Kolumnen & Analysen Devisen

EUR/USD oder: „Herr, es werde Volatilität...“
Jens Klatt I FXCM - Forex - 30.06.2014

(DailyFX.de) – Herr, es werde Volatilität... Eine weitere Woche Totentanz im EUR/USD ist zu Ende, die Hoffnung, dass die erste Woche des Monats mit dversen spektakulären Veröffentlichungen wie den NFPs am Donnerstag oder der EZB-Leitzinsentscheidung ebenfalls am Donnerstag, stirbt bekanntlich zu letzt...


Quelle: DailyFX Wirtschaftsdatenkalender

Nach den Äußerungen des St. Louis-FED-Chef Bullard am Donnerstag besteht in der kommenden Woche die Chance, dass die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts NFPs Impulse für den US-Dollar nach sich zieht, auch wenn die Initial-Reaktion besonders in den US-Zinsen am Donnerstag nach Bullard zu wünschen übrig ließ.

Tatsächlich gerieten die US-Zinsen sogar unter Druck. Eine Möglichkeit diese Reaktion zu interpretieren besteht darin, dass die Marktteilnehmer sich vor einer zu raschen Normalisierung der FED’Schen Geldpolitik fürchten, die Risiko-Aversion infolgedessen anziehen würde.

Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass für den US-Dollar in der kommenden Woche hieraus ein Win-win entstehen könnte.

Erfüllen die NFPs am Donenrstag die Erwartung bzw. übertreffen diese gar, wären anziehenden US-Zinsen und somit ein bullisher USD die Folge.

Enttäuscht der US-Arbeitsmarktbericht hingegen, könnte der USD kurzzeitig zwar ins Wanken geraten, aber ein Rücklauf des EUR/USD aber einen nachhaltigeren Rücklauf des EUR/USD über die 1,37er Marke sollten wir nicht zu sehen bekommen. Stattdessen wäre sogar bei einem aufkeimenden Risk Off mit einem fallenden EUR/USD zu rechnen, der Greenback profitiert historisch von einer anziehenden Risiko-Aversion.

Was mich zudem ob des Aufwertungspotentials im EUR/USD skeptisch werden lässt ist das FX-Real-Volumen. Wie in meiner Betrachtung Wie nutzt man das neue FXCM-FX-Real-Volumen? (Spezial-Webinar am Dienstag, den 01.07.2014, Registrierung unter http://bit.ly/1yRbCXD) herausgestellt sind Bewegung mit hohem Volumen (sogenannte Volume Spikes) und gleichzeitig einer hohen Transaktionsanzahl immer ein wenig skeptisch zu beäugen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage bzgl. der Nachhaltigkeit und Stärke des Reversals.


Quelle: Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Zwar zeigt der Speculative Sentiment Index (SSI) von FXCM, dass im Vergleich zur Vorwoche die offenen Long-Positionen um 5,5% reduziert wurden, Short-Positionen um 5,1% erhöht wurden. Kombiniert aber mit einem 3% unter seinem Monatsdurchschnitt liegenden Open Interest ist die Signifikanzz dieser Beobachtung in Frage stellen.


Quelle: Speculative Sentiment Index – nähere Infos: http://bit.ly/1qOEZaC

Da ein solches Retail-Sentiment klassisch angewandt jedoch einen bullishen EUR/USD begünstigt, würde ich meine Skepsis und bearishe Einschätzung im EUR/USD zunächst mt einer kleinen Position gegen die 1,37er Marke, Ziel “Antizipiere Break des Jahrestiefs bei 1,3470” traden, einen Bruchdann aufmunitionieren.

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de
Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an jklatt[at]fxcm.de
Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX


Über den Autor
Jens Klatt arbeitet als Marktanalyst bei DailyFX.de. Klatt ist seit über sieben Jahren in der Finanzbranche tätig. Er erlernte den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler und wechselte dann an einen Eigenhandelsdesk. Dort handelte er Futures, vornehmlich auf den DAX, EuroFX und das Britische Pfund. Den Devisenhandel favorisiert er aufgrund seiner schönen und klaren Strukturen und betrachtet ein striktes Risk-Managment beim Trading seines eigenen Kontos als unabdingbar für den langfristigen Erfolg.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Hüfners Wochenkommentar: "Euro ohne Deutschland?"
Börse Frankfurt - Forex - 23.02.2017
23. Februar 2017. MÜNCHEN (Assenagon). Vor ein paar Tagen sprach ich in Wien mit dem Vorstand einer renommierten österreichischen Privatbank über die Probleme in der europäischen Währungsunion. In vielen Punkten waren wir unterschiedlicher Meinung. Schließlich meinte er resignierend (freilich nicht ganz ernst gemeint): Dann bleibt doch nur, dass Deutschland aus dem Euro ausscheidet. Das ist eine Meinung, die ich in letzter Zeit häufiger höre. Ich vermute, dass sie an Gewicht gewinnen wird, wenn es im Euro zu noch größeren Spannungen kommen sollte und - Gott sei's geklagt - vielleicht sogar ein Mitglied ausscheidet. ... mehr

DAX tut sich schwer mit der 12.000 – Euro vermiest die Stimmung
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Ein im Tagesverlauf wieder stärkerer Euro hat heute die Investoren verschreckt, die als nächstes Kursziel für den Deutschen Aktienindex schon das Allzeithoch einkalkuliert hatten. Trotz neuer Rekordhochs an der Wall Street konnte der DAX deshalb die 12.000er Marke auch heute nicht hinter sich lassen. Damit bleibt die Entwicklung der Gemeinschaftswährung das Zünglein an der Waage, was die weitere Entwicklung am deutschen Aktienmarkt angeht. Eigentlich ist ein stärkerer Euro zwar positiv, drückt sich darin doch auch eine geringere Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs Le Pens bei den französischen Präsidentschaftswahlen aus. ... mehr

Auslandsaktien: Nasdaq klettert immer weiter
Börse Frankfurt - Indizes - 23.02.2017
16. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Betrachtet man die jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommission, dann geht es aufwärts mit der Konjunktur in der Währungsgemeinschaft. Für das laufende Jahr erwartet Brüssel für den Euroraum mit 1,6 Prozent ein um 0,1 Prozent höheres Wachstum des Bruttoinlandprodukts als bisher angenommen. Im Prognose-Zeitraum bis 2018 soll es demnach erstmals seit fast zehn Jahren in allen Mitgliedsländern eine Entwicklung im positiven Bereich geben. Auch bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der Neuverschuldung kämen die Staaten voran. ... mehr

Euwax Trends: Dax : weiter Ringen um die 12.000 Punkte
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.02.2017
Bilanzen von Henkel und ProSiebenSat.1 11.998,59 – was klingt wie ein Sonderangebot für einen Kleinwagen ist der Dax Schlussstand vom Mittwoch. Und das Ringen um die 12.000 Punkte geht weiter und damit der Angriff auf das Allzeit-Hoch. Doch am Donnerstag kommt der Dax nicht vom Fleck. Zahlen kommen heute unter anderem von ProSiebenSat.1 und Henkel aus der ersten Börsenreihe. Die Vorgaben sind gemischt: Der Dow Jones legt zu, der Nikkei gibt leicht nach. ... mehr

Baader Bond Markets: EZB und Fed nehmen Bondmärkte in den Schwitzkasten
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 23.02.2017
Die internationalen Rentenmärkte steuern auf eine Zerreißprobe zu, welche in der gegensätzlichen Ausrichtung der Geldpolitik von Europäischer Zentralbank (EZB) und der US-amerikanischen Notenbank (Fed) begründet ist. Während die Fed sich infolge steigender Inflationszahlen, guter Konjunkturdaten und zu erwartender Stimuli seitens der neuen US-Regierung mit steigenden Zinsen auseinandersetzt, hält die EZB an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Und das obwohl auch in der Eurozone höhere Inflationszahlen zu beobachten waren. In Deutschland ist für den Januar sogar mit einer Rate von 2% zu rechnen. ... mehr

Analyse: Analystenschätzungen halten WTI auf Kurs!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 23.02.2017
Die Rohölnotierungen hielten sich auch in der letzten Handelswoche auf ihren Kursniveaus und verzeichneten keine nennenswerten Abgaben. Allerdings gibt es auch keinen neuen Impuls für dynamische Anstiege auf der Oberseite. Aus fundamentaler Sicht bleibt die Perspektive ebenfalls unverändert, sodass die Marktteilnehmer weiterhin auf den nächsten entscheidenden Impuls warten. Am Dienstag verhalf ein Analystenkommentar der Citigroup WTI auf ein neues Monatshoch. Übergeordnete Marktsituation WTI - 23. Februar 2017 Dieses Monatshoch geht einher mit dem Vorvortageshoch und stellt den nächsten übergeordneten Widerstand bei 55,05 USD dar. ... mehr

DAX tanzt um die 12.000 – Euphorie hält sich in Grenzen
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Der Deutsche Aktienindex notiert das erste Mal seit April 2015 wieder über 12.000 Punkten. Der Anstieg vor zwei Jahren wurde begleitet durch einen Kanon an Kommentatoren, die fast unablässig auf die Alternativlosigkeit der Aktie hinwiesen. Dieser überbordende Optimismus pro Aktie herrscht heute nicht mehr vor – das ist ein gutes Zeichen. Gerade auch deshalb, weil die Alternativlosigkeit der Aktie in Deutschland noch viel dramatischer geworden ist. Die Inflation liegt deutlich über den Nominalzinsen. Da der Zins aber immer nur das ist, was real übrig bleibt, erleiden Sparer echte Kaufkraftverluste. ... mehr

DAX kämpft mit psychologisch wichtiger 12.000er-Marke
Helaba Floor Research - Indizes - 23.02.2017
Fed: Eine geldpolitische Straffung könnte „recht bald angebracht“ sein In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

Fixed Income Daily - Unsicherheiten machen sich bei Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar
Helaba Floor Research - Bonds - 23.02.2017
In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0460 – 1,0635
Helaba Floor Research - Forex - 23.02.2017
Im Datenkalender finden sich kaum Einträge, die von der wieder stärker brodelnden Euro-Krise ablenken könnten. Die politische Verunsicherung im Kontext der Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und möglicherweise auch in Italien ist dafür verantwortlich und so werden konjunkturelle Veröffentlichungen vor allem dann beachtet, wenn sie die Euro-Krisenstimmung eher befeuern als lindern. Dies dürfte auch für das INSEE-Geschäftsklima gelten. Echten Einfluss auf das Marktgeschehen erwarten wir nur für den Fall einer Enttäuschung. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige AVATRADE - Devisen und CFDs handeln
Anzeige eToro - Traden Sie mit den Besten!
Digitale Optionen auf Devisen, Rohstoffe und Indizes

Sponsor

Anzeigen

<