Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily
Helaba Floor Research - Bonds - 12.06.2014

Aktienmärkte überwiegend im Minus.
US-Budgetdefizit von Oktober bis Mai schrumpft gegenüber 2013 um 30 %.


In den USA stellt man sich die Frage, wann es zur ersten Leitzinserhöhung kommen wird, nachdem das Anleihekaufprogramm voraussichtlich im Oktober beendet wird. Klare Hinweise vonseiten der US-Notenbank gibt es bislang nicht. Die Mehrheit der Währungshüter scheint eher bemüht zu sein, voreilige Zinserwartungen im Zaum zu halten. Voraussetzung für eine etwas restriktivere Gangart der Fed ist ein konjunkturell und preislich stabiles Umfeld. Vor diesem Hintergrund werden einfließende Wirtschaftsdaten mit hoher Aufmerksamkeit verfolgt. Heute stehen die Einzelhandelsumsätze und die Importpreise im Kalender. Zwar liefern die wöchentlichen Umsatzstatistiken ein eher gemischtes Bild, allerdings sprechen die erhöhten Benzinpreise und vor allem der robuste Pkw-Absatz für das vierte Umsatzplus in Folge. Dabei könnte die bei 0,5 % gg. VM liegende Konsensschätzung übertroffen werden. Die Importpreise werden zudem steigen und die Beendigung des rückläufigen Preistrends bestätigen. Zusammen mit den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die seit Wochen auf einem sehr niedrigen Niveau liegen und auf die fortgesetzte Erholung am Arbeitsmarkt schließen lassen, könnten Zinsfantasien tendenziell belebt werden.

Bund-Future: Der starke Rückgang der Bundrenditen im Anschluss an die EZB-Ratssitzung vor einer Woche hat sich nicht fortgesetzt. Vielmehr ist es zu einer Stabilisierung gekommen, wobei der seit Mitte Mai bestehende Aufwärtstrendkanal weiterhin die Richtung vorgibt. Die Unterstützungslinie verläuft heute bei 1,36 %. Einen ernsthaften Test dieser Trendlinie halten wir in Anbetracht des heutigen US-Datenkranzes für unwahrscheinlich. Der Bund-Future setzt seine Konsolidierung fort. Wichtige Widerstände lokalisieren wir um 146,00, Unterstützungen bei 144,60 und um 144,00. Trading-Range: 144,60 – 145,60.

Primärmarkt: Wie sooft richten sich die Blicke der Marktteilnehmer am Donnertag in Richtung der südlichen Europeripherie. Das italienische Tesoro emittiert eine neue 7-jährige Anleihe mit Fälligkeit Dezember 2021. Das mit einem Kupon von 2,15 % ausgestattete Papier soll zwischen 3 und 4 Mrd. EUR in die italienische Staatskasse spülen. Notierungen am grauen Markt deuten auf eine Zuteilungsrendite im Bereich von 2,10 % hin. Darüber hinaus erweitert das Tesoro die 3- und 30-jährigen Benchmark-BTPs um insgesamt bis zu 4,5 Mrd. EUR. Jenseits des Atlantiks stockt das US-Schatzamt den bis Mai 2044 laufenden 30-jährigen Bond um bis zu 13 Mrd. USD auf.

Im gestrigen Tagesverlauf konnte die EFSF ohne Probleme eine 3-jährige Benchmarkanleihe bei Midswap -8 Bp. am Markt platzieren. Das Volumen lag bei 3 Mrd. EUR.

Der robuste Arbeitsmarktbericht, das Ende des disinflationären Trends sowie die zuletzt meist auf der positiven Seite überraschenden US-Zahlen sorgten in den letzten zwei Wochen für einen moderaten Anstieg (+20 Bp.) der 10-jährigen Treasuryrendite. Während in den USA die Zinserwartungen also allmählich anzuziehen scheinen, sind die Erwartungen an ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld in der Eurozone nach der erneuten Lockerung der europäischen Geldpolitik durch die EZB vor Wochenfrist, fester denn je verankert. Die Aussichten einer mittelfristig deutlich differierenden geldpolitischen Ausrichtung dies- und jenseits des Atlantiks spiegelt sich auch im Anstieg des 10-jährigen Transatlantikspreads wider.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Edelmetall-Report: Talfahrt wieder aufgenommen?
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 28.04.2017
Die Edelmetalle um Gold und Silber haben seit geraumer Zeit eine faszinierende Wirkung auf ihre Besitzer und auch Anleger. Daher gelten die Edelmetalle auch an den Finanzmärkten als polarisierende Anlagealternative, die insbesondere in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen gefragt ist. Daher war auch der Kursanstieg vor dem ersten Wahlgang in Frankreich eine logische Konsequenz. Gleiches gilt für die schwächeren Notierungen nach dem Ausgang des ersten Wahlgangs, welcher darauf schließen lässt, dass mit Marine Le Pen wohl keine populistische Präsidentin das Ruder in Frankreich übernimmt. Gleichzeitig startete ein Abgesang auf Gold, sogar von einer Talfahrt und dessen Fortsetzung konnte an der ein oder anderen Stelle gelesen werden. ... mehr

Aktienmärkte: Wohin geht die Reise?
Helaba Floor Research - Indizes - 28.04.2017
Aktienmarkt Der DAX zeigte sich am Donnerstag erneut uninspiriert. Schlussendlich war ein Abschlag in Höhe von 0,23 % auf 12.443,79 Zähler zu verbuchen. Die von der US-Steuerreform erhofften Impulse blieben aus. Ebenso scheint der Effekt der Frankreich-Wahl (erste Runde) zunächst abzuebben. Auch die bisherigen Quartalsberichte waren nicht in der Lage, für eine neue Dynamik an den Märkten zu sorgen. Hingegen stieg die Vola (auf Basis des V-DAX) zuletzt vom deutlich reduzierten Niveau (13,91 vs. 13,50) wieder an. ... mehr

Fixed Income Daily - EZB lässt Expansionsgrad wie erwartet unverändert
Helaba Floor Research - Bonds - 28.04.2017
Die Europäische Zentralbank hat weder die Geldpolitik noch die Forward Guidance verändert. Mit den verbesserten Konjunkturaussichten ist eine Anpassung im Juni aber nicht ausgeschlossen. Dann könnte der Passus gestrichen werden, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Zu den Erwartungen tragen unter anderem steigende Inflationsraten bei. Vorläufigen Angaben zufolge ist im April die Jahresteuerungsrate in Spanien EU-harmonisiert um 0,5 %-Punkte auf 2,6 % gestiegen und in Deutschland um ebenfalls 0,5 %-Punkte auf 2,0 %. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0820 – 1,0950
Helaba Floor Research - Forex - 28.04.2017
Japan: Industrieproduktion März -2,1 % VM, +3,3 % VJ – schwächer als erwartet. Aktienmärkte in Asien geben leicht nach; Ölpreis (LCF) steigt auf 49,5 USD/Fass. Die Europäische Zentralbank ließ den monetären Expansionsgrad wie erwartet unverändert. Das Wording hingegen fällt etwas zuversichtlicher aus, wenngleich die Formulierung, wonach die Zinsen auch auf ein tieferes Niveau sinken könnten, beibehalten wurde. Dreh- und Angelpunkt für die EZB-Geldpolitik scheint aktuell die Kerninflation zu sein. Diese ist zwar nicht die Zielgröße der EZB, aber in der Argumentation der Notenbanker hat sie zuletzt einen größeren Raum eingenommen. ... mehr

DAX legt kurze Rast ein
IG Markets Research - Marktberichte - 28.04.2017
28.04.2017 – 07:25 Uhr (Werbemitteilung): Die jüngste Kursentwicklung war schon recht beeindruckend. Gewinnmitnahmen hielten sich bislang jedoch in Grenzen. Im Augenblick scheinen sich die Anleger hierzulande nicht gerne von ihren Dividendenpapieren trennen zu wollen. In Anbetracht der weiterhin andauernden Niedrigzinsphase keine allzu große Überraschung. Ausblick Heute stehen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten das Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal sowie die Verbraucherpreise in der Eurozone für April im Terminkalender. ... mehr

Hüfners Wochenkommentar: "Fallstricke der Volatilität"
Börse Frankfurt - Indizes - 27.04.2017
27. April 2017. MÜNCHEN (Assenagon). So viel Bewegung an den Finanzmärkten wie Anfang dieser Woche gab es selten. Der DAX erhöhte sich nach den französischen Wahlen an einem Tag um mehr als 3 Prozent, der französische CAC 40 sogar um über 4 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ging von 0,27 Prozent auf 0,38 Prozent nach oben. Der Euro-/Dollarkurs stieg von 1,07 auf 1,09. Und was tat der Index, der die Schwankungen an den Finanzmärkten messen soll? Er schoss nicht etwa, wie man hätte vermuten können, nach oben. Er brach im Gegenteil kräftig ein. Er signalisierte also abnehmende Bewegungen. ... mehr

DAX weiter abwartend – Macron-Rally wird noch verdaut
CMC Markets - Marktberichte - 27.04.2017
Wie erwartet signalisierte die Europäische Zentralbank heute die Beibehaltung des Status Quo in ihrer Geldpolitik. Das war angesichts der noch nicht entschiedenen Präsidentschaftswahl in Frankreich wenig überraschend. Denn auch wenn Macron gewinnen sollte, wonach es im Moment aussieht, hätte er noch keine Mehrheit im Parlament und die politischen Probleme in der Europa-Politik wären auch noch nicht gelöst. Mario Draghis Abwarten ist Ausdruck der Tatsache, dass er weiterhin unverändert eine geldpolitische Stütze für ein unsicheres politisches Umfeld anbieten muss. ... mehr

Euwax Trends: Trumps Steuerpläne – Zahlenflut – DAX verschnauft – EZB im Blick
Börse Stuttgart - Marktberichte - 27.04.2017
Die gestern Abend vorgelegten Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump haben dem Aktienmarkt zunächst keine neuen Impulse verschafft, aber sie haben auch nicht enttäuscht. Die Regierung in Washington will vor allem die Unternehmen massiv entlasten. Die Firmensteuer soll von 35 auf 15 Prozent gesenkt werden. Abgaben auf im Ausland erwirtschaftete Erträge sollen ebenfalls geringer ausfallen. Eine Importsteuer sei nicht geplant. ... mehr

Auslandsaktien: Die Roboter kommen
Börse Frankfurt - Indizes - 27.04.2017
27. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Anfang dieser Woche hat die Hannover-Messe ihre Tore geöffnet - weltweit die größte Industriemesse. Neben effizienten Energiesystemen und Industrie 4.0 sind auch Roboter sowie die sogenannten Cobots Schwerpunkt: Diese neue Generation der Roboter ist flexibel, selbstlernend und arbeitet mit dem Menschen zusammen, daher auch der Name Cobot für "Collaborative Robots". Prognosen des Branchenverbands International Federation of Robotics zufolge sollen allein bis 2019 weltweit rund 1,4 Millionen neue Industrieroboter in den Fabriken Einzug halten, darunter auch viele Cobots. ... mehr

Baader Bond Markets: Wieviel Feingefühl hat Mario Draghi?
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 27.04.2017
Heute ist es wieder soweit. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich zu seiner turnusmäßigen Sitzung und entscheidet über die weitere Geldpolitik. Sicherlich werden hierbei auch die kritischen Diskussionsbeiträge anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank thematisiert. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass sich an der bisherigen Forward Guidance nichts ändern und dies von EZB-Chef Mario Draghi auch so vertreten wird. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Nuancen in der Wortwahl angepasst werden, was wiederum auf eine erste vorsichtige Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik hindeuten könnte. ... mehr

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