Kolumnen & Analysen Devisen

Die USA könnten Druck ausüben, aber die deutsche Abwehr sollte halten
Jens Klatt I FXCM - Marktberichte - 26.06.2014

Heute Abend geht es nicht nur im Fußball um die Frage, wer sich gegen wen behaupten kann. Auch an der Börse geht es jetzt darum, ob sich der Deutsche Aktienindex gegen eine sich abzeichnende Schwäche im S&P 500 wehren kann und die Marke von 9.800 Punkten auch in den nächsten Tagen verteidigen kann. Hier steht es heute zumindest erst einmal 2:0 für die DAX-Bullen. Denn nach einer schwachen, morgendlichen Eröffnung konnte erneut der Angriff auf diese Marke frühzeitig abgewehrt werden. Also eventuell ein gutes Omen für Jogis Jungs am Abend gegen die USA, zudem die US-Wirtschaftsdaten am heutigen Tag auch ziemlich zahnlos daherkamen, die Erwartungen erfüllten und für keinerlei Aufruhr im DAX sorgten.

Aber es wird ein hartes Stück Arbeit für die DAX-Bullen, sich dem möglichen Druck von den US-Börsen in den kommenden Tagen zu entziehen. Denn aus technischer Sicht zeichnet sich eine Schwäche gerade im S&P 500 ab, dem Leitindex in den USA. Ausgehend hiervon könnte die DAX-Abwehr durchaus ins Wanken geraten. Bei einem Verkauf des S&P 500 in den Bereich um 1.900 Punkte sollten die Bären den Zweikampf eher für sich entscheiden und den DAX unter den Widerstand bei 9.800 Punkten drücken.

Hoffnung besteht allerdings zumindest für die heutigen Handelsstunden. Denn es könnte den US-Stürmern an Durchschlagskraft fehlen. Das durchschnittliche US-Handelsvolumen lag während der Spiele der US-Nationalmannschaft im Jahr 2010 in Südafrika um durchschnittlich 43 Prozent unter Normalniveau. Aber genau dieses Volumen bräuchten die US-Märkte, um den deutschen Leitindex in Bedrängnis zu bringen.

Fazit: Über 9.800 Punkte haben die DAX-Bullen auch, und das ist bei dieser WM ganz wichtig, den Schiedsrichter auf ihrer Seite und die Marktteilnehmer müssen sich über einen Einzug ins Achtelfinale keine Sorgen machen.

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Über den Autor Jens Klatt
Er erlernte den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler und wechselte dann an einen Eigenhandelsdesk. Dort handelte er Futures, vornehmlich auf den DAX, Bund, Euro und das Britische Pfund. Seiner Einschätzung zu den globalen Finanzmärkten, sowohl fundamental, technisch, als auch sentimenttechnisch kann man börsentäglich kostenlos um 10:30 Uhr im Morning Meeting verfolgen. Das Morning Meeting ist mittlerweile zum Markenzeichen von Jens Klatt und DailyFX Deutschland geworden und erfreut sich steig wachsender Teilnehmerzahlen. Als Besonderheit sind Jens Klatt und sein Team im deutschen DailyFX-Forum rund um die Uhr erreichbar und beantworten alle Fragen rund um die Märkte und das Thema Trading.

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