Kolumnen & Analysen Devisen

Aktienmärkte: Schwankungsbreite nimmt ohne klare Tendenz zu
Helaba Floor Research - Indizes - 18.06.2014

DAX Indikation 9.938 Unterstützungen 9.810 / 9.770 Widerstände 9.970 / 10.015 Handelsbreite 9.850 / 10.020
EuroStoxx 50 Indikation 3.282 Unterstützungen 3.224 / 3.210 Widerstände 3.300 / 3.320 Handelsbreite 3.240 / 3.315

Nikkei wieder über 15.000er-Marke

Die Akteure an den Finanzmärkten können sich heute ganz und gar der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der amerikanischen Notenbank und der folgenden Pressekonferenz von Fed-Chefin Janet Yellen widmen, denn ansonsten weist der Datenkalender keine nennenswerten Einträge auf. Die Entscheidungen, den Leitzinskorridor unverändert zu lassen und das Volumen der Anleihekäufe im Rahmen von QE3 um weitere 10 Mrd. US-Dollar auf 35 Mrd. US-Dollar zu reduzieren, dürften dabei wenig überraschen und keine Marktreaktionen auslösen. Von hohem Interesse sind dagegen neben dem Begleitkommentar vor allem die neuen Projektionen für die Jahre 2015 und 2016, die ebenfalls vorgestellt werden. Insbesondere der von den FOMC-Mitgliedern als angemessen erachtete Pfad der Leitzinsen hat Potenzial die Markterwartungen zu beeinflussen. Im März lag der Mittelwert der Projektionen für Ende 2015 bei 1,1 % (Medianwert: 1,0 %) und derjenige für Ende 2016 bei 2,4 % (Medianwert: 2,25 %). Per Dezember 2015 preiste der Fed-Funds-Future gestern lediglich ein Niveau von 0,75 % ein, also weniger als das was vonseiten der Fed suggeriert wird. Insofern sind die Risiken und Chancen ungleich verteilt. Selbst wenn die Fed-Vertreter im Vergleich zum März keine erhöhten Erwartungen für den Leitzinspfad kundtun, besteht kaum Raum dafür, die Zinserwartungen in die Zukunft zu verschieben. Dafür wäre eine Absenkung des als angemessen betrachteten Zinspfades nötig. Vor dem Hintergrund der stabilen Konjunkturdaten, der anhaltenden Verbesserung der Arbeitsmarktlage und dem Ende der Disinflation ist dies aber auszuschließen. Vielmehr besteht das Risiko, dass sich die Markterwartungen an die Fed anpassen und entsprechende Zinserhöhungserwartungen vorziehen. Ähnliches ist jüngst bezüglich der Bank von England der Fall gewesen, nachdem BoE-Gouverneur Carney signalisierte, dass Zinserhöhungen früher kommen könnten, als dies die Märkte aktuell antizipierten.

Aktienmärkte:>/strong> Man ist geneigt zu sagen, dass es nichts Neues vom Dax zu berichten gibt – mit einer Ausnahme. Temporär hat sich der deutsche Leitindex wieder der 10.000er-Marke angenähert, allerdings währte die Freude nicht lange. Nach dem kurzen Ausflug in diese Richtung ging es zügig wieder zurück in den Bereich rund um die 9.900er-Marke. Neben der weiter herrschenden Verunsicherung im Hinblick auf die Situation im Irak waren die Blicke der Marktteilnehmer auch auf die Konjunkturdaten gerichtet, welche schlussendlich für etwas Rückenwind sorgten. Einige Kurssprünge (der Dax vollzog gestern eine Range von immerhin 120 Zählern) können aber nicht konkreten Ereignissen zugeschrieben werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass der nahende, große Verfalltermin an der Eurex, die eine oder andere Kursverwerfung auslöste. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine freundliche Eröffnung des Dax hin. Im weiteren Verlauf wird bereits die Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) heute Abend seine Schatten vorauswerfen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Marktteilnehmer im Vorfeld eher zurückhalten werden, um einem „Ereignisrisiko“ aus dem Weg zu gehen. Anschließend könnten die Kursausschläge wieder deutlich größer ausfallen.

Charttechnik (Chart - hier klicken): Unseren heutigen Blick auf den Dax wollen wir unter anderen Prämissen vornehmen. Zunächst sei auf die laufende, große Korrektur hingewiesen. Derartige Konstellationen sind durch eine zeitliche Ausdehnung von in der Regel 21-29 Kerzen gekennzeichnet. Mit dem heutigen Tag wird Kerze Nr.18 dem Muster hinzugefügt, entsprechend steigt allmählich die Wahrscheinlichkeit, dass die Formation bereits in Kürze aufgelöst wird. Interessant ist aber auch, dass noch immer ein sogenanntes „Island Reversal“ möglich ist, da die Kurslücke vom 26.05. noch nicht geschlossen wurde. Darüber hinaus bemerkenswert ist zudem, dass sich der Index nahezu ideal zwischen einzelnen Fibonacci-Levels (siehe Grafik) bewegt. Aktuell war dies im Bereich von 9.899 und 9.964 Zählern der Fall.

Hinweis: Für eine größere Darstellung der Grafik öffnen Sie bitte den Link „Charttechnik“.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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DAX tut sich schwer mit der 12.000 – Euro vermiest die Stimmung
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Auslandsaktien: Nasdaq klettert immer weiter
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Euwax Trends: Dax : weiter Ringen um die 12.000 Punkte
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Die internationalen Rentenmärkte steuern auf eine Zerreißprobe zu, welche in der gegensätzlichen Ausrichtung der Geldpolitik von Europäischer Zentralbank (EZB) und der US-amerikanischen Notenbank (Fed) begründet ist. Während die Fed sich infolge steigender Inflationszahlen, guter Konjunkturdaten und zu erwartender Stimuli seitens der neuen US-Regierung mit steigenden Zinsen auseinandersetzt, hält die EZB an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Und das obwohl auch in der Eurozone höhere Inflationszahlen zu beobachten waren. In Deutschland ist für den Januar sogar mit einer Rate von 2% zu rechnen. ... mehr

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DAX kämpft mit psychologisch wichtiger 12.000er-Marke
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