Kolumnen & Analysen Devisen

Halvers Kapitalmarkt-Monitor: Cause in this world of trouble, my Fed pulls me through (Frei nach John Miles)
R. Halver I Baader Markets - Indizes - 23.06.2014

Die Terroraktionen der ISIS schüren Bedenken vor einer Eskalation im ohnehin instabilen Nahen Osten und vor Rohöl-Lieferengpässen des zweitgrößten Ölproduzenten Irak. Der Ölpreis liegt auf dem höchsten Stand seit neun Monaten.

Die aktuell sehr robusten Finanzmärkte gehen jedoch nicht von dauerhaft hohen Ölpreisen als Bremsklotz für die Weltkonjunktur aus. Sie vertrauen darauf, dass die sich formierende Gegenwehr aus irakischen Militärkräften mit internationaler Unterstützung einen weiteren Vorstoß der extremistischen Milizen insbesondere in die strategisch wichtigen Ölfelder des Iraks und die Logistikzentren des Ölexports im Süden des Landes verhindern wird.

Immerhin drücken die geopolitischen Unsicherheitsfaktoren auf die Stimmung der Konjunkturerwartungen des ZEW, die von 33,1 auf 29,8 Punkte leicht nachgegeben haben. Insgesamt rechnen die vom ZEW befragten Finanzanalysten nicht mit einer Konjunkturverbesserung, sondern eher mit einer Verstetigung der deutschen Wirtschaft auf dem aktuellen Niveau. Der DAX hätte damit ZEW-seitig kaum mehr Potenzial. Allerdings sind die Analysteneinschätzungen im Vergleich zu den direkten Unternehmensbefragungen des ifo Instituts typischerweise deutlich kritischer.

Die Fed-Zinsgeschichte wiederholt sich nicht

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken, der Konjunkturgefahren steigender Rohölpreise sowie der winterbedingten Wachstumsdelle im I. Quartal zeigt sich die US-Notenbank auf ihrer letzten Sitzung vergleichsweise zurückhaltend. Auch der IWF hat seine US-Konjunkturprognose für 2014 von 2,8 auf 2 Prozent herunter revidiert.

Grundsätzlich will man der US-Wirtschaft den wichtigen zinspolitischen Stützpfeiler noch nicht entziehen. Die Fed betonte erneut, dass es keine festgelegte, automatisierte Formel für eine erste Zinserhöhung gibt und dass das Niedrigzinsniveau auch nach dem voraussichtlichen Ende des Anleihenaufkaufprogramms im Herbst 2014 noch für längere Zeit bestehen wird. Auch von einer steigenden Inflationsrate auf zuletzt 2,1 Prozent lässt sich Frau Yellen nicht aus ihrem Zinskonzept bringen. Hier wird die primär konjunkturstützende Politik der Fed deutlich. Insbesondere die von ihr als elementar betrachtete Erholung am US-Arbeitsmarkt verläuft noch zu langsam. Laut Schätzungen des IWF kehrt die US-Wirtschaft frühestens Ende 2017 zur Vollbeschäftigung zurück. Dieser Zustand ist für die Fed bei einer Arbeitslosenquote von 5,6 bis 5,2 Prozent erreicht.

Behutsame Zinserhöhungen frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2014

Eine Zinswende ist daher frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2015 - und dann auch nur in behutsamen Trippelschritten - zu erwarten. Die Fed hat aus ihren früheren Fehlern gelernt. Denn ihre deutlichen Zinserhöhungen im Vorfeld der Dotcom- und Immobilienblase haben nicht nur diese zum Platzen gebracht. Anschließend musste auch die US- und Weltwirtschaft massive Kollateralschäden ertragen. Ein starker zinspolitischer Gegenwind der Fed bleibt den globalen Aktienmärkten erspart.

Ohnehin ist die eindimensionale Betrachtung der Notenbankzinsen für die Beurteilung der Finanzmärkte nicht ausreichend. Bedeutsamer ist die Zinsstrukturkurve. Ist diese steil, d.h. sind die Renditen von länger laufenden US- Staatsanleihen höher als die US-Notenbankzinsen, liegt ein insgesamt positives Investitionsklima vor, bei dem es sich lohnt, kurzfristig zinsgünstig aufgenommenes Notenbankgeld längerfristig in höher rentierliche Anlageformen wie Aktien anzulegen. Selbst bei Annahme steigender US-Notenbankzinsen bis 1,75 Prozent und zunehmender Renditen bei 10-jährigen US-Staatsanleihen von etwa 3,9 Prozent, jeweils bis Ende 2016, bleibt die Zinsstrukturkurve investitions- und damit auch aktienfreundlich. Nicht zuletzt wird damit Turbulenzen an den Finanzmärkten der weltkonjunkturell bedeutenden Emerging Markets vorgebeugt. Denn in Folge inverser US-Zinsstrukturkurven 2001 und 2007/2008, bei denen die Notenbankzinsen oberhalb der Anleiherenditen lagen, brachen nicht nur die Kapitalmärkte der Schwellenländer ein, sondern litt auch die Realwirtschaft unter Kapitalabzug. Insofern wird die Fed über ihre Notenbankzinssteuerung auch zukünftig alles unternehmen, um die Zinsstrukturkurve zum Wohle der Aktienmärkte und der kaufkräftigen Volkswirtschaften der Emerging Markets steil zu halten.

Was ist eigentlich mit…Osteuropa?

Die Volkswirtschaften Osteuropas sind grundsätzlich stabil. Im Vergleich zu entwickelten Industriestaaten weisen sie ein dynamischeres Konjunkturwachstum bei gleichzeitig wesentlich niedrigerem Schuldenstand auf. In Euro-Ländern wie Italien und Frankreich dürfte der Schuldenstand über die absehbare politische Aufweichung der Stabilitätskriterien zukünftig noch weiter zunehmen. Wird das US-Konjunkturwachstum im laufenden Jahr vom IWF auf zwei Prozent bei einem Schuldenstand im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von über 100 Prozent eingeschätzt, glänzen Tschechien, Ungarn oder Polen mit einem projizierten Wachstum zwischen zwei und drei Prozent bei nur halb so hohem Schuldenverhältnis. Selbst gegenüber den großen Emerging Markets wie Brasilien oder Südkorea müssen sie die Osteuropäer fundamental nicht verstecken.

Seit Jahresbeginn ist ein entsprechend positives Bild an den osteuropäischen Aktienmärkten - in Euro gerechnet - zu beobachten. Zwar hatten russische Aktien bis Mitte März deutlich unter den befürchteten Wirtschaftssanktionen des Westens in Folge der Ukraine-Krise zu leiden, die bis dato nicht wieder vollständig aufgeholt werden konnten. Im Gegensatz dazu zeigen sich tschechische, polnische und selbst ukrainische Aktien jedoch wenig von geopolitischen Risiken beeindruckt. Während die Kursgewinne ukrainischer Aktien von rund 17 Prozent sicherlich eher spekulativen Charakter haben, profitieren z.B. polnische und tschechische Aktien von vergleichsweise niedrigen Lohnkosten sowie gut ausgebildeten, überdurchschnittlich jungen Arbeitskräften, einem sich dynamisch entwickelnden Mittelstand sowie der regionalen Nähe zu den wichtigen westeuropäischen Exportmärkten.

Osteuropäische Aktien stellen aufgrund ihrer fundamentalen Robustheit eine attraktive europäische Anlageoption, mindestens aber Depotbeimischung, dar. Den Vergleich zu euroländischen Aktien - in Euro gerechnet - müssen sie nicht scheuen.

Aktuelle Marktlage und Charttechnik

Trotz der geopolitischen Risiken halten sich die Aktienmärkte sehr robust und sind sogar in Rekordlaune. Dennoch sind mit Blick auf den Irak oder auch die Ukraine über den Sommer nervöse Seitwärtsbewegungen möglich. Mit einer Entspannung der Situation im Irak, einer politischen Annäherung zwischen der Ukraine und Russland, weiter an Fahrt gewinnenden Volkswirtschaften der Schwellenländer und - mittlerweile langweilig - der geldpolitischen Dauerberieselung bleiben die Aufwärtskräfte für Aktien bis Ende des Jahres weiter erhalten.

Insbesondere die konjunkturelle Großwetterlage dürfte den Anlegerfokus im zweiten Halbjahr wieder auf die fundamentalen Qualitäten deutscher Aktien legen. Hier kommt deutschen Aktien auch ein sich abschwächender Euro zugute. Die EZB wird alles unternehmen, um die Gemeinschaftswährung endlich unter die Unterstützung von 1,35 zum US-Dollar zu drücken, um anschließend eine weitere Euro-Schwäche zum Wohle der euroländischen Exportindustrie zu begünstigen.

Überhaupt, vergleicht man seit dem Euro-Rettungsversprechen Mario Draghis im Juli 2012 die Entwicklung des italienischen und spanischen mit dem deutschen DAX-Kursindex - also jeweils ohne Berücksichtigung von Dividenden - werden die fundamental berechtigten Nachholeffekte deutscher Aktien für das zweite Halbjahr 2014 deutlich.

Aus charttechnischer Sicht sollten Anleger eine Wiederaufnahme der Korrektur in Betracht ziehen, da der DAX noch überverkauft ist. Dabei besteht der erste, wenn auch schwache Widerstand bei 9.921 Punkten. Darunter wartet die erste solide Unterstützung bei 9.800 Punkten, wobei diese Auffanglinie durch die noch nicht geschlossene Kurslücke zwischen 9.822 und 9.779 Punkten verstärkt wird. Letztlich bietet die Marke bei 9.720 und im Bereich von 9.600 Punkten Halt.

Umgekehrt ist auf dem Weg nach oben Platz bis zum bisherigen Allzeithoch bei 10.033 Punkten. Sollte diese Marke kurzfristig überwunden werden, ist Platz bis rund 10.200 Punkten und darüber bis zur oberen Begrenzung des seit Juni 2013 bestehenden Aufwärtstrendkanals bei derzeit 10.700 Punkten.

Und was passiert in der nächsten Woche?

In den USA dürften die Auftragseingänge langlebiger Güter im Mai nach drei starken Vormonaten eine Verschnaufpause einlegen. Die US-Konsumausgaben sollten nach ihrem Ausrutscher im April wieder positive Zuwachsraten erzielt haben. Auch der vom Conference Board veröffentlichte Index des US-Verbrauchervertrauen wird nicht enttäuschen.

In Euroland stehen die Einkaufsmanagerindices im Fokus. Danach dürfte die Konjunkturerholung in Euroland weiterhin nur langsam voranschreiten. Die Stimmung im Dienstleistungs-Subindex sollte auf hohem Niveau bleiben. Für den Sub-Index des Verarbeitenden Gewerbes ist ein leichter Rückgang zu erwarten.

In Deutschland dürften sich das ifo Geschäftsklima stabiler als die ZEW-Einschätzungen präsentieren.

Der Autor dieses Artikels ist Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank AG. - www.bondboard.de

Disclaimer
Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beiträge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgfältig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zugänglichen Quellen und Daten Dritter, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Gewähr übernehmen können. Sie stellen eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung dar.

Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empfänger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des § 34b WpHG dar und genügen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.

Es wird keine Gewähr für die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie für die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und für deren zukünftige Wertentwicklung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen.

Durch das Zurverfügungstellen dieser Informationen wird der Empfänger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empfänger gegenüber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empfänger dieser Informationen zustande.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an fünf deutschen Börsen als Skontroführer tätig ist und es möglich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen hält. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausführungen in dem Dokument "Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft" das Sie unter www.baaderbank.de abrufen können.

Der Versand oder die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enthält möglicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden können und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung für den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links übernehmen.

Copyright © 2012: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland.

Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Auslandsaktien: Beliebte US-Smallcaps
Börse Frankfurt - Indizes - 23.03.2017
23. März 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Small is beautiful: Der SDAX ist vor wenigen Wochen auf ein neues Allzeithoch geklettert. Auch die US-Nebenwerte, gemessen zum Beispiel am Nebenwerteindex Russell 2000, erreichten Anfang März ein Rekordhoch. Der Russell 2000 bildet die 2.000 kleinsten Unternehmen des Russell 3000 ab, der wiederum die 3.000 größten US-Titel enthält - und damit für 98 Prozent des gesamten US-Aktienmarkts steht. Nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten haben sich Smallcaps überdurchschnittlich entwickelt und konnten die Largecaps hinter sich lassen. ... mehr

DAX erobert die 12.000 zurück – Banger Blick nach Washington
CMC Markets - Marktberichte - 23.03.2017
Noch bleibt an der Börse erst einmal alles beim Alten – der Aufwärtstrend ist weiter intakt. Kleinere Rückschläge werden von denjenigen zum Einstieg genutzt, die bislang aufgrund der Unsicherheiten sehr zögerlich agiert haben. Beim Deutschen Aktienindex hat so die Region um 11.850/11.900 Punkte gehalten, der Index konnte mit etwas Rückenwind von der Wall Street am Nachmittag sogar die Marke von 12.000 Punkten zurückerobern. Allerdings steht eine Entscheidung noch aus. ... mehr

Euwax Trends: Steigende Inflation trübt Konsumlaune - Ölpreise stabilisieren sich – DAX legt leicht zu
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.03.2017
Der Index für das Konsumklima in Deutschland ist im April um 0,2 auf 9,8 Punkte gefallen. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu ihrer Umfrage unter 2.000 Verbrauchern berichtete, ist dies der tiefste Stand seit November. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem stabilen Wert gerechnet. Den Marktforschern zufolge hätten vor allem die zuletzt spürbar gestiegenen Preise für Energie bei den Konsumenten Spuren hinterlassen. Dadurch würden sie die Kaufkraft ihrer Einkünfte beeinträchtigt sehen. Die Teuerungsrate hatte im Februar mit 2,2 Prozent das höchste Niveau seit viereinhalb Jahren erreicht, während sie 2016 im Jahresschnitt nur bei 0,5 Prozent lag. ... mehr

Baader Bond Markets: Wachsende Zweifel an D. T.
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 23.03.2017
Dass D. T., der Unberechenbare, die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, wonach nur noch 37% der Amerikaner seine Arbeit als positiv bewerten, postwendend als „Fake News“ abtut, mag nicht verwundern. Offensichtlich aber weht dem US-Präsidenten der Wind doch stärker ins Gesicht, als er gemeinhin wahrhaben möchte. Nicht nur dass der Chef des FBI, James Comey, die Abhörvorwürfe gegen Vorgänger Barack Obama als „Nonsense“ brandmarkte und damit Trump der Lüge bezichtigte. Nein, auch die magische Kraft des Faktischen scheint sich gegen Trump zu wenden. ... mehr

DAX stabilisiert sich um 11.900 – Trumps erste große Prüfung
CMC Markets - Marktberichte - 23.03.2017
Die Blicke der Investoren sind heute eindeutig nach Washington gerichtet. Es geht darum, ob Donald Trump seinen ersten Test besteht, den mehrheitlich mit Republikanern besetzten Kongress von seinen durchaus kontroversen Plänen zu überzeugen. Heute geht es um die Reform des Gesundheitssystems. Nicht wirklich ein Thema, auf dass die Börsen im Normalfall reagieren sollten. Allerdings werden sie aus dem Ausgang dieser Abstimmung Rückschlüsse auf die weiteren, wirtschaftlich viel wichtigeren Projekte wie die angekündigte Steuerreform ziehen. ... mehr

WTI: Notierungen geben weiter nach!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 23.03.2017
In der Vorwoche hatten die Erdölpreise einen starken Preisrutsch zu verkraften. So viel WTI deutlich unter die 50,- USD Marke zurück und konnte diese im Wochenverlauf auch nur temporär wieder zurückerobern. Nachdem die Haltung der Opec als Hauptargument für den Preisrutsch genannt wurde, kamen am Dienstag wieder positive Meldungen von Seiten des Ölkartells. Demnach erwägt die Opec die Produktionskürzungen über den Juni hinaus zu verlängern. Hierbei gilt es aber noch ein wichtiges Problem zu lösen. Dass hier nach wie vor Bedarf besteht, zeigten am gestrigen Nachmittag abermals die US-Erdöllagerbestände. ... mehr

Aktienmärkte: Risikoaversion nimmt wieder zu
Helaba Floor Research - Indizes - 23.03.2017
Frankreich: Laut Umfrage wird Kandidat Macron die Wahl klar gewinnen Heute endet die Bieterfrist für den vorerst letzten gezielten Langfristtender (TLTRO II), der von der Europäischen Zentralbank durchgeführt wird. Die Zuteilung erfolgt morgen. Spekulationen auf eine baldige Rückführung des Anleihekaufvolumens und auf steigende Leitzinsen lassen den Zinssatz von maximal 0 %, zu denen Geschäftsbanken über den TLTRO II Geld für vier Jahre aufnehmen können, attraktiv erscheinen. Allerdings spricht der bereits sehr hohe Liquiditätsüberschuss gegen eine zusätzliche Mittelaufnahme. ... mehr

Fixed Income Daily - GfK-Konsumklimaindex im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 23.03.2017
Asiatische Aktienmärkte uneinheitlich – China schwächer. Ölpreis (WTI-Future) leicht erholt, wieder über 48 USD/Fass. Heute steht der GfK-Konsumklimaindex zur Veröffentlichung an. Im Vormonat kam es zu einem leichten Stimmungsrückgang, wofür die Marktforscher der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforscher den Inflationsanstieg verantwortlich gemacht haben. Darüber hinaus könnte die protektionistische Politik von US-Präsident Trump Arbeitnehmer exportorientierter Unternehmen verunsichert haben. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0700 – 1,0850.
Helaba Floor Research - Forex - 23.03.2017
Stimmungsindikatoren und realwirtschaftliche Entwicklungen standen zuletzt nicht im Einklang. Dies gilt für die USA, denn dort haben ISM-Indizes, regionale Fed-Umfragen oder auch das Mittelstandsbarometer im Nachgang zur Präsidentschaftswahl teilweise deutlich zugelegt. Im Kontrast dazu steht die Indikation zum BIP-Wachstum des ersten Quartals. Das von der Fed in Atlanta auf Basis einer Reihe von monatlichen Datenveröffentlichungen ermittelte GDPNow steht aktuell bei einer Wachstumsrate von nur 0,9 %. Inzwischen ist diese Diskrepanz auch von Fed-Vertretern bemerkt worden. ... mehr

Vier neue ETFs: US-Unternehmen mit Fokus auf vier verschiedene Branchen
Börse Frankfurt - Trading Business - 23.03.2017
23. März 2017. FRANKFURT (Deutsche Börse). Blackrock erweitert das ETF-Angebot auf Xetra und dem Frankfurter Parketthandel. Mit den vier neuen iShares ETFs erhalten Anleger die Möglichkeit, gezielt in die größten Unternehmen einzelner Sektoren am US-amerikanischen Aktienmarkt zu investieren, gemessen an der Marktkapitalisierung. Die vier ETFs investieren in Unternehmen verschiedener, nach dem "Global Industry Classification Standard" (GICS) definierter Branchen. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<