Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - US-Konjunkturzahlen mit Enttäuschungspotenzial
Helaba Floor Research - Bonds - 25.06.2014

W. Dudley (Fed) sieht Zinserhöhung Mitte 2015 als vernünftige Prognose an.
Asiens Aktienmärkte tendieren überwiegend schwächer, Nikkei 0,5 % im Minus.


Heute steht mit dem französischen INSEE-Geschäftsklimaindex ein weiterer Stimmungsindikator zur Veröffentlichung an. Die bisherigen Frühindikatoren haben mit Ausnahme des deutschen Industrie-PMIs enttäuscht. Auch der ifo-Index sank stärker als erwartet und der deutliche Rückgang der Geschäftserwartungen lässt darauf schließen, dass sich die konjunkturelle Dynamik im Jahresverlauf abschwächen wird. Während das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland aber weiterhin robust ist und Wachstumssorgen keine Berechtigung haben, sind die Perspektiven in Frankreich getrübt. Vor dem Hintergrund der neuerlichen Abschwächung der vorläufigen Einkaufsmanagerindizes, die nun deutlich im Kontraktionsbereich liegen, sollten die Erwartungen für das Geschäftsklima nicht zu hoch gesteckt werden. Alles in allem dürfte sich die EZB in ihren beschlossenen Lockerungsschritten bestätigt sehen, obwohl das Maßnahmenpaket eher dazu dient, deflationäre Gefahren zu reduzieren und den Kreditmarkt zu beleben.

In den USA stellt man sich die Frage, warum die Zinserhöhungserwartungen nicht in Schwung kommen. Der von den FOMC-Mitgliedern als angemessen erachtete Leitzinspfad spiegelt sich in den derzeitigen Geldmarkt-Futures nicht wider. Heute fällt die Antwort leicht, denn die anstehenden Konjunkturzahlen bergen Enttäuschungspotenzial. Vor allem die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter dürften im Mai stärker gesunken sein als erwartet, denn der Flugzeughersteller Boeing meldet saisonbereinigt weniger Bestellungen als im April. Die Konsensschätzung eines Rückgangs von 0,1 % gg. VM scheint zu optimistisch. Zudem dürfte das Bruttoinlandsprodukts des ersten Quartals erneut nach unten revidiert werden, sodass es heute keinen Grund für eine Forcierung der Zinserwartungen gibt.

Bund-Future: Der Future hat sich gut behauptet, allerdings ist es ihm bislang nicht gelungen, die Widerstände im Bereich 146,33/40 zu überwinden. Sollte es dazu kommen – unterstützt von schwächeren Konjunkturzahlen dies- und jenseits des Atlantiks – wäre der Weg für weitere Gewinne frei, zumal der seit März bestehende Aufwärtstrendkanal intakt ist. In diesem Fall würde die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe die Unterstützungen 1,30/31 ins Visier nehmen. Markante Haltemarken zeigen sich dann erst bei 1,15 % (Jahrestief 2013) und am Allzeittief 1,13 %, das vor zwei Jahren markiert wurde. Erste Widerstände liegen bei 1,42 % und 1,45 %. Trading-Range Bund-Future: 145,40 – 146,60

Primärmarkt: Standen am gestrigen Handelstag in erster Linie Aktivitäten von als sicher geltenden Emittenten im Fokus der Marktteilnehmer, richtet sich der Blick heute in die südliche Europeripherie. Die kombinierte Auktion des italienischen Tesoros aus Nullkuponanleihe und inflationsgeschützter BTP soll insgesamt bis zu 3,5 Mrd. EUR in die italienische Staatskasse spülen. Mit 2,5 Mrd. EUR entfällt der Großteil auf die Erweiterung der bis April 2016 laufenden CTZ (Certificati del Tersoro Zero Coupon). Über die Aufstockung der Mitte März neu begebenen 10-jährigen inflationsgeschützte BTP will Italien zudem bis zu 1 Mrd. EUR aufnehmen. Die Finanzierungskosten dürften sich trotz des jüngsten Renditeanstiegs erneut reduzieren. Aktuell rentiert die CTZ April 2016 am Sekundärmarkt mit 0,65 % rund 20 Bp. unter dem Niveau der letzten Aufstockung Ende Mai und auch das Renditeniveau der BTP€i September 2024 gab zuletzt deutlich nach und liegt derzeit bei gut 1,6 %. Jenseits des Atlantiks begibt das US-Schatzamt eine neue 5-jährige Note und stockt eine 2-jährige Floating Rate Note auf. Das angestrebte Emissionsvolumen liegt bei 48 Mrd. USD. Im Gegenzug entzieht die New-York-Fed dem Markt Treasuries im Umfang von bis zu 2,75 Mrd. USD.

Zwar hat sich der Anstieg des Renditeniveaus 10-jähriger italienischer Staatsanleihen um rund 25 Bp. in den vergangenen eineinhalb Wochen zuletzt nicht fortgesetzt, dennoch scheint der seit Anfang des Jahres zu beobachtende signifikante Renditerückgang in Italien vorerst an Dynamik verloren zu haben. Darauf deutet auch der 10-jährige italienisch-deutsche Renditespread hin, der mit aktuell rund 155 Bp. wieder im Bereich der Niveaus von Mitte April liegt.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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