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Aktienmärkte: Risikoaversion nimmt zu
Helaba Floor Research - Indizes - 26.06.2014

DAX Indikation 9.890 Unterstützungen 9.829 / 9.810 Widerstände 9.965 / 10.001 Handelsbreite 9.810 / 9.960
EuroStoxx 50 Indikation 3.262 Unterstützungen 3.257 / 3.224 Widerstände 3.300 / 3.325 5Handelsbreite 3.230 / 3.300

Irakkrise weiter im Fokus

Zinserwartungen sind in den letzten Monaten eine entscheidende Einflussgröße für das Geschehen an den Finanzmärkten. Insbesondere sind dabei die Einschätzungen der zukünftigen Leitzinsentwicklungen in den USA und Großbritannien wichtig, denn vonseiten der Europäischen Zentralbank wurde der Handlungsrahmen für die kommenden Monate mit der jüngsten Entscheidung abgesteckt. Diesbezüglich sind heute neben den eingehenden Konjunkturdaten vor allem die Reden der Notenbankvertreter erwähnenswert. Für die Bank von England wird Gouverneur M. Carney den Finanzstabilitätsbericht vorstellen. Jüngste Warnungen zu den Überhitzungsrisiken am britischen Immobilienmarkt hatten Zinserhöhungserwartungen in Großbritannien geschürt. Auch in den USA ist das Thema Zinserwartung allgegenwärtig. Gleich zwei FOMC-Mitglieder werden heute an die Mikrofone treten. Richmond-Fed-Präsident J. Lacker ist bekannt für seine Sichtweise, dass das Zinsniveau eher früher als später angehoben werden sollte. Er wird aber erst 2015 stimmberechtigt sein. Der St.-Louis-Fed-Präsident J. Bullard wird dem neutralen Lager zugerechnet, könnte aber auf die robuste Entwicklung des Arbeitsmarktes und das Ende der Disinflation herausstellen. Daher ist der Blick der Marktteilnehmer heute vor allem auf den Kerndeflator des privaten Konsums gerichtet. Die Jahresrate des von der Fed bevorzugten Inflationsmaßes dürfte nochmals ansteigen und sich in Richtung der Zielmarke von 2,0 % bewegen. Langfristig könnte der Fed daher ein wichtiges Argument für das Festhalten an der Nullzinspolitik abhanden kommen.

Aktienmärkte:>/strong> Beim Dax zeichnet sich ein Trend ab – es geht in kleinen Schritten sukzessive nach unten. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass die Kraft des deutschen Leitindex damit zunehmend verloren geht und sich somit das Chance- und Risikoverhältnis, insbesondere für neue Engagements, als nicht mehr tragfähig erweist. Auf der anderen Seite muss damit gerechnet werden, nicht zuletzt auf Basis der seit langer Zeit sehr niedrigen Volatilität, dass die Gefahren für ausgeprägte Rücksetzer mittlerweile immer größer werden. Dafür sprechen auch die sich deutlich eintrübende Charttechnik und die Saisonalität. Unterstützung für den Dax kam zuletzt vor allem von der robusten Verfassung der US-Börsen, noch am Dienstag konnte der S&P 500 ein neues Rekordhoch ausbilden. Aber auch für die US-Börsen stellt sich die Frage, wie lange der positive Trend noch anhält. Zu beachten ist, dass das Ende des ersten Halbjahres für die Performance-Fee der Hedge Fonds von großer Relevanz ist. Man könnte von dieser Seite versucht sein zu versuchen, den Markt über diesen Stichtag hinaus oben zu halten. Jedoch ist an den US-Börsen nicht mehr alles Gold was glänzt. So weist der „vorauseilende“ Dow Jones Transport-Index Anzeichen einer oberen Wendeformation auf. Auch beim marktbreiten Russel 2000 lassen sich mittlerweile „lower highs“ beobachten. Insbesondere die Gesamtsituation bei letztgenanntem ist sehr interessant, da das PE-Ratio mit einem Wert von über 85 weiterhin extrem hoch ist. Im Vergleich dazu weist der S&P 500 einen Wert von 18,6 auf. Darüber hinaus dürfen auch die Krisenherde im Irak (der Iran hat seine Truppen in Grenznähe in Alarmbereitschaft versetzt) und der Ukraine nicht außer Acht gelassen werden. Unter den genannten Aspekten erscheint es ratsam, bestehende Positionen mit engen Stopps abzusichern.

Charttechnik (Chart - hier klicken): Die technische Verfassung des Dax trübt sich weiter ein. Eine weitere Kerze innerhalb der „Wolke“ (graue Zone) verdeutlicht dies ebenso wie die nach Süden zeigenden Indikatoren. Das gestrige Tagestief wurde bei 9.836 Zählern markiert. Damit lag dieses nur knapp über dem letzten Impulstief von 9.829 Zählern, wodurch ein Strukturbruch gerade nochmals vermieden werden konnte. Dies bedeutet aber auch, dass die Bewegungsdynamik auf der Unterseite deutlich zunehmen wird, sofern die Supportzone von 9.829/9.810 Zählern durchbrochen wird. Die nächsten Supports finden sich dann bei 9.748,9.729, 9.712, 9.624 und 9.589 Zählern.

Hinweis: Für eine größere Darstellung der Grafik öffnen Sie bitte den Link „Charttechnik“.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Hüfners Wochenkommentar: "Fallstricke der Volatilität"
Börse Frankfurt - Indizes - 27.04.2017
27. April 2017. MÜNCHEN (Assenagon). So viel Bewegung an den Finanzmärkten wie Anfang dieser Woche gab es selten. Der DAX erhöhte sich nach den französischen Wahlen an einem Tag um mehr als 3 Prozent, der französische CAC 40 sogar um über 4 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ging von 0,27 Prozent auf 0,38 Prozent nach oben. Der Euro-/Dollarkurs stieg von 1,07 auf 1,09. Und was tat der Index, der die Schwankungen an den Finanzmärkten messen soll? Er schoss nicht etwa, wie man hätte vermuten können, nach oben. Er brach im Gegenteil kräftig ein. Er signalisierte also abnehmende Bewegungen. ... mehr

DAX weiter abwartend – Macron-Rally wird noch verdaut
CMC Markets - Marktberichte - 27.04.2017
Wie erwartet signalisierte die Europäische Zentralbank heute die Beibehaltung des Status Quo in ihrer Geldpolitik. Das war angesichts der noch nicht entschiedenen Präsidentschaftswahl in Frankreich wenig überraschend. Denn auch wenn Macron gewinnen sollte, wonach es im Moment aussieht, hätte er noch keine Mehrheit im Parlament und die politischen Probleme in der Europa-Politik wären auch noch nicht gelöst. Mario Draghis Abwarten ist Ausdruck der Tatsache, dass er weiterhin unverändert eine geldpolitische Stütze für ein unsicheres politisches Umfeld anbieten muss. ... mehr

Euwax Trends: Trumps Steuerpläne – Zahlenflut – DAX verschnauft – EZB im Blick
Börse Stuttgart - Marktberichte - 27.04.2017
Die gestern Abend vorgelegten Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump haben dem Aktienmarkt zunächst keine neuen Impulse verschafft, aber sie haben auch nicht enttäuscht. Die Regierung in Washington will vor allem die Unternehmen massiv entlasten. Die Firmensteuer soll von 35 auf 15 Prozent gesenkt werden. Abgaben auf im Ausland erwirtschaftete Erträge sollen ebenfalls geringer ausfallen. Eine Importsteuer sei nicht geplant. ... mehr

Auslandsaktien: Die Roboter kommen
Börse Frankfurt - Indizes - 27.04.2017
27. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Anfang dieser Woche hat die Hannover-Messe ihre Tore geöffnet - weltweit die größte Industriemesse. Neben effizienten Energiesystemen und Industrie 4.0 sind auch Roboter sowie die sogenannten Cobots Schwerpunkt: Diese neue Generation der Roboter ist flexibel, selbstlernend und arbeitet mit dem Menschen zusammen, daher auch der Name Cobot für "Collaborative Robots". Prognosen des Branchenverbands International Federation of Robotics zufolge sollen allein bis 2019 weltweit rund 1,4 Millionen neue Industrieroboter in den Fabriken Einzug halten, darunter auch viele Cobots. ... mehr

Baader Bond Markets: Wieviel Feingefühl hat Mario Draghi?
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 27.04.2017
Heute ist es wieder soweit. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich zu seiner turnusmäßigen Sitzung und entscheidet über die weitere Geldpolitik. Sicherlich werden hierbei auch die kritischen Diskussionsbeiträge anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank thematisiert. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass sich an der bisherigen Forward Guidance nichts ändern und dies von EZB-Chef Mario Draghi auch so vertreten wird. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Nuancen in der Wortwahl angepasst werden, was wiederum auf eine erste vorsichtige Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik hindeuten könnte. ... mehr

DAX leicht im Minus – EZB dürfte sich zurückhalten
CMC Markets - Marktberichte - 27.04.2017
Die Regierung Trump verkündete den Märkten gestern nichts, was sie nicht bereits wussten. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Kurse an der Wall Street am Ende ins Minus. Dies wirft einen langen Schatten auf den heutigen Handel in Europa. Der Deutsche Aktienindex dementsprechend im Minus – der Widerstand bei 12.500 Punkten konnte zunächst nicht überwunden werden. In den Kursen sind schon viele positive Nachrichten eingepreist. Daher muss schon viel passieren, um die Rally am Laufen zu halten und eine früher oder später einsetzende Korrektur zu verhindern. ... mehr

Analyse: WTI - Rohölpreise bleiben unter Druck!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 27.04.2017
Nachdem WTI in der Vorwoche nach der Veröffentlichung der US-Lagerbestände deutlich unter Druck kam, setzte sich die Abwärtsbewegung auch im weiteren Wochenverlauf fort. Dabei bleibt die Sorge vor einem zu hohen Angebot das bestimmende Thema am Ölmarkt. Solange sich diese Unsicherheit im Markt befindet dürfte ein Anstieg über den übergeordneten Widerstandsbereich zwischen 54,60 USD und 55,25 USD nur schwer umzusetzen sein. Derweil sind nach den deutlichen Rücksetzern aus der Vorwoche wieder wichtige Unterstützungsbereiche in den Fokus der Anleger geraten. ... mehr

Aktienmärkte treten auf der Stelle
Helaba Floor Research - Indizes - 27.04.2017
USA: Unternehmenssteuer soll auf 15 Prozent sinken Der EZB-Rat entscheidet heute darüber, ob die Forward Guidance und das Wording angepasst werden. Bereits bei der letzten Ratssitzung Anfang März wurde darüber diskutiert, die Formulierung zu streichen, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Seit dieser Zeit sind wirtschaftliche Frühindikatoren mehrheitlich gestiegen, mithin könnte auch die Betonung konjunktureller Risiken aufgegeben werden. ... mehr

Fixed Income Daily - EZB-Ratssitzung im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 27.04.2017
Der EZB-Rat entscheidet heute darüber, ob die Forward Guidance und das Wording angepasst werden. Bereits bei der letzten Ratssitzung Anfang März wurde darüber diskutiert, die Formulierung zu streichen, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Seit dieser Zeit sind wirtschaftliche Frühindikatoren mehrheitlich gestiegen, mithin könnte auch die Betonung konjunktureller Risiken aufgegeben werden. All dies würde Spekulationen auf eine baldige Rückführung des Anleihekaufprogramms und auf eine Erhöhung des Einlagensatzes schüren. Ob sich bereits heute eine Mehrheit im EZB-Rat für ein verändertes geldpolitisches Signal findet, ist jedoch fraglich. ... mehr

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Helaba Floor Research - Forex - 27.04.2017
Heute stehen die Perspektiven der europäischen Geldpolitik im Mittelpunkt des Interesses. Zum einen werden in Spanien und Deutschland die vorläufigen Inflationsraten des laufenden Monats bekannt gegeben, zum anderen findet die EZB-Ratssitzung statt. Inflationsseitig wird nach den unerwartet schwachen Jahresraten im März ein Anstieg erwartet. Dazu beigetragen haben könnte die zwischenzeitliche Erholung der Energiepreise. Inzwischen sinken die Öl-Notierungen aber wieder, sodass die Erwartungen an einen Inflationsanstieg nicht zu hoch geschraubt werden sollten. ... mehr

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