Kolumnen & Analysen Devisen

Aktien: Gefährliche Sorglosigkeit
Helaba Floor Research - Indizes - 06.07.2014

Aktien erreichen immer neue Höchststände. Der Dow Jones Industrials und der DAX überschritten zuletzt psychologisch wichtige Marken. Auch wenn der Anstieg des Dow Jones Industrials seit Jahresanfang mit 3 % bzw. des DAX mit knapp 5 % im langfristigen Vergleich nur durchschnittlich ist, hat die scheinbare Unverwundbarkeit von Aktien das Gros der untergewichteten Marktteilnehmer inzwischen zur Aufgabe gezwungen. Jenseits markttechnischer Aspekte gibt es allerdings kaum noch Argumente für weiter steigende Notierungen.

Aktienbären haben kapituliert

„Nie mehr schwach“ lautet das Credo der Aktienmarktteilnehmer. Aktienbären sind inzwischen eine vom Aussterben bedrohte Art. Seit Wochen bewegen sich Stimmungsindikatoren in der Überhitzungszone. Der Nettooptimismus der US-Anleger, die Differenz zwischen Aktienbullen und -bären, bewegt sich auf Spitzenniveaus. Die implizite Volatilität des S&P 500 (VIX-Index) hat mit 10,3 % niedrigsten Stand seit Jahresanfang 2007 erreicht. Die lange Phase ohne nennenswerte Korrekturen hat die Anleger nicht nur in den USA inzwischen sorglos werden lassen. Schließlich steigt der S&P 500 mittlerweile seit 25 Monaten ohne eine zwischenzeitliche Korrektur um mindestens 10 %. Dies ist ungewöhnlich lange. In den Bullenmärkten seit 1928 erfolgte im Median nach 9 Monaten eine entsprechende Zwischenkorrektur. Obwohl mit jedem weiteren Tag die Wahrscheinlichkeit von Kursrücksetzern steigt, gibt es offensichtlich kaum noch Anleger, die darauf setzen. Lediglich die sogenannten „Insider“ trauen dem Frieden nicht und trennen sich in zunehmendem Maße von den Aktien des eigenen Unternehmens.

Unternehmensgewinne auf dem Prüfstand/strong>

Neben überhitzten Stimmungsindikatoren gibt es eine Reihe fundamentaler Faktoren, die bei Aktien zur Vorsicht mahnen. So sind die Konjunkturdaten in den großen Industrieländern zuletzt mehrheitlich weniger günstig als erwartet ausgefallen. Viele Frühindikatoren scheinen ihren Zenit bereits hinter sich gelassen zu haben. Auch die Unternehmensgewinne halten längst nicht das, was die Prognostiker im Durchschnitt für 2014 erwartet hatten. Sowohl in den USA als auch hierzulande überwiegen die negativen Gewinnrevisionen. Da die Notierungen dennoch weiter anzogen, sind Aktien inzwischen teuer. In der nun anlaufenden Zwischenberichtssaison wird es daher darauf ankommen, die hohen Notierungen durch entsprechende Gewinnaussichten fundamental zu untermauern. Für den S&P 500 wird für das zweite Quartal im Durchschnitt ein Gewinnanstieg im Vorjahresvergleich von 5,0 % erwartet. Dies ist bereits spürbar weniger als die ursprünglich veranschlagen 7,3 %. Angesichts des reduzierten Erwartungsniveaus verringert sich zwar das Risiko negativer Gewinnüberraschungen. Angesichts ambitionierter Bewertungsniveaus dürfte es allerdings nicht mehr ausreichen, zunächst die Erwartungen zu drücken, um diese dann übertreffen zu können. Vielmehr kommt es darauf an, die recht sportlichen Gewinnerwartungen für die folgenden Quartale zu rechtfertigen. Andernfalls kommt es im zweiten Halbjahr zu deutlichen Kurskorrekturen, zumal auch von der US-Geldpolitik Gegenwind droht.

Helaba Floor Research
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Analyse: Topbildung bei WTI und Brent!
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Equity Daily - Fed will Zinsen bis Ende des Jahres schrittweise erhöhen
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Yellen: "Wir bleiben mit dem Fuß auf dem Gas" Die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank und die Pressekonferenz Mario Draghis ziehen heute die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem die deutsche Inflationsrate im Dezember deutlich zugelegt hat und mit 1,7 % gg. VJ das höchste Niveau seit 2013 erreicht wurde, wurde vielfach Kritik an der super-expansiven Geldpolitik der EZB geäußert. Eine Fokussierung auf den deutschen Wert ist zwar hierzulande verständlich, im Hinblick auf die EZB-Politik aber nicht zielführend. In anderen Ländern liegen die Inflationsraten deutlich niedriger, so in Italien mit 0,5 % gg. VJ. ... mehr

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Die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank und die Pressekonferenz Mario Draghis ziehen heute die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem die deutsche Inflationsrate im Dezember deutlich zugelegt hat und mit 1,7 % gg. VJ das höchste Niveau seit 2013 erreicht wurde, wurde vielfach Kritik an der super-expansiven Geldpolitik der EZB geäußert. Eine Fokussierung auf den deutschen Wert ist zwar hierzulande verständlich, im Hinblick auf die EZB-Politik aber nicht zielführend. In anderen Ländern liegen die Inflationsraten deutlich niedriger, so in Italien mit 0,5 % gg. VJ. Dies zeigt einmal mehr das Dilemma der EZB, eine einheitliche Geldpolitik für einen heterogenen Währungsraum vorgeben zu müssen. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0580 – 1,0720
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Marktstimmung: "Das neue Trump-Risiko"
Börse Frankfurt - Indizes - 18.01.2017
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DAX in ruhigem Fahrwasser – Abwarten vor Trump und Draghi
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Börse Frankfurt - Indizes - 18.01.2017
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Gold – 1.211 US-Dollar sind abgearbeitet!
L. Erichsen - Trading-Brief - Commodities - 18.01.2017
Rückblick auf meine Empfehlung vom 11.01.: Gelingt der Befreiungsschlag, lauten die nächsten Ziele 1.211 und 1.250 US-Dollar. Dort kommt es dann zum großen „Showdown“, aber dazu mehr, wenn es soweit ist. Das konnten wir umsetzen: Unabhängig davon, ob Sie nach dem Tagesschlusskurs über 1.177 eingestiegen sind oder die Bestätigung zum Wochenschlusskurs abgewartet haben, die Position liegt im Plus. Das ausgegebene Ziel bei 1.211 US-Dollar wurde gestern bereits im frühen Handel erreicht und überschritten. ... mehr

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