Kolumnen & Analysen Devisen

Bund Future - Erwartete Trading Range: 146.30-147.50
Helaba Floor Research - Bonds - 27.06.2014

Trading Range: 146.30-147.50
Tendenz: freundlich


Ganz Deutschland in Fußballfieber! Angesichts des geringen Handelsvolumens hatte man den Eindruck, Aufstellung und Taktik der deutschen Elf seien vor dem Spiel gegen die USA das Hauptthema für 80 Millionen Bundestrainer. Zudem lieferten Konjunkturdaten kaum Impulse für das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten. Allerdings ließ der geringere Anstieg der US- Konsumausgaben (+0.2 %) die Marktteilnehmer nicht ganz kalt. Mit schwindender Zuversicht über die weitere konjunkturelle Entwicklung schichteten Anleger aus Aktien in Bonds mit guter Qualität um.

Die Renditen langlaufender Bundesanleihen befinden sich weiter auf dem Sinkflug. Vor dem nahenden Monatsultimo bauten langlaufende Zinspapiere ihre Gewinne weiter aus. Das niedrige Zinsniveau in kurzen und mittleren Laufzeiten kann dagegen kaum noch einen Hund hinter dem Ofen hervorlocken.

Anleihen in der EU- Peripherie erfreuen sich weiter guter Nachfrage. Die schwindende Reformbereitschaft in Frankreich und den Südländern schürt bei Anlegern jedoch Bedenken. Der Renditeabstand 10- jähriger italienischer (2.84 %), spanischer (2.64 %) und portugiesischer Bonds (3.47 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen 1, 2 bzw. 5 BP aus. Franzosen (1.68 %) und Belgier (1.69 %) machten gegen Bunds knapp einen BP gut.

Am US-Bondmarkt sind die Kurse nach weniger guten Konjunkturdaten weiter gestiegen. Zwar ist die Lage am Arbeitsmarkt unverändert robust, der Anstieg der Konsumausgaben lag jedoch unter den Erwartungen. Warnungen vom Präsidenten der Fed in St. Louis, James Bullard, die Notenbank könne schon früher als erwartet die Zinsen erhöhen, blieben ungehört. US- Treasuries präsentieren sich heute in Fernost angesichts schwacher Aktienbörsen in freundlicher Verfassung.

Der Bund- Kontrakt (147.07) legte 30 Stellen zu, Bobl (128.14) und Schatz (110.665) gingen 5 bzw. einen Tick höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.25 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 122 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 4 BP niedriger bei 2.51 %. Der Euro verharrt bei 1.363 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt 105.8 Dollar.

Zum Wochenschluss richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst auf Preisdaten aus den einzelnen Bundesländern. Die Verbraucherpreise aus den Bundesländern lassen für Deutschland einen leichten Anstieg von 0.9 % auf 1 % im Juni erwarten. Endgültige BIP- Zahlen für das erste Quartal aus Frankreich (0 %/0.8 %) und Großbritannien (0.8 %/3.1 %) dürften dagegen wie französische Konsumausgaben (0.3 %/-1.1 %) kaum Impulse liefern.

Stimmungsindikatoren im Euroraum runden den Datenkranz ab. Wirtschafts- (103.0 nach 102.7), Industrievertrauen (3.0) und Konjunkturklima (0.4 nach 0.37) bergen angesichts der Krisen im Irak und der Ukraine jedoch beträchtliches negatives Überraschungspotential. Das italienische Geschäftsklima (100 nach 99.7) und die endgültigen Umfrageergebnisse der University of Michigan zum Verbrauchervertrauen (82 nach 81.2) komplettieren die nochmals prall gefüllte Agenda.

Am Primärmarkt versteigert Italien neue5- jährige BTPs im Volumen von 4 Mrd. Euro und stockt 10- jährige BTPs sowie 5-jährige CCTs um 2.5 bzw.1.5 Mrd. Euro auf.

Die Auktion 7- jähriger US-Notes traf bei einem unterdurchschnittlichen 2.44fachen Nachfrageüberhang und 40.6 % indirekten Geboten auf geringes Interesse.

Bulgarien begab eine 10-jährige Anleihe im Volumen von knapp 1.5 Mrd. Euro bei Midswap +160 BP.

Die Nederlandse Waterschapsbank begab einen 5-jährigen „Green Bond“ im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +8 BP.

In der kommenden Woche stockt die Finanzagentur des Bundes 5- jährige Bundesobligationen um 4 Mrd. Euro auf. In der zweiten Wochenhälfte sind dann Frankreich und Spanien am Zug.

Großbritannien bietet am Dienstag 5-jährige Gilts im Volumen von 4 Mrd. GBP an.

Technik:
Der Bund- Future setzte seine Aufwärtsbewegung fort, markierte ein Tageshoch bei 147.18 und schloss (147.07) 30 Stellen über Vortagsniveau. Der Ausblick im Tageschart hellt sich weiter auf, die Indikatoren sind nach Norden gerichtet. Das Bild im Wochenchart wird zunehmend konstruktiver, über dem Allzeithoch von 147.20 dürfte die Bewegung nochmals an Schwung gewinnen und zunächst bis in den Bereich 147.50 (Rendite 1.20 %) laufen. Kurzfristig deutet sich jedoch bei überkauftem Niveau und negativen Divergenzen eine Konsolidierung an.

Widerstände sehen wir bei 147.18/20 (Hoch v. 26.06./Allzeithoch), 147.34 (Trendlinie), 147.50 (Projektion) und 148.19 (Wochentrend).

Unterstützungen liegen bei 147.01 (Trendlinie), 146.92 (Hoch v. 25.06), 146.73 (Tief v. 26.06.), 146.60 (38.2 %- Fibonacci von 145.66 bis 147.18) und 146.30 (Hoch v.24.06.).

Unterstützungen 147.01 146.60 146.30
Widerstände 147.20 147.34 147.50


Helaba Floor Research
www.helaba.de


Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf https://www.helaba.de/de/DieHelaba/MaerkteUndAnalysen

Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

DAX pirscht sich an Allzeithoch heran – Euro als Steigbügelhalter
CMC Markets - Marktberichte - 30.03.2017
Die tiefere Inflation in Deutschland nimmt für den Moment den Spekulationen über frühzeitige Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank den Wind aus den Segeln. Die besseren Wachstumsdaten aus den USA lassen dagegen das Szenario von drei weiteren Zinserhebungen in diesem Jahr realistischer erscheinen. In diesem Szenario steigt der US-Dollar und fällt im Gegenzug der Euro. Das stützt den Deutschen Aktienindex und bringt ihn weitere rund 50 Punkte näher seinem Allzeithoch bei knapp 12.400 Punkten. ... mehr

Grüner Fisher: "Realität schlägt Marktstimmung"
Börse Frankfurt - Indizes - 30.03.2017
FRANKFURT (Grüner Fischer). Wir befinden uns seit mittlerweile acht Jahren in einem intakten globalen Bullenmarkt - für viele Anleger fühlt es sich allerdings nicht so an. Immer wieder sorgen Kursschwankungen dafür, dass der Wohlfühlfaktor gering bleibt und nachhaltiger Optimismus nur spärlich gesät ist. Die gefühlte Volatilität ist sehr hoch, auch wenn die tatsächlichen Schwankungsbreiten eher moderat sind. Crash-Ängste dominieren das Anlegerverhalten. ... mehr

Euwax Trends: DAX etwas fester – Inflationsrate gesunken
Börse Stuttgart - Marktberichte - 30.03.2017
Druck auf die Währungshüter dürfte nachlassen Die Inflationsrate in Deutschland ist im März erstmals seit knapp einem Jahr gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Dafür sorgten langsamer steigende Preise für Energie und Lebensmittel. Im Februar hatte die Teuerungsrate mit 2,2 Prozent den höchsten Wert seit Mitte 2012 erreicht. Ökonomen hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf 1,8 Prozent gerechnet. ... mehr

Dax mit moderatem Plus – Kaum Bewegung nach neuen Jahreshochs
IG Markets Research - Marktberichte - 30.03.2017
30.03.2017 – 17:05 Uhr (Werbemitteilung): Eine Verschnaufpause sei dem Dax gegönnt. Angesichts neuer Jahreshochs in Serie läuft der heimische Leitindex heute innerhalb einer engen Handelsspanne seitwärts, wenn auch mit leicht positiver Tendenz. Auch wenn die momentan zu beobachtenden Kursniveaus immer ambitioniertere Ausmaße annehmen, wurden selbst überschaubare Rücksetzer zuletzt regelmäßig wieder zum Einstieg genutzt, was wiederum für die Stärke der nicht enden wollenden Aufwärtsbewegung spricht. ... mehr

Wochenbarometer Rentenmärkte - 13. KW 2017
HSH Nordbank Research - Bonds - 30.03.2017
US-Konsumenten unterstützen Treasury-Renditen nach „Trumpcare“-Absage. Bunds gefragt. Die mit Spannung erwartete Abstimmung im US-Kongress über die Gesundheitsgesetzgebung war das dominierende Ereignis am US-Anleihemarkt in der vergangenen Woche. Unmittelbar nach der Absage der Abstimmung durch die Republikaner gaben die Renditen für die zehnjährigen US-Treasuries um signifikante 7 Basispunkte nach und pendelten sich zum Wochenbeginn bei 2,36 % ein. ... mehr

Analyse: WTI - OPEC bleibt das Zünglein an der Waage!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 30.03.2017
Die Erdölpreise werden weiter von der fundamentalen Lage und Nachrichten von der OPEC bestimmt. Eine Situation, auf die sich Anleger bereits seit Wochen und Monaten einstellen konnten. Während in 2016 vor allem die Frage über die Umsetzung der Produktionskürzungen den Markt beherrschte, steht nun die Frage über die Verlängerung der derzeitigen Produktionskürzungen im Fokus der Anleger. Aus dem Umfeld der OPEC und den erdölproduzierenden Ländern außerhalb des Ölkartells kommen dabei unterschiedliche Signale, sodass Anleger sich derzeit auf verschiedene Szenarien einstellen müssen. ... mehr

DAX macht die nächsten Meter – Schwacher Euro hilft
CMC Markets - Marktberichte - 30.03.2017
Der Deutsche Aktienindex präsentiert sich stark. Nur noch rund 160 Punkte fehlen bis zum Allzeithoch. Gute Wirtschaftsdaten, steigende Unternehmensgewinne und nun die Bestätigung der US-Notenbank, angesichts guter Datenlage die Zinsen weiter anheben zu wollen, schürt den Optimismus unter den Aktienkäufern. Vertreter der Federal Reserve haben eine Zinsanhebung bei jeder verbleibenden Sitzung in diesem Jahr in Aussicht gestellt und damit der Dollar-Rally neuen Schub gegeben. ... mehr

DAX hält sich über 12.200er-Marke – Allzeithoch im Blick
Helaba Floor Research - Indizes - 30.03.2017
Gold gibt etwas nach, Ölpreise klettern moderat Heute stehen die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise zur Veröffentlichung an und morgen die Schnellschätzung der EWU-Teuerung. Im letzten Monat stieg die deutsche Inflationsrate mit 2,2 % auf den höchsten Stand seit August 2012, wofür Energie- und Nahrungsmittelpreise verantwortlich waren. Wir gehen davon aus, dass das Inflationshoch damit bereits überschritten ist. So sind die Ölpreise im Jahresverlauf 2016 allmählich gestiegen, sodass Basiseffekte in den kommenden Monaten nicht mehr für einen Anstieg der Gesamtteuerungsrate sorgen. Zudem tendierten Öl und Benzin in den letzten Wochen schwächer. ... mehr

Fixed Income Daily - Verbraucherpreise im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 30.03.2017
San-Francisco-Fed-Präsident Williams schließt mehr als drei Zinsschritte 2017 nicht aus. Ölpreis (WTI) legt deutlich zu und handelt bei 49,70 USD/Fass. Heute stehen die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise zur Veröffentlichung an und morgen die Schnellschätzung der EWU-Teuerung. Im letzten Monat stieg die deutsche Inflationsrate mit 2,2 % auf den höchsten Stand seit August 2012, wofür Energie- und Nahrungsmittelpreise verantwortlich waren. Wir gehen davon aus, dass das Inflationshoch damit bereits überschritten ist. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0690 – 1,0850
Helaba Floor Research - Forex - 30.03.2017
Heute stehen die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise zur Veröffentlichung an und morgen die Schnellschätzung der EWU-Teuerung. Im letzten Monat stieg die deutsche Inflationsrate mit 2,2 % auf den höchsten Stand seit August 2012, wofür Energie- und Nahrungsmittelpreise verantwortlich waren. Wir gehen davon aus, dass das Inflationshoch damit bereits überschritten ist. So sind die Ölpreise im Jahresverlauf 2016 allmählich gestiegen, sodass Basiseffekte in den kommenden Monaten nicht mehr für einen Anstieg der Gesamtteuerungsrate sorgen. Zudem tendieren Öl und Benzin in den letzten Wochen schwächer. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<