index im späten Handel um 1,1 Prozent zulegte. Japans Aktienmarkt zeigte sich dagegen kaum verändert. Der etwas geschwächte Yen erleichtert aber den Export. Insgesamt war der Handel allerdings von dünnen Umsätzen geprägt.
D
er DAX notiert zur Stunde bei 12.150 Punkten mit 0,7 Prozent im Plus.

Daran konnte auch der Rückgang des ZEW-Konjunkturindex nicht ändern. Offensichtlich blicken die durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten 213 Analysten und Anleger skeptischer auf die deutsche Wirtschaft als bisher. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen im kommenden halben Jahr fiel im August unerwartet deutlich um 7,5 auf 10,0 Punkte und befindet sich nun bereits den dritten Monat in Folge auf dem Rückzug. Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 15,0 Zähler gerechnet.

Thomas Metzger vom privaten Bankhaus Bauer in Stuttgart kommentierte dies so: “Der Rückgang des ZEW-Index fiel zwar deutlicher aus als erwartet, war aber keine ganz große Überraschung mehr, nachdem im Vorfeld der ähnlich konzipierte Sentix-Konjunkturindex für Deutschland bereits gesunken war.” Außerdem meint der Experte: “Langfristig stehen wir meines Erachtens vor konstruktiven globalen Konjunkturaussichten, was sich in den Gewinnen der Unternehmen und in Kombination mit der Dividendenstärke sowie der noch nicht extrem teuren Bewertung vieler Titel dann auch im Kursverlauf der Aktienmärkte positiv bemerkbar machen dürfte.”

Nun warten die Börsianer aber erst einmal gespannt auf das alljährliche Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming, welches am Donnerstag beginnt. Sie erhoffen sich vor allem Hinweise auf die weitere Geldpolitik in den USA.

BHP gibt nach



BHP Billiton hat sich dem Druck aktivistischer Investoren gebeugt und den Verkauf seines amerikanischen Öl- und Gasgeschäfts angekündigt. Die Schiefer-Aktivitäten in den USA seien nicht Teil des Kerngeschäftes und der Konzern suche deshalb aktiv nach Möglichkeiten zum Ausstieg, hieß es.

Zudem wies BHP Billiton für das Gesamtjahr wieder schwarze Zahlen aus und verdreifachte die Dividende für das zweite Geschäftshalbjahr.

In den zwölf Monaten per Ende Juni stieg der Nettogewinn auf 5,89 Milliarden US-Dollar. Das war zwar weniger als Analysten erwarten hatten, aber eine massive Verbesserung gegenüber dem Vorjahresverlust von 6,39 Milliarden Dollar.

Neben hohen Abschreibungen für die On-shore-Ölsparte in den USA hatten den Konzern im Vorjahr Kosten für den verheerenden Dammbruch in Brasilien belastet. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 38,29 Milliarden Dollar.

Analysten von Mainfirst stufen Bertrandt herab



Die Aktien von Bertrandt verloren bisher 4,4 Prozent an Wert und liegen nun bei 70,36 Euro. Zuvor waren sie von den Analysten der Investmentbank Mainfirst von “neutral” auf “underperform” herabgestuft worden. Das Kursziel senkten die Experten von 85 auf 65 Euro.

Seit Jahresbeginn haben die Titel von Bertrandt bereits ein Viertel ihres Börsenwertes verloren.

Zooplus kann Anleger nicht überzeugen



Zooplus hat im ersten Halbjahr den Umsatz um mehr als zwanzig Prozent auf 517 Millionen Euro gesteigert. Dabei sollen vor allem die treuen Stammkunden geholfen haben. Der Gewinn stagnierte dagegen auf dem Vorjahresniveau von 5,1 Millionen Euro. Zooplus bestätigt den Jahresausblick für Umsatz und Gewinn.

Die Aktien rutschten bisher um 2,7 Prozent auf 157,50 Euro ab.

Müller-Vertrauter wird wohl Audi-Vorstand



Volkswagen will angeblich einen Vertrauten von Konzernchef Matthias Müller zum Vorstand bei der VW-Tochter Audi ernennen. Wendelin Göbel solle Audi-Personalvorstand werden, berichteten die “Süddeutsche Zeitung”, NDR und WDR am Montagabend unter Berufung auf VW-Kreise. Sprecher von VW und Audi lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Nachrichtenagentur Reuters will bereits Ende Juli erfahren haben, dass vier von sieben Audi-Vorständen demnächst gehen müssten. Neben Personalvorstand Thomas Sigi stünden Finanzvorstand Axel Strotbek, Produktionschef Hubert Waltl und Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter vor der Ablösung, sagten mehrere mit den Überlegungen vertraute Personen damals.

Der angeschlagene Audi-Chef Rupert Stadler werde vorerst nicht ausgetauscht. Stadler wird eine unglückliche Hand bei der Aufarbeitung des Dieselskandals vorgeworfen.

Euwax Sentiment Index



Der Euwax-Sentiment-Index zeigte am frühen Nachmittag an, dass die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger in dieser Phase mit Knock-out-Puts und Put-Optionsscheinen auf fallende Kurse des DAX setzten.

Trends im Handel



An der Euwax waren heute verstärkt Knock-out-Calls auf die Allianz-Aktien gesucht.

Außerdem setzen Anleger mit Knock-out-Puts auf fallende Kurse des Euro zum Japanischen Yen und mit Put-Optionsscheinen auf nachgebende Notierungen der Gemeinschaftswährung zum US-Dollar.

Call-Optionsscheine auf Tencent und Alibaba wurden überwiegend gekauft.

Börse Stuttgart TV



Am vergangenen Mittwoch wurden die sogenannten Fed-Protokolle veröffentlicht. Wie diesen zu entnehmen war, herrscht innerhalb des Offenmarktausschusses ein gewisser Dissens – vor allem in Bezug auf die weitere geldpolitische Ausrichtung. Am Donnerstag wurden dann die EZB-Protokolle veröffentlicht. Hier scheint die Geschlossenheit deutlich größer zu sein. Norbert Paul erläuterte die Hintergründe bei Börse Stuttgart TV

Quelle: von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV – Nachrichten, Börse Stuttgart AG (http://www.boerse-stuttgart.de)

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Der vorliegende Newsletter dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart AG keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Newsletter enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

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