Kolumnen & Analysen Devisen

Aktienmärkte: kaum Rückenwind
Helaba Floor Research - Indizes - 17.06.2014

DAX Indikation 9.915 Unterstützungen 9.810 / 9.770 Widerstände 9.970 / 10.015 Handelsbreite 9.810 / 9.970
EuroStoxx 50 Indikation 3.270 Unterstützungen 3.224 / 3.210 Widerstände 3.276 / 3.300 Handelsbreite 3.230 / 3.305

Situation im Irak weiter im Blick

Die ZEW-Salden im Monat Juni lenken den Blick der Marktteilnehmer zunächst auf Deutschland und die Eurozone, bevor es am Nachmittag mit den Verbraucherpreisen in den USA spannend wird. Bezüglich der deutschen Konjunkturstimmung gibt es leicht freundliche Indikationen vonseiten der sentix-Konjunkturerwartungen in Deutschland, während das europäische Pendant nachgab. Vor diesem Hintergrund sollte der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen zwar nicht weiter abrutschen, positives Überraschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung machen wir aber nicht aus.

Im Vorfeld der morgigen FOMC-Entscheidung könnten die heutigen Daten zu den Verbraucherpreisen im Mai nochmals für Bewegung sorgen. Der Inflation kommt inzwischen wieder eine höhere Bedeutung zu. Zum einen weist der Arbeitsmarkt seit langem einen robusten Verbesserungstrend auf, zum andern scheint die Phase der disinflationären Entwicklungen allmählich auszulaufen. Beides zusammen dürfte die Terminwahl für den ersten Zinserhöhungsschritt der Fed beeinflussen. Bisher zeigen sich die Marktakteure noch recht zuversichtlich, dass es vorerst keinen Grund gibt, die Zinserwartungen zu forcieren. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Teuerung im Frühjahr angezogen hat und inzwischen bei einer Jahresrate von 2,0 % liegt. Auch die Kernteuerung hat zugelegt. Insgesamt betrachtet erscheinen die Konsensschätzungen weitergehend realistisch. Die Baubeginne und –genehmigungen runden das Bild ab.

Aktienmärkte:>/strong> Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich zu Wochenbeginn, entgegen der Erwartungen, relativ robust. Angesichts der immer reichlicher vorhandenen Krisenherde (Irak, Naher Osten und Ukraine) musste mit stärker nachgebenden Kursen gerechnet werden. Dass dies nur im moderaten Umfang der Fall war zeigt, dass die abgabewilligen Marktteilnehmer derzeit noch nicht die Oberhand gewonnen haben. Wenngleich aber auch festzustellen ist, dass die Risikoaversion auf Basis des V-Dax von 14,48 auf 15,21 zugenommen hat. Schlussendlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass viele den Ausgang der Fed-Sitzung am Mittwoch abwarten, um dann eine Neubewertung der Rahmenbedingungen vorzunehmen. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart lassen eine freundliche Eröffnung des deutschen Leitindex erwarten. Im weiteren Verlauf stehen mit dem ZEW-Index und den US-Konsumentenpreisen zwei wichtige Datenveröffentlichungen auf der Agenda. Natürlich werden auch die weiteren Entwicklungen in der Ukraine und vor allem rund um den Irak (das US-Militär entsendet eine Spezialeinheit in das Land) eine Rolle spielen.

Charttechnik (Chart - hier klicken): An der charttechnischen Beurteilung des Dax hat sich wenig verändert. Kurzfristig positiv kann die Tatsache gewertet werden, dass gestern das Vortagestief nicht erreicht wurde. Auch ein leichter Dreh beim Ratio-Indikator unterstützt diese These, ebenso wie der Fakt, dass das Fibonacci-Level im Bereich von 9.886 Zählern verteidigt werden konnte. Auf der anderen Seite sollten die Erwartungen aber nicht allzu hoch gehängt werden da der trendfolgende DMI sich weiterhin im Short-Modus befindet und die Kraft wohl zunächst nicht ausreichen wird, die „Wolke“ (graue Zone) nach oben zu verlassen. Deren Begrenzung findet sich bei 9.970 Zählern.

Hinweis: Für eine größere Darstellung der Grafik öffnen Sie bitte den Link „Charttechnik“.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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DAX weiter unentschlossen – Jackson Hole und die Zukunft der Zinsen
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