Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - FOMC-Sitzung ihre Schatten voraus
Helaba Floor Research - Bonds - 13.06.2014

US-Senat bestätigt Stanley Fischer als Vize-Chef der Fed.
Ölpreis (LCF) markiert neues Jahreshoch bei 107,68 USD pro bbl.


Heute stehen in einigen EWU-Ländern die endgültigen Verbraucherpreise des Monats Mai zur Veröffentlichung an. Die Vorabschätzungen dürften bestätigt werden, sodass die in der letzten Woche beschlossenen EZB-Lockerungsmaßnahmen aufgrund des geringen Preisdrucks gerechtfertigt erscheinen. Aufgrund des eingeführten Strafzinses für Einlagen bei der EZB sind Geschäftsbanken weiterhin bemüht, überschüssige Liquidität zu reduzieren. Insofern könnte es bei den ersten beiden Langfristtendern zu weiteren Rückzahlungen kommen. In dieser Woche lag das Volumen bei knapp 10,6 Mrd. EUR. Einlagen bei der EZB, die mit Beginn der neuen Reserveperiode einem Negativzins von 0,1 % unterliegen, haben per Mittwoch ein Volumen von knapp 116 Mrd. EUR im Vergleich zu 125,3 Mrd. Euro am letzten Tag der Nullverzinsung.

In den USA wirft die in der kommenden Woche anstehende FOMC-Sitzung ihre Schatten voraus. Der Grund: Mit der Entscheidung am Mittwoch werden die neuen Wirtschaftsprojektionen der Zentralbank veröffentlicht sowie die Leitzinsniveaus, die die Fed-Mitglieder zum Ende der Jahre 2015 und 2016 für angemessen halten. Bereits bei den zuletzt vorgestellten Projektionen Mitte März hat sich der Medianwert für die Leitzinsen auf 1,0 % Ende 2015 und 2,25 % Ende 2016 erhöht. Da die Wirtschaftszahlen in letzter Zeit mehrheitlich auf der positiven Seite überraschten, der Arbeitsmarkt weitere Verbesserungen zeigt und der disinflationäre Trend beendet ist, könnten die Leitzinsprojektionen weiter nach oben korrigiert werden. Insofern besteht die Möglichkeit, dass es zu einer Belebung der Zinserhöhungsfantasie kommen wird – zumal noch nicht einmal die März-Projektionen marktseitig eskomptiert sind. Darüber hinaus werden wohl die heute anstehenden Erzeugerpreise das Ende des rückläufigen Preistrends bestätigen und das Michigan Sentiment wird voraussichtlich zulegen, worauf der gestiegene TIPP-Index hinweist. Das insgesamt hohe Niveau lässt ohnehin keinen Raum für Wachstumszweifel.

Bund-Future: Der Future hat sich gestern gut behauptet, da die US-Daten die hohen Markterwartungen nicht erfüllen konnten. Per saldo gibt es aber keinen fundamentalen Grund für einen stärkeren Kursanstieg – auch vor dem Hintergrund einer möglichen Zunahme der US-Zinsfantasie. Technisch setzt sich die seit Tagen zu beobachtende Konsolidierung in der Handelsspanne von 144.03 bis 145,99 fort. Quantitative Indikatoren lassen jedoch eher auf einen Test der unteren Begrenzung schließen. Trading-Range: 144,50 – 145,76.

Primärmarkt: Zum Ende einer ereignisreichen Handelswoche stehen keine Emissionsaktivitäten im europäischen Primärmarktkalender. Einzig die französische Schuldenagentur AFT gibt im Laufe des Vormittags die Emissionsdetails für die am kommenden Donnerstag anstehende Auktion im konventionellen und inflationsgeschützten Anleihesegment bekannt. Jenseits des Atlantiks stehen heute ebenfalls keine Primärmarktaktivitäten auf der Agenda und auch die New-York-Fed legt bei ihren regelmäßigen Anleihekäufen eine Pause ein und wird erst wieder zu Beginn der neuen Woche aktiv.

Im gestrigen Tagesverlauf konnte das italienische Tesoro insgesamt 8,5 Mrd. EUR an neuen Mitteln aufnehmen. Mit 4 Mrd. EUR entfiel fast die Hälfte auf die neue 7-jährige Benchmark-BTP. Die Neuemissionsrendite der mit einem Kupon von 2,15 % ausgestatteten Anleihe lag bei 2,12 %. Und auch bei den Erweiterungen der 3- und 30-jährigen Benchmark-BTPs konnte Italien von den zuletzt deutlich gesunkenen Renditeniveaus profitieren und musste den Investoren mit 0,89 % (BTP Mai 2017) respektive 4,05 % (BTP September 2044) deutlich weniger Rendite bieten als zuletzt. Die Überzeichnungsquoten lagen zwischen 1,39 (BTP September 2044) und 1,63 (BTP Mai 2017), was darauf hindeutet, dass das Interesse der Investoren an Titeln aus der Peripherie trotz der weiter sinkenden Renditeniveaus ungebrochen ist.

Die jüngste EZB-Entscheidung sorgte in der Peripherie der Eurozone auf breiter Front für sinkende Renditeniveaus. So auch in Spanien. Zwar stieg die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen nach dem historischen Tief zu Wochenbeginn wieder leicht an, das Niveau ist mit aktuell rund 2,70 % aber weiter ausgesprochen niedrig. Und auch der Spread gegenüber Bunds gleicher Laufzeit liegt mit gut 130 Bp. so tief wie zuletzt im Mai 2010 (siehe Grafik). Ein ähnliches Bild zeigt sich im kurzen Laufzeitbereich. Mit rund 0.55 % rentieren 2-jährige spanische Titel ebenfalls nahe ihrer historischen Tiefststände.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Baader Bond Markets: Geldpolitik am Scheideweg
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 19.01.2017
Die Frage, ob sich die Notenbanken bereits verausgabt haben, kann momentan noch nicht endgültig beantwortet werden. Mit Niedrigzinsen sollte das Wirtschaftswachstum in Schwung gebracht, mit Anleihekäufen durch Notenbanken die Renditen gedrückt sowie die Kreditvergabe befeuert werden. Diese Ziele wurden sicherlich größtenteils erreicht. Aber nun haben sich verschiedene Rahmenbedingungen geändert, was wiederum die Notenbanker zum Umdenken zwingt. Erste Anzeichen von Inflation, sinkende Arbeitslosigkeit, konjunktureller Aufschwung, politscher Widerstand und die Angst vor den negativen Konsequenzen der „Politik des billigen Geldes“ bedeuten, dass die Geldpolitik am Scheideweg steht. ... mehr

DAX klebt an der 11.600 – Hohe Erwartungshaltung der Börse
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Alle Augen auf Trump und Draghi! Die Anleger bleiben in Habacht-Stellung angesichts der Pressekonferenz von EZB-Präsident Draghi heute Nachmittag und der morgigen Amtseinführung Donald Trumps. Das Abwarten bedeutet für den Deutschen Aktienindex ein Klammern an der Marke von 11.600 Punkten, die entweder zur entscheidenden Hürde auf dem weiteren Weg nach oben oder zum Wendepunkt hin zu einer größeren Korrektur nach der Trump-Rally werden könnte. ... mehr

Analyse: Topbildung bei WTI und Brent!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 19.01.2017
WTI und Brent bleiben weiterhin einen nachhaltigen bullishen Ausbruch schuldig. Zwar notierten die beiden Rohölsorten temporär über wichtigen Widerstandsbereichen, konnte diese allerdings nicht nachhaltig überwinden, sodass die Anleger sich hier weiter abwartend präsentieren. Diese Zurückhaltung kann auch auf das politische Umfeld zurückgeführt werden. Zum einen muss die OPEC den beschlossenen Förderkürzungen nun glaubhaft Taten folgen lassen und zum anderen zeigen Anleger sich in Anbetracht der nahenden Amtseinführung von Donald Trump etwas passiver als noch der US-Wahl im November. ... mehr

Equity Daily - Fed will Zinsen bis Ende des Jahres schrittweise erhöhen
Helaba Floor Research - Indizes - 19.01.2017
Yellen: "Wir bleiben mit dem Fuß auf dem Gas" Die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank und die Pressekonferenz Mario Draghis ziehen heute die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem die deutsche Inflationsrate im Dezember deutlich zugelegt hat und mit 1,7 % gg. VJ das höchste Niveau seit 2013 erreicht wurde, wurde vielfach Kritik an der super-expansiven Geldpolitik der EZB geäußert. Eine Fokussierung auf den deutschen Wert ist zwar hierzulande verständlich, im Hinblick auf die EZB-Politik aber nicht zielführend. In anderen Ländern liegen die Inflationsraten deutlich niedriger, so in Italien mit 0,5 % gg. VJ. ... mehr

Fixed Income Daily - EZB und Draghi im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 19.01.2017
Die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank und die Pressekonferenz Mario Draghis ziehen heute die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem die deutsche Inflationsrate im Dezember deutlich zugelegt hat und mit 1,7 % gg. VJ das höchste Niveau seit 2013 erreicht wurde, wurde vielfach Kritik an der super-expansiven Geldpolitik der EZB geäußert. Eine Fokussierung auf den deutschen Wert ist zwar hierzulande verständlich, im Hinblick auf die EZB-Politik aber nicht zielführend. In anderen Ländern liegen die Inflationsraten deutlich niedriger, so in Italien mit 0,5 % gg. VJ. Dies zeigt einmal mehr das Dilemma der EZB, eine einheitliche Geldpolitik für einen heterogenen Währungsraum vorgeben zu müssen. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0580 – 1,0720
Helaba Floor Research - Forex - 19.01.2017
Fed Beige Book: US-Wirtschaft weiter in maßvollem Tempo gewachsen; Lohndruck in den meisten Distrikten gestiegen. Janet Yellen: „US-Wirtschaft in der Nähe der Vollbeschäftigung, Inflation bewegt sich in Richtung unseres Zielwerts.“ Die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank und die Pressekonferenz Mario Draghis ziehen heute die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem die deutsche Inflationsrate im Dezember deutlich zugelegt hat und mit 1,7 % gg. VJ das höchste Niveau seit 2013 erreicht wurde, wurde vielfach Kritik an der super-expansiven Geldpolitik der EZB geäußert. ... mehr

Marktstimmung: "Das neue Trump-Risiko"
Börse Frankfurt - Indizes - 18.01.2017
18. Januar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Bearishe Engagements scheinen sich derzeit nur für Marktteilnehmer mit einem ausgesprochen geschickten Timing auszuzahlen. Diesen Eindruck muss man zumindest gewinnen, wenn man sich die Kursentwicklung des DAX seit unserer vergangenen Stimmungserhebung vor Augen führt. Trotz der Markierung eines neuen Jahreshochs bei 11.692 Punkten vor einer Woche und eines späteren Angriffsversuchs auf die untere Begrenzungslinie unmittelbar vor der Brexit-Rede der britischen Premierministerin May blieb der DAX am Ende in einer seit dem 20. Dezember vergangenen Jahres erkennbaren Konsolidierungsentwicklung oberhalb von rund 11.400 Punkten. ... mehr

DAX in ruhigem Fahrwasser – Abwarten vor Trump und Draghi
CMC Markets - Marktberichte - 18.01.2017
Der Deutsche Aktenindex feierte heute noch ein wenig die Freude über die Gesprächsbereitschaft der Briten nach und reagierte zudem auf den schwächeren Euro. Die Marke von 11.600 Punkten scheint aber weiter nur schwer überwindbar. Den ganzen Handelstag über war die Zurückhaltung der Investoren spürbar. Denn mit der Amtseinführung von Donald Trump und der Rede von EZB-Chef Mario Draghi hält diese Woche noch beeindruckende Termine bereit, die für hohe Schwankungen sorgen können. ... mehr

Fonds: Goldminenfonds wieder gefragt
Börse Frankfurt - Indizes - 18.01.2017
18. Januar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit dem Auslaufen der Trump-Rallye hat auch die Kauffreude im Fondsbereich abgenommen. "Die Umsätze sind durchwachsen", berichtet Matthias Präger von der Baader Bank. "In der zweiten Dezember-Hälfte hatten wir zwar noch gut zu tun, es wurde aber viel verkauft." Auffällig ist Präger zufolge vor allem die starke Nachfrage nach Goldminen- und US-Dollar-Geldmarktfonds. "Das liegt wohl am teureren Gold, außerdem wird offenbar auf einen steigenden US-Dollar und steigende Zinsen gehofft." ... mehr

Gold – 1.211 US-Dollar sind abgearbeitet!
L. Erichsen - Trading-Brief - Commodities - 18.01.2017
Rückblick auf meine Empfehlung vom 11.01.: Gelingt der Befreiungsschlag, lauten die nächsten Ziele 1.211 und 1.250 US-Dollar. Dort kommt es dann zum großen „Showdown“, aber dazu mehr, wenn es soweit ist. Das konnten wir umsetzen: Unabhängig davon, ob Sie nach dem Tagesschlusskurs über 1.177 eingestiegen sind oder die Bestätigung zum Wochenschlusskurs abgewartet haben, die Position liegt im Plus. Das ausgegebene Ziel bei 1.211 US-Dollar wurde gestern bereits im frühen Handel erreicht und überschritten. ... mehr

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