Kolumnen & Analysen Devisen

Was Sie für das zweite Halbjahr wissen sollten!
Sebastian Hell I QTrade - Indizes - 10.06.2014

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

die Volatilität (Schwankungsbreite) an den Märkten war dieses Jahr extrem gering. Aktien, Rohstoffe und Devisen sahen Schwankungsbreiten, die so niedrig waren wie in den letzten 25 Jahren nicht mehr. Teilweise gab es gar keine Vergleichswerte, die zu Rate gezogen werden konnten. Ausschlaggebend war die abwartende Haltung vieler Marktteilnehmer auf die Politik der Notenbanken. Vor allem die Frage ob mehr Geld in die Märkte gepumpt wird oder nicht, beschäftigte viele Gemüter.

EZB gibt „Vollgas“!

Wie bereits in meinen Blogs dargestellt, hat die EZB die Zinsen gesenkt und versucht mit Gewalt Kredite an Haushalte und Unternehmen zu vergeben. Dafür wurden die Banken sogar mit Strafzinsen belegt, wenn sie ihr Geld nicht verteilen. Analysten und Händler mit denen wir gesprochen haben, gehen davon aus, dass dies das Spiel verändern wird. Viele rechnen mit einer Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen und damit höheren Schwankungen. Zudem gibt es große Risiken. Die EZB hat nun ihr Pulver verschossen und kann kaum noch auf weiter fallende Inflationswerte oder gar einen Marktcrash reagieren.

Rohstoffe sind ebenfalls betroffen!

Bei den Rohstoffen waren die Schwankungen ebenfalls niedrig. Ein gutes Beispiel ist Gold. Hier fielen die Volatilitäten enorm und dadurch war wenig Aktivität im Handel zu erkennen. Wenn die Bewegungen jedoch wieder in die Devisen- und Aktienmärkte zurückkehren, dann ist auch bei Rohstoffen mit hohen Schwankungen zu rechnen. Dies bietet für Trader Chancen als auch Risiken. Zum einen kann man die Schwankungen für Schnäppchenkäufe gut nutzen, zum anderen kann einem ein Markt jedoch „davonlaufen“. Schnelles Handeln wird daher in der zweiten Jahreshälfte umso mehr gefragt sein.

Handelsstrategien sind wichtig!

Besonders wichtig werden Handelsstrategien sein. Vor allem eine Strategie, die schnell auf sich ändernde Marktverhältnisse reagieren kann, wird Trumpf werden. Ich rate dazu, in der zweiten Jahreshälfte mehr auf Intradaystrategien zu setzen, als auf mittelfristige Ansätze.

Ihr Sebastian Hell
CFD-Experte & Börsenjournalist
https://qtrade.de/tradingblog

Die obenstehende Kolumne wird Ihnen präsentiert von QTrade (www.qtrade.de)!

Über den Autor & Qtrade
Sebastian Hell hat Internationale Finance in Deutschland und den USA studiert. Er berät Vermögensverwalter und Hedge Fonds bei der Umsetzung von Handelsstrategien und veröffentlich regelmäßig im Auftrag von QTrade (www.qtrade.de) Kolumnen über die Finanzmärkte. QTrade mit Sitz in München bietet seinen Kunden neben Top-Handelskonditionen umfangreiche Zusatzsoftware für den MetaTrader 4 und 5 wie Actionlines, Sekunden-Trader, QCentral, QSnap und vieles mehr! Mehr Infos unter www.qtrade.de

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