Kolumnen & Analysen Devisen

DAX: Kommt jetzt doch die Korrektur?
Stefan Böhm - Indizes - 14.06.2014

Der spektakuläre Absturz der Lufthansa-Aktie am Mittwoch hat auch den DAX wieder unter die 10.000 Punkte-Marke gedrückt. Doch müssen wir uns nach dem Rückfall des DAX unter die vor allem psychologisch wichtige Marke nun auf eine neue Korrekturphase am Aktienmarkt einstellen?

Die Lufthansa ist ein DAX-Leichtgewicht

Zunächst muss festgehalten werden, dass die Lufthansa zwar mächtig auf die Stimmung gedrückt hat, ihr Gewicht im DAX ist aber sehr gering. Nur K+S und Lanxess sind nach Marktkapitalisierung noch leichtgewichtiger als die Lufthansa – auch vor dem Kursrutsch sah die Reihenfolge nur geringfügig anders aus. Der Pharmakonzern Merck konnte dadurch einen Platz nach oben klettern. Kommentare in Blogs, Zeitungen, etc., wonach der DAX wegen der Lufthansa nach unten gedrückt wurde oder nun nicht mehr nach oben kommen könne, sind gelinde gesagt Unsinn. Der DAX wird von Aktien wie Siemens, Bayer, BASF, Daimler, SAP und der Telekom bewegt. Die Aktien am unteren Ende der Rangliste haben gar nicht die Power, um den Index groß zu bewegen. Ich bin für den DAX daher trotz des Rückfalls langfristig immer noch positiv gestimmt.

Siemens mit japanischen Partnern?

Denn gerade von den hochkapitalisierten Titeln kommen derzeit positive kursbewegende Nachrichten. Ob der bevorstehende Verkauf von T-Mobile für die Telekom, die Zukäufe bei Bayer oder die gute Autokonjunktur für Daimler, diese Kurstreiber bleiben bestimmend. Bei Siemens scheint nun neue Bewegung in den Übernahmekampf um Alstom zu kommen. Mit Mitsubishi Heavy Industries (MHI) habe Siemens einen Partner gefunden, um 7,2 Milliarden Euro für das Turbinengeschäft von Alstom bieten zu können. Angeblich wäre mit Hitachi ein weiterer Konzern aus Japan an einer Beteiligung interessiert. So jedenfalls stand es gestern in der japanischen Presse. Sollten die Meldungen zutreffen, würde dies auf eine Zerschlagung von Alstom hinauslaufen. Ich halte den Übernahmekampf um Alstom derzeit für völlig offen, auch weil nicht abzusehen ist, auf welche Seite sich die französische Regierung letztlich stellen wird.

Fazit

Nach dem Gipfelsturm hat der DAX eine Verschnaufpause eingelegt. Dies ist eine gesunde Reaktion, insbesondere weil der langfristige Aufwärtstrend weiter intakt ist. Auch ein Rückfall auf 9.800 Punkte wäre daher kein Beinbruch. Ein Risikofaktor sind neuen die Kämpfe im Irak, die den Ölpreis wieder nach oben drücken könnten. Positiv für Aktien sind die Geldschwemme der Notenbanken und die anhaltenden Übernahme- und Fusionsaktivitäten. Kurzfristige Rücksetzer eröffnen daher neue Einstiegsgelegenheiten.

Erfolgreiche Investments wünscht
Ihr Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor
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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Marktstimmung: "Die magischen 12.000"
Börse Frankfurt - Indizes - 22.02.2017
15. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Einige mittelfristig orientierte institutionelle Investoren haben in den vergangenen Wochen ein recht glückliches Händchen bewiesen. So gelang es etwa einem Teil der Befragten, nicht nur die günstigsten Einstiegskurse für den DAX seit der vergangenen Stimmungserhebung zu erwischen, sondern auch das untere Ende einer möglichen neuen Konsolidierungszone zu markieren. Das sich daraus vielleicht auch mehr als eine Seitwärtsbewegung entwickeln könnte, zeigt unsere heutige Umfrage, die mit einem Sentiment-Index von +18 Punkten - das bedeutet einen Zuwachs von 17 Punkten gegenüber der Vorwoche - den bislang größten Optimismus in diesem Jahr ausweist. ... mehr

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Rohstoffe: Goldpreis trotzt Zinsanstieg
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22. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). An den Rohstoffmärkten steht Gold wieder im Mittelpunkt des Interesses - vor allem wegen der zahlreichen politischen Unsicherheiten. Doch auch die anderen Edel- und Industriemetalle haben in diesem Jahr im Preis ordentlich zugelegt. Beim Öl tut sich hingegen nicht mehr viel. Dag Rodewald von der UBS meldet hohe Zuflüsse in breit aufgestellten Rohstoff-ETFs wie dem UBS CMCI Composite (WKN A1C79N) sowie dem UBS ETFs CMCI ex-Agriculture (WKN A141AP), der Agrarprodukte ausschließt. ... mehr

EUR/USD-Analyse: Die FOMC Minutes werden den Ton vorgeben
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Dass der US-Dollar an immer mehr Stärke gewinnt, war nicht zu übersehen. Somit werden die FOMC Minutes, die heute präsentiert werden, den Markt sicherlich nicht drehen lassen – könnten aber wohl die Geschwindigkeit der Dollar-Entwicklung bestimmen. Investoren hoffen, darin Andeutungen zur möglichen Entwicklung der Geldpolitik in den USA zu finden. In der Zwischenzeit äußerte sich Patrick Harker – der Präsident der Federal Reserve Bank von Philadelphia – zu dem Thema. Ganze drei Zinsanhebungen hält er für möglich, die erste davon vielleicht bei der März-Sitzung. Ein Hintertürchen blieb aber offen: Die Bedingung, dass der Arbeitsmarkt und die Inflation weiterhin eine gute und stabile Entwicklung zeigen. Im Grunde nichts Neues, doch was die FOMC Minutes tatsächlich offen legen, ist noch ungewiss. ... mehr

Euwax Trends: Dax nimmt erneut die 12.000 Punkte
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Devisen: Euro gibt weiter nach und der Greenback profitiert von Zinsspekulationen!
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DAX knackt die 12.000 – Die beste aller Börsenwelten
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