Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - US-Konjunkturdaten im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 26.06.2014

Polen: Ministerpräsident D. Tusk übersteht Vertrauensfrage im Parlament.
Asiens Aktienmärkte tendieren nach guten US-Vorgaben überwiegend freundlich.


Die Diskussion über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ebbt allmählich ab. Nachdem Anfang des Monats ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen wurde, nehmen die Währungshüter eine abwartende Haltung ein, denn die Wirkung der Beschlüsse kann erst mittelfristig beurteilt werden. Anders die Situation in den USA. Hier setzt sich die Rückführung des Anleihekaufvolumens sukzessive fort und Marktteilnehmer diskutieren über den Zeitpunkt der ersten Leitzinserhöhung. Vor diesem Hintergrund spielen einfließende Konjunkturdaten eine große Rolle. Heute sind die Konsumausgaben erwähnenswert, die nach dem Vormonatsrückgang wieder zugelegt haben dürften. Auch bei den privaten Einkommen ist im Mai ein Plus im Rahmen der Konsensschätzung zu erwarten, wodurch das Wachstumsszenario in den USA bestätigt werden würde. Entscheidender für die US-Notenbank ist allerdings der Kerndeflator, der im Mai nochmals steigen und sich damit der Fed-Zielmarke von zwei Prozent nähern dürfte. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind ebenfalls einen Blick wert. Diese liegen mit derzeit 310 Tsd. auf einem sehr niedrigen Niveau und der Vierwochendurchschnitt ist im Trend weiter rückläufig – obwohl er schon jetzt ein Level erreicht hat, der zuletzt vor mehr als sieben Jahren zu beobachten war. Vor diesem Hintergrund scheint sich die Erholung des Arbeitsmarktes fortzusetzen, die eine Grundvoraussetzung für eine Wende in der Geldpolitik ist. Da wir bei den heutigen Zahlen aber keine großen Überraschungen gegenüber den Konsensschätzungen ausmachen, sollte die Zinsfantasie zunächst nicht forciert werden. Grund für eine Verschiebung der Zinserwartungen in die Zukunft gibt es aber auch nicht. In diesem Zusammenhang sei auf die anstehenden Reden von Jeffrey Lacker (Richmond-Fed) und James Bullard (St.-Louis-Fed) hingewiesen. Lacker hat sich zuletzt für eine schnellere Beendigung des Anleihekaufprogramms und einer früheren Zinserhöhung ausgesprochen. Bullard wies vor etwa zwei Wochen auf Verbesserungen am Arbeitsmarkt und andere ermutigende Konjunkturzahlen hin, wodurch er seine Sichtweise bezüglich des Zeitpunktes der Leitzinswende anpassen könne.

Bund-Future: Dem Future ist es nach mehrfachen Versuchen gelungen, die Hürde bei 146,40 und damit das von der Rolldifferenz verursachte Kursgap beim Kontraktwechsel Anfang Juni zu überwinden. Aus technischer Sicht ist der Weg frei bis zum Allzeithoch, das Anfang Mai 2013 bei 147,20 markiert wurde. Erste Unterstützungen lokalisieren wir unverändert bei 145,66 und um 145,00. Trading-Range: 146,00 – 147,40.

Primärmarkt: Zu Beginn der zweiten Wochenhälfte bleibt der europäische Primärmarktkalender leer und auch am Geldmarkt stehen abgesehen von der Auktion 6-monatiger italienischer Bills keine Aktivitäten auf der Agenda.

Nachdem das US-Schatzamt in den vergangenen Tagen bereits neue 2- und 5-jährige Notes mit einem Gesamtvolumen von 65 Mrd. USD begeben hat, steht heute die Emission einer neuen 7-jährigen Anleihe auf dem Programm. Der angestrebte Emissionsbetrag des mit einem Kupon von 2,125 % ausgestatteten und bis Ende Juni 2021 laufenden Papiers liegt bei 29 Mrd. USD. Darüber hinaus entzieht die New-York-Fed dem Markt heute Treasuries der Laufzeiten Februar 2036 bis Februar 2044 im Umfang von bis zu 1,1 Mrd. USD.

NachdemBoE-Gouverneur M. Carney vor knapp zwei Wochen noch andeutete, dass die Zinswende früher erfolgen könnte als von den Marktteilnehmern erwartet, vollzog Carney nun die Kehrtwende. Mit dem Verweis auf nach wie vor unterausgelastete Kapazitäten dämpfte Carney die Zinserhöhungserwartungen wieder. Während die erste Aussage noch zu einem signifikanten Renditeanstieg britischer Staatstitel auf breiter Front geführt hatte, fiel die Gegenreaktion vergleichsweise moderat aus. Mithin scheinen die Marktakteure ihre Zinserhöhungserwartungen aufgrund der jüngsten Äußerungen nicht maßgeblich angepasst zu haben. Am kurzen Ende der Zinskurve sanken die Renditen nach dem temporären Anstieg von über 20 Bp. in den letzten Tagen wieder leicht auf aktuell gut 0,8 %. Per saldo liegt das Renditeniveau im 2-jährigen Laufzeitbereich aber nach wie vor deutlich über dem zu Jahresbeginn. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Renditedifferenz gegenüber Bunds gleicher Laufzeit wider. Konnte der Spread letzte Woche noch ein neues 3-Jahreshoch markieren, engte er sich in den vergangenen Tagen wieder leicht ein.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Aktuelle Kolumnen & Analysen

DAX steigt nach starkem ifo-Index – Ölpreis bleibt Risiko
CMC Markets - Marktberichte - 26.06.2017
Die gute Stimmung in Deutschlands Chefetagen hat den Deutschen Aktienindex zum Start in die neue Woche angetrieben. Mit dem zwischenzeitlichen Sprung über 12.800 Punkte rücken das Allzeithoch und auch die Marke von 13.000 Punkten wieder in greifbare Nähe und dürften ein realistisches Wochenziel darstellen – wenn nicht die Geldpolitik oder auch der Ölpreis zum Spielverderber werden. Denn der starke und entgegen den Erwartungen gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Argument mehr für eine baldige Normalisierung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. ... mehr

Euwax Trends: ifo: Stimmung der Manager steigt weiter - Auftragsschwund in US-Industrie
Börse Stuttgart - Marktberichte - 26.06.2017
Die Stimmung in den deutsche Chefetagen ist weiter gestiegen. Nachdem der ifo-Geschäftsklimaindex bereits im Mai auf 114,6 Punkte und damit den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert war, hatten Ökonomen eigentlich mit einem leichten Rückgang gerechnet. Doch das Barometer zeigt für den Juni 115,1 Zähler an. Das teilte das Münchner ifo-Institut nach seiner Umfrage unter 7.000 Führungskräften mit. Die Manager beurteilten sowohl die Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser. ... mehr

Halvers Kapitalmarkt-Monitor: Je mehr mit dem Aktien-Crash rechnen, desto weniger wird er kommen!
R. Halver I Baader Markets - Indizes - 26.06.2017
Statt Inflationsängsten wird jetzt das Gegenteil befürchtet. Neben dem „Trump-Defekt“ wirken vor allem die fallenden Ölpreise der Reflationierung entgegen. Ist jetzt also die Zeit für einen massiven Aktiencrash gekommen? Bereits zu früheren Zeiten haben schwache Öleinnahmen die Staatsfonds der Ölförderländer veranlasst, Aktien großvolumig zu verkaufen. Ohnehin sind diese hoch bewertet. Und sprechen nicht ebenso die Saisonalität und der im Vergleich überlange Haussezyklus für eine nachhaltige Aktientrendwende? Tatsächlich warten die Crashpropheten sehnsüchtig auf den Tag X. ... mehr

DAX-Fahrplan: Übergeordnet ist die Ampel auf Gelb gesprungen
Admiral Markets - Indizes - 26.06.2017
Der Dax ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 12.774 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit 18 Punkte über dem Wochenschluss der Vorwoche und 8 Punkte über der Eröffnung am Montag der Vorwoche. Die Bullen schoben am Montag gleich mächtig nach Norden: sie schoben den Index in dynamischen Impulsen an und über die 12.800 Punkte-Marke und erreichten am Abend die 12.900 Punkte. Der Dax schaffte es, sich gegen Ende des Tageshandels sogar über der 12.900 Punkte Marke zu etablieren. Am Dienstag setzte sich der Höhenflug fort. Der Dax markierte bei 12.954 Punkten ein neues Allzeithoch. ... mehr

Steigen die Zinsen jemals wieder? Die Rückkehr in die Normalität liegt in weiter Ferne
Lars Erichsen - CFD-Brief - Bonds - 26.06.2017
Liebe Leserinnen, liebe Leser, es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass der Aufschwung an den Aktienmärkten seit der Finanzkrise im Jahr 2008 wesentlich getragen wird durch die Maßnahmen der Notenbanken auf der ganzen Welt. Ohne die massive Senkung der Zinsen, ohne die Anleihekäufe, ohne Quantitative Easing, stünde der DAX heute deutlich tiefer. Und nicht nur der DAX. Der Immobilienverband IVD berichtet, dass die Grundstückspreise in Mittel- und Großstädten innerhalb eines Jahres um bis zu 30 Prozent gestiegen seien. So eine Entwicklung wäre ohne die niedrigen Zinsen völlig ausgeschlossen. ... mehr

Wochenausblick: Kein Ende in Sicht
Börse Frankfurt - Indizes - 26.06.2017
26. Juni 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Stimmen, die ein Ende der schwankungsarmen Aufwärtsbewegung prophezeien, werden lauter. Dennoch blicken Anleger eher auf steigende Unternehmensgewinne, attraktive Dividenden, gute Konjunkturzahlen auch in der Eurozone und die anhaltende Unterstützung durch die Notenbanken. Jedenfalls bewegt sich der DAX weiter auf hohem Niveau, am vergangenen Dienstag wurde sogar ein neues Allzeithoch mit 12.951,54 Punkten erreicht, am Montagmorgen steht der Index bei 12.797 Punkte leicht im Plus. ... mehr

Analyse: DAX verfehlt 13.000 Punkte Marke knapp!
RoboForex I B. Wachsmann - Indizes - 26.06.2017
Der deutsche Leitindex verfehlte in der vergangenen Handelswoche die 13.000 Punkte Marke nur knapp und markierte bei 12.955 Punkten ein neues Allzeithoch. Nachhaltiges bullishes Momentum kam daraufhin allerdings nicht auf, sodass die 13.000 Punkte weiterhin ein abzuarbeitendes Kursziel bleibt. Auch der S&P 500 konnte seinen Konsolidierungsbereich nicht nachhaltig überwinden und bleibt weiterhin unter 2.450 Punkten. Währenddessen setzte der Tech-Index seine Erholung fort. ... mehr

Wochenausblick: Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten - 26. KW. 2017
LYNX Broker - Marktberichte - 26.06.2017
Montag Die neue Woche beginnt am Montag in der europäischen Handelszeit um 10:00 Uhr mit dem ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat Juni und setzt sich mit dem US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Mai um 14:30 Uhr fort. Um 15:45 Uhr publiziert die EZB ihre wöchentlichen Ankaufvolumina für ABS, Pfandbriefe, Unternehmens- sowie Staatsanleihen und um 16:00 Uhr wird der US-Dallas-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe im Juni veröffentlicht. Von der Unternehmensseite berichtet unter anderem SchnitzerSteel (US) über aktuelle Zahlen. ... mehr

DAX greift die 12.800 an – Geldpolitik könnte neue Impulse bringen
CMC Markets - Marktberichte - 26.06.2017
Der Deutsche Aktienindex ergreift erneut die Chance und steigt wieder an die Hochs der vergangenen Woche, verbleibt aber damit weiterhin in seiner eher neutralen Handelsspanne. Der stärkere Wochenauftakt schafft damit zunächst keine neuen Perspektiven. Erst ein Ausbruch über 12.800 Punkte würde neues Kurspotenzial in Richtung 13.000 Punkte eröffnen. Die Anleger warten nun auf neue Impulse von den beiden für morgen angesetzten Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi. ... mehr

Fixed Income Daily - ifo-Geschäftsklimaindex zu Wochenbeginn im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 26.06.2017
Der ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland gibt den Auftakt für den dieswöchigen Veröffentlichungsreigen. Die Vorgaben sind gemischt, denn die ZEW-Umfrage brachte per saldo eine positive Indikation mit sich. Zwar gab der ZEW-Saldo der Erwartungen leicht nach, der ZEW-Lageindex konnte aber nochmals zulegen. Derweil haben sich die Einkaufsmanagerindizes sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Servicesektor auf hohem Niveau abgeschwächt. Da es zudem zu beachten gilt, dass der ifo-Index im letzten Monat auf ein Rekordhoch geklettert war, sollte ein leichter Rückgang nicht überraschen und nicht überbewertet werden. ... mehr

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