Kolumnen & Analysen Devisen

DAX schafft es wieder über 10.000 – US-Arbeitsmarkt präsentiert sich in Bestform
Jens Klatt I FXCM - Marktberichte - 03.07.2014

Die Musik spielte am heutigen „Super-Donnerstag“ am Deutschen Aktienmarkt schon vor der Veröffentlichung des konjunkturellen Daten-Doppelpacks. Der DAX pirschte sich in Erwartung guter Zahlen schon zum Mittag an die Marke von 10.000 Punkten heran. Als dann die US-Arbeitsmarktdaten mit 288.000 neu geschaffenen Stellen alle selbst noch optimistischsten Schätzungen in den Schatten stellten, kam es erst einmal zu Gewinnmitnahmen. Als dann aber die Wall Street, allen voran der Dow Jones erstmals über 17.000 Punkten, keine Angst vor einer nun restriktiveren Geldpolitik der US-Notenbank erkennen ließ, übersprang der DAX mit diesem Rückenwind erneut die „runde Zahl“.??

Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Wende in den USA nach einem enttäuschenden ersten Quartal überwog die Sorge vor baldigen Zinserhöhungen durch die Federal Reserve. So langsam scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass Kursanstiege gestützt durch eine anziehende Konjunktur und steigende Unternehmensgewinne gesünder sind als das Notenbank-Doping der vergangenen Jahre. Meine Skepsis speist sich allerdings aus der Tatsache, dass dieser Punkt noch lange nicht erreicht ist und der Übergang von einer liquiditätsgetriebenen in eine konjunkturell getriebene Hausse nicht leicht werden wird.

Es sollte auch nicht unterschlagen werden, dass viele Anleger noch einen gesunden Respekt vor einer sich schneller als erwartet restriktiv zeigenden US-Notenbank haben. Und dieser dürfte nach den Zahlen vom Arbeitsmarkt um einiges größer geworden sein.

Sollte die FED tatsächlich den Geldhahn früher zudrehen, ist von der Europäischen Zentralbank geldpolitisch zumindest zeitnah keine Unterstützung zu erwarten. Mario Draghi ließ auf der Pressekonferenz durchblicken, dass besonders die zweckgebundenen Liquiditätsspritzen, welche die Kreditvergabe an den privaten Sektor ankurbeln sollen, zunächst ihre positive Faltung entfalten müssen, bevor neue Ideen umgesetzt werden.

?Für den DAX bleibt es dabei: Nach erfolgreicher Verteidigung der Marke von 9.800 Punkten bleiben die Ampeln bis in den Spätsommer hinein auf Grün. Vielleicht hat der DAX sogar die Kraft bis zu einem Anstieg auf 10.500 Punkte. Viel höher sehe ich den DAX dann allerdings nicht, ein Rutsch deutlich zurück unter 10.000 Punkte im Herbst ist mein derzeit favorisiertes Szenario.

Über den Autor Jens Klatt
Er erlernte den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler und wechselte dann an einen Eigenhandelsdesk. Dort handelte er Futures, vornehmlich auf den DAX, Bund, Euro und das Britische Pfund. Seiner Einschätzung zu den globalen Finanzmärkten, sowohl fundamental, technisch, als auch sentimenttechnisch kann man börsentäglich kostenlos um 10:30 Uhr im Morning Meeting verfolgen. Das Morning Meeting ist mittlerweile zum Markenzeichen von Jens Klatt und DailyFX Deutschland geworden und erfreut sich steig wachsender Teilnehmerzahlen. Als Besonderheit sind Jens Klatt und sein Team im deutschen DailyFX-Forum rund um die Uhr erreichbar und beantworten alle Fragen rund um die Märkte und das Thema Trading.

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Aktienmärkte: Positive Konjunkturdaten sorgen für Rückenwind
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Bund Future - Erwartete Trading Range: 160.47-161.47
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Trading Range: 160.47-161.47 Tendenz leichter Einkaufsmanager des verarbeitenden Gewerbes und aus dem Dienstleistungssektor der größten Volkswirtschaften im Euroraum liefern uneinheitliche Vorhaben, die unter dem Strich aber für eine anhaltend robuste konjunkturelle Entwicklung sprechen. Ein ähnlich positives Konjunkturszenario zeichnet das Ifo- Geschäftsklima (114.6 nach 113), das auf den höchsten Wert seit Anfang 1991 gestiegen ist. Die gute Stimmung in deutschen Unternehmen, getragen gleichermaßen von Lagebeurteilung (123.2 nach 121.4) und Erwartungshaltung (106.5 nach 105.2), lässt auf ein starkes Wachstum im 2. Quartal hoffen. ... mehr

Fixed Income Daily - Die Konjunkturperspektiven in der Eurozone sind freundlich
Helaba Floor Research - Bonds - 24.05.2017
Philly-Fed-Präsident Harker sieht Zinserhöhung im Juni eindeutig als Möglichkeit. EZB: Cœuré sieht weiterhin keine Zinserhöhungen vor Ende des QEs. Die Konjunkturperspektiven in der Eurozone sind freundlich. Darauf haben die gestern veröffentlichten Frühindikatoren hingewiesen. Der ifo-Geschäftsklimaindex legte den vierten Monat in Folge zu und erreichte mit einem Wert von 114,6 Punkten den höchsten Stand seit Anfang 1991. Auch die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes fielen robust aus. In Frankreich, Deutschland und der Eurozone legten die Composite-Indizes, die das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor umfassen, erneut zu. ... mehr

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