Kolumnen & Analysen Devisen

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,3575 – 1,3701
Helaba Floor Research - Forex - 04.07.2014

Cœuré (EZB) erwartet volle Ausnutzung der TLTROs durch starke Banken.
Aktienmärkte in Asien nach guten US-Arbeitsmarktdaten überwiegend freundlich.


Die Stimmungswerte der europäischen Dienstleister sind insgesamt als robust zu bezeichnen, auch wenn die meisten Indizes im Juni nachgaben, was darauf hindeutet, dass die konjunkturelle Dynamik nicht nochmals zunimmt. Die Indizes liegen mit Ausnahme Frankreichs deutlich im Expansionsbereich und in Italien hat sich der Wert signifikant erhöht. Von dieser Seite stand die Europäische Zentralbank denn auch nicht unter Handlungsdruck. Die EZB hat den geldpolitischen Expansionsgrad bei ihrer gestrigen Ratssitzung unverändert gelassen. Marktteilnehmer hatten zwar nicht mit Leitzinsveränderungen gerechnet, sich jedoch weitere Informationen zu den avisierten ABS-Käufen des Eurosystems erhofft. Diese gab es nicht, obwohl Mario Draghi auf der sich anschließenden Pressekonferenz nochmals deutlich machte, dass die EZB weiterhin handlungsbereit ist und auch in quantitativen Maßnahmen eine Option sieht. Per saldo hatten die Äußerungen des EZB-Präsidenten aber nichts Neues zu bieten.

Am heutigen Tag richtet sich das Interesse zunächst auf die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Mai. Im Monat zuvor hatte es einen deutlichen Anstieg der Bestellungen um 3,1 % gegenüber dem Vormonat gegeben. Ein leichter Rücksetzer kann daher nicht ausgeschlossen werden. Dass die Konsensschätzung noch unterschritten wird, erwarten wir aber nicht. Am Mittag werden die Rückzahlungsvolumina der beiden LTROs vom Winter 2011/12 bekannt gegeben. In der abgelaufenen Woche wurden zusammen 4,48 Mrd. EUR frühzeitig getilgt. Damit beläuft sich das ausstehende und per Dezember 2014 und Februar 2015 fällige Volumen zusammen auf rund 400 Mrd. EUR und entspricht damit in etwa der Summe der möglichen TLTROs im September und Dezember 2014. Der Nettoliquiditätseffekt wird angesichts dessen begrenzt und allenfalls temporärer Natur sein. Auch der liquiditätszuführende Effekt der Beendigung der SMP-Sterilisierung über Termineinlagen ist annähernd Null, da der Bankensektor im selben Umfang weniger Liquidität bei der EZB abgerufen hat. Die freien Reserven inklusive der Einlagenfazilität belaufen sich auf knapp 140 Mrd. EUR. Der Negativzins auf diese Einlagen hat also bisher noch nicht zu einer nachhaltigen Verringerung der Überschussliquidität geführt. Dass sich dies mit der heutigen Rückzahlungsankündigung dramatisch ändert, erwarten wir nicht. In den USA ist heute Feiertag und so fehlen wesentliche Fundamentalimpulse für das Marktgeschehen.

EUR-USD: Der Euro stand unter Druck, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht positiv überraschte. Vor diesem Hintergrund trüben sich auch die technischen Perspektiven ein. Stochastic und MACD sind zwar Verkaufssignale noch schuldig, drehen aber wieder gen Süden. Erste Haltemarken finden sich bei 1,3575/85 und um 1,3535. Ein Test des 2012er Aufwärtstrends würde bei diesen Niveaus in greifbare Nähe rücken. Trading-Range: 1,3575 – 1,3701

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Die Zinsen in der Eurozone bleiben auf bisherigen Niveau. Die EZB unter Mario Draghi hat am Donnerstag beschlossen, den Leitzins, den Einlagezinssatz und den Ausleihungssatz nicht zu verändern. Der kleine Verfallstag am Freitag brachte dem deutschen Leitindex DAX mit 4.065.630.541,00 EUR ein hohes Handelsvolumen. An der Wall Street sorgte die Amtseinführung von Donald Trump an der Wall Street nur kurzfristig für leichte Abgaben. Dow Jones, NASDAQ 100 und S&P 500 begrüßten den Tag Eins des US-Präsidenten im Amt mit Kursgewinnen. ... mehr

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Marktsituation DAX – 23. Januar 2017 Dass Mario Draghi seinem eingeschlagenen Weg treu bleibt ist im Nachhinein mehr als logisch und konsequent. Draghi betonte im Rahmen der Pressekonferenz, dass der EZB-Rat zu keinem Zeitpunkt darüber diskutiert habe, ob ein Tapering in Frage käme. Dabei unterstrich er abermals, dass die Reduzierung der Anleihekäufe nicht als Tapering zu verstehen sei. Damit bleibt die europäische Zentralbank dem Kurs der ultralockeren Geldpolitik treu. Dies bekräftige Draghi ebenfalls zu Beginn der Pressekonferenz als er aussagte, dass die Leitzinsen für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen werden. ... mehr

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