Kolumnen & Analysen Devisen

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,3440 – 1,3650
Helaba Floor Research - Forex - 18.06.2014

Japan: Exporte im Mai sinken erstmals seit Februar 2013.
Aktienmärkte in Asien gemischt – Japan nach freundlichen US-Vorgaben fester.


Die Akteure an den Finanzmärkten können sich heute ganz und gar der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der amerikanischen Notenbank und der folgenden Pressekonferenz von Fed-Chefin Janet Yellen widmen, denn ansonsten weist der Datenkalender keine nennenswerten Einträge auf. Die Entscheidungen, den Leitzinskorridor unverändert zu lassen und das Volumen der Anleihekäufe im Rahmen von QE3 um weitere 10 Mrd. US-Dollar auf 35 Mrd. US-Dollar zu reduzieren, dürften dabei wenig überraschen und keine Marktreaktionen auslösen. Von hohem Interesse sind dagegen neben dem Begleitkommentar vor allem die neuen Projektionen für die Jahre 2015 und 2016, die ebenfalls vorgestellt werden. Insbesondere der von den FOMC-Mitgliedern als angemessen erachtete Pfad der Leitzinsen hat Potenzial die Markterwartungen zu beeinflussen. Im März lag der Mittelwert der Projektionen für Ende 2015 bei 1,1 % (Medianwert: 1,0 %) und derjenige für Ende 2016 bei 2,4 % (Medianwert: 2,25 %). Per Dezember 2015 preiste der Fed-Funds-Future gestern lediglich ein Niveau von 0,75 % ein, also weniger als das was vonseiten der Fed suggeriert wird. Insofern sind die Risiken und Chancen ungleich verteilt. Selbst wenn die Fed-Vertreter im Vergleich zum März keine erhöhten Erwartungen für den Leitzinspfad kundtun, besteht kaum Raum dafür, die Zinserwartungen in die Zukunft zu verschieben. Dafür wäre eine Absenkung des als angemessen betrachteten Zinspfades nötig. Vor dem Hintergrund der stabilen Konjunkturdaten, der anhaltenden Verbesserung der Arbeitsmarktlage und dem Ende der Disinflation ist dies aber auszuschließen. Vielmehr besteht das Risiko, dass sich die Markterwartungen an die Fed anpassen und entsprechende Zinserhöhungserwartungen vorziehen. Ähnliches ist jüngst bezüglich der Bank von England der Fall gewesen, nachdem BoE-Gouverneur Carney signalisierte, dass Zinserhöhungen früher kommen könnten, als dies die Märkte aktuell antizipierten.

EUR-USD: Wie oben beschrieben sehen wir kaum Potenzial dafür, dass der US-Dollar durch eine weitere Reduzierung von Zinserhöhungserwartungen in den USA geschwächt und EUR-USD unterstützt wird. Im Gegenteil: Der Markt hat unseres Erachtens das Einpreisen von Zinserhöhungen noch vor sich und so sollte das Euro-Potenzial auf der Oberseite mittelfristig begrenzt sein. Das technische Umfeld bleibt dominiert von Belastungsfaktoren und ein Test der Unterstützung um 1,3500 ist nach wie vor möglich. Darunter liegt bei 1,3477 das markante Tief von Anfang Februar. Eine erste wichtige Widerstandszone findet sich um 1,3670. Hier lokalisieren wir nicht nur die jüngsten Impulshochs sondern auch die 200-Tagelinie. Trading-Range: 1,3440 – 1,3650

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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