Kolumnen & Analysen Devisen

Bund Future - Erwartete Trading Range: 144.21 -145.81
Helaba Floor Research - Bonds - 18.06.2014

Trading Range: 144.21 -145.81
Tendenz: schwach


Die ZEW- Umfrage zeichnet für Deutschland weiter ein robustes Konjunkturbild und liefert für das Ifo- Geschäftsklima leicht positive Vorgaben. Die deutlich gestiegene Lagebeurteilung (67.7 nach 62.1) gleicht dabei den unerwartet starken Rückgang bei der Erwartungshaltung (29.8 nach 33.1) mehr als aus.

Die Auswirkung der Stimmungsindikatoren auf das Marktgeschehen blieben aber vor Beginn des FOMC- Meetings überschaubar. Der Irak- Konflikt und die Unsicherheit in der Ukraine dämpfte zudem den Aktionismus an den internationalen Finanzmärkten. Höhere Inflationszahlen in den USA schürten jedoch die Angst vor einer strafferen Geldpolitik der US- Notenbank.

Bundesanleihen traten angeführt von langen Laufzeiten ihren US- Pendants folgend den Rückzug an. Begleitet von immer noch geringen Umsätzen konnten sich auch kurze und mittlere Fälligkeiten dem Druck nicht ganz entziehen. Die leichte Entspannung an der Teuerungsfront in Großbritannien half nur temporär.

Anleihen in der EU- Peripherie halten sich auf niedrigen Spreadniveau erstaunlich gut. Der Renditeabstand 10- jähriger italienischer (2.82 %), spanischer (2.70 %) und portugiesischer Bonds (3.44 %) veränderte sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen nur marginal. Kurzfristig orientierte Anleger nahmen aber bei kurzen und ultralangen Fälligkeiten Gewinne mit. Franzosen (1.87 %) und Belgier (1.89 %) hielten ihren Abstand zu Bunds.

Am US-Bondmarkt sind die Kurse nach höheren Teuerungsraten deutlich gefallen. Die Verbraucherpreise sind im Mai stärker als erwartet um 0.4 % gestiegen. Im Jahresvergleich lagen sie bei 2.1 % (Kernrate 2 % nach 1.8 %) und erhöhen den Druck auf die Notenbank, schon bald nach Beendigung der Anleihekäufe die Zinswende einzuleiten. Die etwas niedrigeren Baubeginne und - genehmigungen liefern dagegen keine negativen Hinweise auf die Entwicklung im Immobiliensektor. US- Treasuries tendieren heute in Fernost trotz der freundlichen Aktienbörse in Tokio gut behauptet.

Der Bund- Kontrakt (145.10) verlor 54 Stellen, Bobl (127.57) und Schatz (110.63) gingen 22 bzw. 2 ½ Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.40 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 136 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 6 BP höher bei 2.65 %. Der Euro verbilligt sich leicht auf 1.355 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 106.4 Dollar.

Das Warten hat ein Ende! Heute berät der geldpolitische Rat der US- Notenbanküber die nächsten Schritte. Steigende Inflationsraten, fallende Arbeitslosenquoten und zunehmende Konjunkturdynamik sprechen für einen baldigen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

Am Primärmarkt versteigert Spanien heute April 2017 & Juli 2019 SPGBs im Volumen von 2-3 Mrd. Euro. Das geringe Volumen ist der außerordentlich erfolgreichen Auktion (9 Mrd. Euro) der 10-jährigen Anleihe in der vergangenen Woche geschuldet. Die Finanzagentur des Bundes stockt die 10-jährige Bundesanleihe um 5 Mrd. Euro auf. Die Republik Zypern begibt eine 5- jährige Anleihe im Benchmarkformat, die im Renditebereich von 5 % angeboten wird. Frankreich ist mit 2- & 5-jährigen OATs im Volumen von insgesamt 8 Mrd. Euro tags darauf am Start.

Das Land NRW stockte eine im Jahr 2033 fällige Anleihe um 100 Mio. Euro bei Midswap +14 BP auf. Die NRW.Bank begab eine 5-jährige Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +2 BP. Westpac Securities NZ Limited emittierte einen 5-jährigen neuseeländischen Covered Bond im Volumen von 750 Mio. Euro bei Midswap +20 BP. Nationwide Building Society hat das Mandat für einen Covered Bond vergeben, weitere Einzelheiten stehen noch nicht fest.

Technik:
Der Bund- Future scheiterte erneut im Widerstandsbereich zwischen 145.70 und 145.80, verlor im Verlauf deutlich an Boden und schloss (145.10) 54 Stellen unter Vortagsniveau. Der Ausblick im Tageschart trübt sich wieder ein, die Indikatoren sind negativ zu werten. Die Indikatoren auf Wochenbasis verlieren an Schwung, der seit Anfang des Jahres etablierte Aufwärtstrend (144.83) liegt weiter in Reichweite.

Unterstützungen liegen bei 145.02 (Tief v. 17.06.), 144.90/91 (Tief v. 12./13.06.), 144.83 (Wochentrend), 144.75 (Tief v. 03.06.),144.63/58 (38.2 %- Fibonacci von 142.43 bis 145.99/Tief v. 11.06.), 144.21 (50 %) und 144.03 (Tief v. 05.06.).

Widerstände sehen wir bei 145.30/33 (Hoch v. 11.06./Tief v. 09.06.), 145.51 (Tief v. 16.06.), 145.72/81 (Hoch v. 17./16.06.), 145.99 (Hoch v. 06.06.), 146.40 (Trendlinie) und 146.40/75 (Rollover-Gap).

Unterstützungen 144.90 144.58 144.21
Widerstände 145.33 145.51 145.81


Der nächste Marktkommentar wird am 9. Juni 2014 veröffentlicht!

Helaba Floor Research
www.helaba.de


Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf https://www.helaba.de/de/DieHelaba/MaerkteUndAnalysen

Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Liegen die Gründe für den Krypto-Pullback in Fernost?
etoro Research - Trading Business - 16.01.2018
Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die jüngsten Preisstürze am Markt für Kryptowährungen: Auf dem Markt für Kryptowährungen geht es aktuell drunter und drüber. Panische Verkäufe haben für enorme Preisbewegungen gesorgt. Der Grund für den Abverkauf ist nicht eindeutig. Auffällig aber sind vor allem niedrigere Handelsvolumina in Japan und Südkorea als üblich. ... mehr

ETFs: Mitmischen bei US-Rekordjagd
Mike C. Kock - Indizes - 16.01.2018
16. Januar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Angesichts des anhaltenden Höhenflugs von S&P 500 und Dow Jones konzentrieren sich ETF-Anleger auf US-Aktien, während europäische Titel weniger beachtet werden. Der Dow Jones kletterte vergangene Woche von Rekordhoch zu Rekordhoch, zuletzt erreichte der Index 26.026 Punkte. ... mehr

Euwax Trends: Dax arbeitet sich vorwärts – Euro bleibt hoch - US Bilanzsaison läuft an
Börse Stuttgart - Marktberichte - 16.01.2018
Gewinne an den asiatischen Börsen stützen am Dienstag den deutschen Aktienmarkt und sorgen für eine moderate Erholungsbewegung. Bremsend wirkt allerdings nach wie vor der starke Euro. Hugo Boss und Rational klettern nach guten Zahlen. Der Dax öffnet freundlich, fällt dann zurück auf den Vortages-Schlusskurs und arbeitet sich dann wieder nach oben und klettert über 13.300 Punkte. Charttechnisch betrachtet hält die Richtungssuche also weiter an. ... mehr

Leitindex S&P 500 Wochenausgabe: Korrekturgefahr steigt massiv an
Formationstrader I S. Grass - Indizes - 16.01.2018
In der vergangenen Woche setzte der Leitindex S&P 500 seine steile Aufwärtsbewegung weiter fort. Mit einem Wochenschluss bei 2.786 Punkten ist ein Test der 2.800er Marke in der vor uns liegenden Handelswoche sehr wahrscheinlich. Die Indikatoren befinden sich einheitlich im Bullenmodus. Der Trend ist ganz klar bullisch. Die Markttechnik ist jedoch recht stark überhitzt. Eine Konsolidierung auf aktuellem Niveau kann daher jederzeit starten. ... mehr

Bitcoin-Crash: Flieht Ihr Narren!
Formationstrader I H. Esnaashari - Forex - 16.01.2018
Bitcoin-Analyse: Flieht Ihr Narren! Oder lest den Chart Der Bitcoin testet erneut sehr scharf die Unterstützungen. Die Bullen sind jetzt in der „Bringschuld“. ... mehr

Wohin treibt der Bitcoin?
Stefan Böhm - Forex - 16.01.2018
Vielleicht haben Sie es gelesen. In Südkorea denkt der Justizminister darüber nach, den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. Nun muss man wissen, dass Südkorea eine Hochburg des Bitcoins ist. Rund 15 Prozent des weltweiten Bitcoin-Handels findet in Südkorea statt. Ein Verbot hätte daher nicht nur großen symbolischen Charakter, sondern dürfte Bitcoin & Co. auch massiv schaden. ... mehr

Börsen-Kolumne: Platin bleibt weiter sehr interessant!
Stephan Feuerstein - Commodities - 16.01.2018
Während DAX & Co. in der ersten Börsenwoche nach einer ausgebliebenen Jahresendrally richtig glänzen konnten, hat die führenden Indizes die Dynamik mittlerweile komplett verlassen. Man darf daher gespannt sein, ob die freundliche Tendenz zum Jahresauftakt nur ein kurzes Strohfeuer war. Immerhin notiert der DAX nach wie vor innerhalb der im Oktober eröffneten Seitwärtstendenz. Hier wäre ein Ausbruch nach unten übrigens als oberes Trendwendesignal zu verstehen. ... mehr

DAX nur kurz im Plus – Dow Jones vor dem nächsten Tausender
CMC Markets - Marktberichte - 16.01.2018
Nur acht Handelstage brauchte der Dow Jones für den Weg von der runden Marke von 25.000 für die nächsten tausend Punkte, wenn heute nach dem Feiertag in den USA nichts mehr dazwischen kommt. Dieser Dynamik an der Wall Street konnte sich auch der Deutsche Aktienindex kurz nach Börsenstart nicht entziehen und wagte den Sprung nach oben. Aber genauso schnell wie es nach oben ging, folgte die Rückkehr in die Verlustzone. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Bitcoin rutscht unter 13.000 Dollar-Marke
DailyFX - Marktberichte - 16.01.2018
Der gesamte Cyberwährungsmarkt, einschließlich Bitcoin befindet sich derzeit gehörig unter Druck. Der Bitcoin- Kurs rutscht auf der in Luxemburg ansässigen Plattform Bitstamp zeitweise bis auf 12.710 Dollar und reist den gesamten Markt mit in die Tiefe. Nach CoinMarketCap beträgt die Kapitalisierung lediglich 650 Milliarden Dollar. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX - Dynamik fehlt – Euro als Bremsfaktor
Helaba Floor Research - Indizes - 16.01.2018
Bereits gestern habe ich an dieser Stelle von einem lust- und impulslosen Handelsgeschehen am deutschen Aktienmarkt berichtet. In Folge des gestrigen US-Feiertages haben sich die beschriebenen „Rahmenbedingungen“ nochmals verstärkt. Insofern war der DAX auch nicht in der Lage sich in der Pluszone zu halten. Der weiterhin klar über der 1,22er Marke notierende Euro trug jedoch auch seinen Teil dazu bei. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<