Kolumnen & Analysen Devisen

Smartest Finance Market Snapshot – ZEW: Vorgeschmack?
Slavisa Dosenovic - Marktberichte - 18.06.2014

Deutsche Konjunktur erfährt erneut eine Verlangsamung

Von Seiten des ZEW in Mannheim wurde erneut ein Sinken des vielbeachteten Barometers am Dienstag bekanntgegeben. Dieses Mal, übrigens das sechste in Folge, wurden 29,8 Punkte und somit das niedrigste Niveau seit dem Ende 2012 festgehalten. Selbstverständlich ist das auch nur eine Statistik und Statistiken dienen immer einem Zweck. Es bietet sich somit an, sich immer die Frage zu stellen: Cui bono? Grundsätzlich sollte man daher nur Statistiken Beachtung schenken, wenn man sie selbst erstellt hat. Statistiken sind nette Zahlenspielereien, die wunderbar beruhigen können, wenn man an sie glaubt. So eine Art Religion für Akademiker, wobei sich das Konfidenzintervall sehr oft als der Satan persönlich erweist.

Statistik und ihre Vorhersagekraft

Wie die Religion selbst ist sie jedoch vollkommen nutzlos für den Glaubenden, da die Statistik nur sehr geringe Vorhersagekraft für die Zukunft hat und den wirklichen Impulsgebern gnadenlos ausgeliefert ist. Quasi der vollkommene Holzweg, bei dem am Ende als Belohnung der blanke Hohn von den Wissenden auf einen wartet. Nach circa 15 Jahren Markterfahrung kommt die vollkommene Desillusionierung, dann wird man in der Regel zu einem Realisten. Die Glaubenden sind dann oft bereits Jahre zuvor vom Markt weggefegt worden, im Fegefeuer der Statistiken verschwunden und elendig langsam qualvoll verbrannt. Auf was möchte ich hinaus? Die Volkswirtschaften sind am Ende, unsere Gesellschaften auch. Das sehen Sie daran, dass krampfhaft interdisziplinär nach Lösungen gesucht wird. Mittlerweile fühlen sich viele dazu berufen interdisziplinär in die Wirtschaft einzugreifen.

Einige Soziologen sind damit beschäftigt Modelle des Vertrauensverlustes zu entwerfen, um die Krise zu erklären. Viele Hirnforscher machen Hirnstrukturen für die Verschlimmerung der Krise verantwortlich. Die Forschungsergebnisse sind sehr oft vollkommen belanglos, da sie meistens nur deskriptiver Natur sind. Es ist dennoch schön zu sehen, dass die Gesellschaft einen dafür bezahlt, sein Steckenpferdchen abzureiten. Funktioniert natürlich nur, wenn man in dem System, das stark an ein Absegnen der Besitzverhältnisse erinnert, auch unterkommt.

Smartest Finance wünscht Ihnen einen angenehmen Handelstag.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie in unserem Blog (http://www.solomon-trader.com/forex-blog/) sichten.

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Hüfners Wochenkommentar: "Euro ohne Deutschland?"
Börse Frankfurt - Forex - 23.02.2017
23. Februar 2017. MÜNCHEN (Assenagon). Vor ein paar Tagen sprach ich in Wien mit dem Vorstand einer renommierten österreichischen Privatbank über die Probleme in der europäischen Währungsunion. In vielen Punkten waren wir unterschiedlicher Meinung. Schließlich meinte er resignierend (freilich nicht ganz ernst gemeint): Dann bleibt doch nur, dass Deutschland aus dem Euro ausscheidet. Das ist eine Meinung, die ich in letzter Zeit häufiger höre. Ich vermute, dass sie an Gewicht gewinnen wird, wenn es im Euro zu noch größeren Spannungen kommen sollte und - Gott sei's geklagt - vielleicht sogar ein Mitglied ausscheidet. ... mehr

DAX tut sich schwer mit der 12.000 – Euro vermiest die Stimmung
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Ein im Tagesverlauf wieder stärkerer Euro hat heute die Investoren verschreckt, die als nächstes Kursziel für den Deutschen Aktienindex schon das Allzeithoch einkalkuliert hatten. Trotz neuer Rekordhochs an der Wall Street konnte der DAX deshalb die 12.000er Marke auch heute nicht hinter sich lassen. Damit bleibt die Entwicklung der Gemeinschaftswährung das Zünglein an der Waage, was die weitere Entwicklung am deutschen Aktienmarkt angeht. Eigentlich ist ein stärkerer Euro zwar positiv, drückt sich darin doch auch eine geringere Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs Le Pens bei den französischen Präsidentschaftswahlen aus. ... mehr

Auslandsaktien: Nasdaq klettert immer weiter
Börse Frankfurt - Indizes - 23.02.2017
16. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Betrachtet man die jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommission, dann geht es aufwärts mit der Konjunktur in der Währungsgemeinschaft. Für das laufende Jahr erwartet Brüssel für den Euroraum mit 1,6 Prozent ein um 0,1 Prozent höheres Wachstum des Bruttoinlandprodukts als bisher angenommen. Im Prognose-Zeitraum bis 2018 soll es demnach erstmals seit fast zehn Jahren in allen Mitgliedsländern eine Entwicklung im positiven Bereich geben. Auch bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der Neuverschuldung kämen die Staaten voran. ... mehr

Euwax Trends: Dax : weiter Ringen um die 12.000 Punkte
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.02.2017
Bilanzen von Henkel und ProSiebenSat.1 11.998,59 – was klingt wie ein Sonderangebot für einen Kleinwagen ist der Dax Schlussstand vom Mittwoch. Und das Ringen um die 12.000 Punkte geht weiter und damit der Angriff auf das Allzeit-Hoch. Doch am Donnerstag kommt der Dax nicht vom Fleck. Zahlen kommen heute unter anderem von ProSiebenSat.1 und Henkel aus der ersten Börsenreihe. Die Vorgaben sind gemischt: Der Dow Jones legt zu, der Nikkei gibt leicht nach. ... mehr

Baader Bond Markets: EZB und Fed nehmen Bondmärkte in den Schwitzkasten
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 23.02.2017
Die internationalen Rentenmärkte steuern auf eine Zerreißprobe zu, welche in der gegensätzlichen Ausrichtung der Geldpolitik von Europäischer Zentralbank (EZB) und der US-amerikanischen Notenbank (Fed) begründet ist. Während die Fed sich infolge steigender Inflationszahlen, guter Konjunkturdaten und zu erwartender Stimuli seitens der neuen US-Regierung mit steigenden Zinsen auseinandersetzt, hält die EZB an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Und das obwohl auch in der Eurozone höhere Inflationszahlen zu beobachten waren. In Deutschland ist für den Januar sogar mit einer Rate von 2% zu rechnen. ... mehr

Analyse: Analystenschätzungen halten WTI auf Kurs!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 23.02.2017
Die Rohölnotierungen hielten sich auch in der letzten Handelswoche auf ihren Kursniveaus und verzeichneten keine nennenswerten Abgaben. Allerdings gibt es auch keinen neuen Impuls für dynamische Anstiege auf der Oberseite. Aus fundamentaler Sicht bleibt die Perspektive ebenfalls unverändert, sodass die Marktteilnehmer weiterhin auf den nächsten entscheidenden Impuls warten. Am Dienstag verhalf ein Analystenkommentar der Citigroup WTI auf ein neues Monatshoch. Übergeordnete Marktsituation WTI - 23. Februar 2017 Dieses Monatshoch geht einher mit dem Vorvortageshoch und stellt den nächsten übergeordneten Widerstand bei 55,05 USD dar. ... mehr

DAX tanzt um die 12.000 – Euphorie hält sich in Grenzen
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Der Deutsche Aktienindex notiert das erste Mal seit April 2015 wieder über 12.000 Punkten. Der Anstieg vor zwei Jahren wurde begleitet durch einen Kanon an Kommentatoren, die fast unablässig auf die Alternativlosigkeit der Aktie hinwiesen. Dieser überbordende Optimismus pro Aktie herrscht heute nicht mehr vor – das ist ein gutes Zeichen. Gerade auch deshalb, weil die Alternativlosigkeit der Aktie in Deutschland noch viel dramatischer geworden ist. Die Inflation liegt deutlich über den Nominalzinsen. Da der Zins aber immer nur das ist, was real übrig bleibt, erleiden Sparer echte Kaufkraftverluste. ... mehr

DAX kämpft mit psychologisch wichtiger 12.000er-Marke
Helaba Floor Research - Indizes - 23.02.2017
Fed: Eine geldpolitische Straffung könnte „recht bald angebracht“ sein In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

Fixed Income Daily - Unsicherheiten machen sich bei Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar
Helaba Floor Research - Bonds - 23.02.2017
In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0460 – 1,0635
Helaba Floor Research - Forex - 23.02.2017
Im Datenkalender finden sich kaum Einträge, die von der wieder stärker brodelnden Euro-Krise ablenken könnten. Die politische Verunsicherung im Kontext der Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und möglicherweise auch in Italien ist dafür verantwortlich und so werden konjunkturelle Veröffentlichungen vor allem dann beachtet, wenn sie die Euro-Krisenstimmung eher befeuern als lindern. Dies dürfte auch für das INSEE-Geschäftsklima gelten. Echten Einfluss auf das Marktgeschehen erwarten wir nur für den Fall einer Enttäuschung. ... mehr

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