Kolumnen & Analysen Devisen

DailyFX: Eurozone kommt nicht ins Laufen – Hoffnung in der Peripherie
FXCM Research - Forex - 23.06.2014

Die Flash-Einkaufsmanagerindizes europäischer Länder fielen alles in allem enttäuschend aus, doch boten sie auch einen Hoffnungsschimmer. Der Produktionsindex für die Eurozone, der die Leistungen des Dienstleistungssektors und auch der Industrie einfängt, fiel mit 52,8 Punkten auf ein Sechs-Monatstief. Damit verlangsamte sich zum zweiten Mal in Folge das konjunkturelle Wachstum in der Eurozone. Ein isolierter Blick auf den Index der Industrieproduktion der Eurozone zeigt sogar ein Neun-Monatstief.

Der Abstand zwischen Frankreich und Deutschland, den größten Volkswirtschaften der Eurozone, nahm auch im Juni weiter zu. Zwar wuchs die deutsche Wirtschaft schwächer als erwartet, doch Frankreichs Einkaufsmanagerindizes verharrten im Juni im Schrumpfungsbereich. Trotz einer Expansion der deutschen Wirtschaft und einem Anstieg der Aufträge im deutschen Dienstleistungssektor fiel der Einkaufsmanagerindex Deutschlands auf ein Acht-Monatstief. Das Zugpferd Europas wird voraussichtlich nicht die konjunkturelle Dynamik der ersten Monate aufrechterhalten können. Sollte das beschlossene Maßnahmenpaket der EZB nicht die erhoffte Wirkung auf die Wirtschaft erzielen, so wäre der Weg geebnet für weitere expansive Schritte der EZB und damit auch weiteren Druck auf den Euro. Auch ein weiterer Wertverlust des EUR/USD wäre als Entlastung für die europäische Konjunktur zu werten. Doch leicht sinkende Verkaufspreise dämpfen die Deflationssorgen, gerade die aufgrund des Konflikts im Norden Iraks anziehenden Ölpreise steuern hier gegen. Einen weiteren Hoffnungsschimmer boten die heutigen Daten mit Blick auf die Peripherie Europas. Dort lassen sich anziehende Wirtschaftsleistungen und eine weitere, wenn auch verhaltene, Verbesserung im Arbeitsmarkt erkennen. Die Sorgenkinder Europas verzeichnen somit positive Entwicklungen. Das Wachstum der Peripherie-Länder könnte im Durchschnitt im zweiten Quartal 2014 sogar das stärkste seit 2007 verbuchen.



Großinvestoren setzen weiter auf einen fallenden Euro

Am Terminmarkt bleibt die Aussicht für den EUR/USD anhand der letzten „Commitment of Traders (COT)“- Daten weiterhin einseitig gegen den Euro ausgerichtet, während der EUR/USD mit einem zwischenzeitlichen Anstieg über die 1,36 zumindest kurzzeitig aufatmen konnte. Bereits die sechste Woche in Folge verstärkten Großinvestoren wie Hedgefonds ihre gegen den Euro gerichtete Position. Die von den Großinvestoren gehaltenen Wetten auf einen fallenden EUR/USD Kurs stiegen von 100.924 auf 113.240 Kontrakte an. Kaufkontrakte dieser Marktteilnehmer liegen aktuell nur in einer Größe von 51.405 Kontrakten vor. Bereits seit dem 13. Mai setzen sie mehrheitlich auf einen fallenden EUR/USD Kurs.

Druck auf den Euro bleibt bestehen

Der seit Anfang bestehende Druck auf den EUR/USD würde sich erst oberhalb der 1,368 auflockern, doch zum Ende der Woche versagte der Kurs unterhalb dieses Widerstands. Damit bleibt die Abwärtsstruktur der vergangenen zwei Monate erhalten. Ein Fall unter das Monatstief von 1,35 EUR/USD könnte einen weiteren Abverkauf im Euro anstoßen.

Autor: Niall Delventhal, DailyFX

Über den Autor:
Niall Delventhal arbeitet als Markanalyst für DailyFX.de, dem Research-Arm von FXCM. Er ist studierter Betriebswirt (B. Sc.) und ist sehr börsenaffin. Für seine Bachelorarbeit untersuchte er die missbräuchliche Ausnutzung von Marktmacht am Spotmarkt der Strombörse. Als nächste Fortbildung strebt er den CFA, Chartered Financial Analyst, an. In seinen täglichen Online-Seminaren bietet er neben aktuellen Marktnachrichten, Ratschläge und Lehrinformationen rund um das Thema Trading an. Dabei ist er der Ansicht, dass Informationen und Kenntnisse über die Märkte sowie die Risiken zu besitzen und zu beziehen einem keine Erfolge garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen. Detailliert widmet er sich den Stimmungen an den Märkten. Jeweils zum Wochenbeginn verfasst er den Report „Den großen Spekulanten auf der Spur" und fängt mithilfe der Commitments of Traders Daten primär für FX-Märkte die Positionierung und das Verhalten institutioneller Händler ein.

DailyFX.de veröffentlicht täglich Artikel zu politischen und wirtschaftlichen Nachrichten und deren Einfluss auf die Märkte sowie technische Analysen zu Währungen, Rohstoffen und Indizes. Darüber hinaus finden Sie auf DailyFX.de eine Vielzahl praktischer Tools wie Handelssignale oder Markt-Alarme sowie einen umfangreichen Wirtschaftsdatenkalender. @NiallDelventhal folgen @DailyFX_DE folgen

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15. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Einige mittelfristig orientierte institutionelle Investoren haben in den vergangenen Wochen ein recht glückliches Händchen bewiesen. So gelang es etwa einem Teil der Befragten, nicht nur die günstigsten Einstiegskurse für den DAX seit der vergangenen Stimmungserhebung zu erwischen, sondern auch das untere Ende einer möglichen neuen Konsolidierungszone zu markieren. Das sich daraus vielleicht auch mehr als eine Seitwärtsbewegung entwickeln könnte, zeigt unsere heutige Umfrage, die mit einem Sentiment-Index von +18 Punkten - das bedeutet einen Zuwachs von 17 Punkten gegenüber der Vorwoche - den bislang größten Optimismus in diesem Jahr ausweist. ... mehr

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Rohstoffe: Goldpreis trotzt Zinsanstieg
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22. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). An den Rohstoffmärkten steht Gold wieder im Mittelpunkt des Interesses - vor allem wegen der zahlreichen politischen Unsicherheiten. Doch auch die anderen Edel- und Industriemetalle haben in diesem Jahr im Preis ordentlich zugelegt. Beim Öl tut sich hingegen nicht mehr viel. Dag Rodewald von der UBS meldet hohe Zuflüsse in breit aufgestellten Rohstoff-ETFs wie dem UBS CMCI Composite (WKN A1C79N) sowie dem UBS ETFs CMCI ex-Agriculture (WKN A141AP), der Agrarprodukte ausschließt. ... mehr

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Euwax Trends: Dax nimmt erneut die 12.000 Punkte
Börse Stuttgart - Marktberichte - 22.02.2017
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Devisen: Euro gibt weiter nach und der Greenback profitiert von Zinsspekulationen!
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DAX knackt die 12.000 – Die beste aller Börsenwelten
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DAX auf Jahreshoch – M-DAX auf Rekordniveau
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Rekordjagd an der Wall Street setzt sich fort Heute Vormittag steht der ifo-Geschäftsklimaindex im Mittelpunkt des Interesses. In den letzten Monaten war das Stimmungsbild in der Eurozone und speziell in Deutschland solide, was auf eine fortgesetzte Wachstumsphase hindeutet. Allerdings enttäuschten die Daten zur Industrieproduktion und die sentix- und ZEW-Umfragen zeigten eine schwächere Tendenz an. Demgegenüber haben die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes deutlich positiv überrascht. Der Industrie-PMI legte den dritten Monat in Folge zu und liegt mit 57,0 Punkten auf einem sehr hohen Niveau. ... mehr

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