Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - US-Arbeitsmarktbericht im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 06.06.2014

Portugal: Regierung billigt Sparmaßnahmen für 2015.
Aktienmärkte in Asien tendieren zum Wochenschluss uneinheitlich.


Die Europäische Zentralbank hat ihren Worten Taten folgen lassen und die Geldpolitik weiter gelockert. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt nun auf dem Rekordtief von 0,15 %, der Spitzenrefinanzierungssatz wurde auf 0,40 % gesenkt und der Einlagensatz auf -0,10 %. Damit zahlen Kreditinstitute erstmals einen Strafzins für überschüssige Liquidität, die bei der EZB geparkt wird. Darüber hinaus gibt es einen 4-jährigen Langfristtender, der an Kreditvergaben gekoppelt ist, SMP-Sterilisationen werden ausgesetzt und Vorbereitungen zum ABS-Kauf getroffen. Während die EZB bei ihrer geldpolitischen Lockerung vornehmlich die zu geringe Preisentwicklung abstellt, richtet sich der Blick der US-Notenbank auf den Arbeitsmarkt. Dieser hat sich in den letzten Monaten stetig verbessert. Im jüngsten Konjunkturbericht der US-Notenbank wurde von einer aufgehellten Lage gesprochen und auch der heute anstehende Arbeitsmarktbericht dürfte auf die insgesamt robuste Verfassung hinweisen. Zwar hat der ADP-Report die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt, dennoch ist ein Wert von 179 Tsd. geschaffenen Stellen in der Privatwirtschaft als robust einzustufen. Zusammen mit dem niedrigen Niveau der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind die Erwartungen eines Stellenzuwachses außerhalb der Landwirtschaft von rund 200 Tsd. realistisch. Die Arbeitslosenquote ist im Vormonat auf 6,3 % gesunken, sodass im Mai ein erneuter Rückgang unwahrscheinlich erscheint. Allerdings spricht der vom Conference Board ermittelte Employment-Trend-Index dafür, dass sich der übergeordnete Trend einer rückläufigen Arbeitslosigkeit fortsetzen wird. Insgesamt sollte der heutige Arbeitsmarktbericht die Fed in ihrem Kurs des QE-Ausstiegs bestätigen. Zudem gibt es keinen Grund für Marktteilnehmer, Zinserhöhungserwartungen nach hinten zu verschieben.

Bund-Future: Mit dem umfassenden Maßnahmenkatalog der EZB hat die Attraktivität sicherer Bundesanleihen zwischenzeitlich nachgelassen, während Papiere der EWU-Peripherie gesucht waren. Heute fehlen fundamentale Impulse für einen Kursrückgang bei Bundesanleihen, zumal wir davon ausgehen, dass der US-Arbeitsmarktbericht die Konsensschätzung nicht übertreffen wird. Der heutige Kontraktwechsel beim Bund-Future geht mit einem Abschlag von gut 120 Bp. einher. Trading-Range (September-Kontrakt): 144,00 – 145,60

Primärmarkt: Zum Ende der ersten Juniwoche stehen keine Aktivitäten im europäischen Primärmarktkalender. Auf der anderen Seite des Atlantiks zeigt sich ein ähnliches Bild. Emissionsaktivitäten vonseiten des US-Schatzamtes sind nicht geplant und auch die New-York-Fed legt bei ihren regelmäßigen Anleihekäufen eine Pause ein und wird erst wieder zu Beginn der neuen Handelswoche aktiv. Am europäischen Geldmarkt richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf das britische Debt Management Office, das wie gewohnt drei Bill-Serien versteigert. Das avisierte Emissionsvolumen liegt heute mit 3 Mrd. GBP deutlich über dem Niveau der letzten Auktionen.

Die AFT konnte gestern Vormittag erfolgreich eine neue 10-jährige OAT am Markt platzieren. Die Zuteilungsrendite der bis November 2024 laufenden Anleihe lag mit 1,96 % knapp unter dem Niveau der letzten Auktion im 10-jährigen Laufzeitbereich. Zusätzlich erweiterte die AFT die OAT-Serien April 2022 und Mai 2030. Insgesamt konnte Frankreich im Rahmen der gestrigen Auktion 8,5 Mrd. EUR an neuen Mitteln aufnehmen. Damit lag das Emissionsvolumen bei dem zuvor avisierten Maximalziel.

Neben der französischen AFT war mit dem spanischen Tesoro gestern ein zweiter Emittent am Primärmarkt aktiv. Die Erweiterung der 3- und 5-jährigen Benchmark-SPGBs spülte gut 4,5 Mrd. EUR in die spanische Staatskasse. Damit addieren sich die aufgenommenen Finanzierungsmittel des spanischen Tesoros im mittel- und langfristigen Anleihesegment im laufenden Jahr auf 77 Mrd. EUR, was 58 % der 2014 benötigten Mittel in Höhe von 133 Mrd. EUR entspricht. Spanien musste den Investoren insbesondere im 5-jährigen Laufzeitbereich erneut weniger Rendite bieten. Dies spiegelt sich auch im 5-jährigen Spread gegenüber Bunds gleicher Laufzeit wider, der nach dem zwischenzeitlichen Anstieg wieder im Bereich der Tiefs von Anfang Mai liegt (siehe Grafik PDF-Ausgabe).

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Hüfners Wochenkommentar: "Euro ohne Deutschland?"
Börse Frankfurt - Forex - 23.02.2017
23. Februar 2017. MÜNCHEN (Assenagon). Vor ein paar Tagen sprach ich in Wien mit dem Vorstand einer renommierten österreichischen Privatbank über die Probleme in der europäischen Währungsunion. In vielen Punkten waren wir unterschiedlicher Meinung. Schließlich meinte er resignierend (freilich nicht ganz ernst gemeint): Dann bleibt doch nur, dass Deutschland aus dem Euro ausscheidet. Das ist eine Meinung, die ich in letzter Zeit häufiger höre. Ich vermute, dass sie an Gewicht gewinnen wird, wenn es im Euro zu noch größeren Spannungen kommen sollte und - Gott sei's geklagt - vielleicht sogar ein Mitglied ausscheidet. ... mehr

DAX tut sich schwer mit der 12.000 – Euro vermiest die Stimmung
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Ein im Tagesverlauf wieder stärkerer Euro hat heute die Investoren verschreckt, die als nächstes Kursziel für den Deutschen Aktienindex schon das Allzeithoch einkalkuliert hatten. Trotz neuer Rekordhochs an der Wall Street konnte der DAX deshalb die 12.000er Marke auch heute nicht hinter sich lassen. Damit bleibt die Entwicklung der Gemeinschaftswährung das Zünglein an der Waage, was die weitere Entwicklung am deutschen Aktienmarkt angeht. Eigentlich ist ein stärkerer Euro zwar positiv, drückt sich darin doch auch eine geringere Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs Le Pens bei den französischen Präsidentschaftswahlen aus. ... mehr

Auslandsaktien: Nasdaq klettert immer weiter
Börse Frankfurt - Indizes - 23.02.2017
16. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Betrachtet man die jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommission, dann geht es aufwärts mit der Konjunktur in der Währungsgemeinschaft. Für das laufende Jahr erwartet Brüssel für den Euroraum mit 1,6 Prozent ein um 0,1 Prozent höheres Wachstum des Bruttoinlandprodukts als bisher angenommen. Im Prognose-Zeitraum bis 2018 soll es demnach erstmals seit fast zehn Jahren in allen Mitgliedsländern eine Entwicklung im positiven Bereich geben. Auch bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der Neuverschuldung kämen die Staaten voran. ... mehr

Euwax Trends: Dax : weiter Ringen um die 12.000 Punkte
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.02.2017
Bilanzen von Henkel und ProSiebenSat.1 11.998,59 – was klingt wie ein Sonderangebot für einen Kleinwagen ist der Dax Schlussstand vom Mittwoch. Und das Ringen um die 12.000 Punkte geht weiter und damit der Angriff auf das Allzeit-Hoch. Doch am Donnerstag kommt der Dax nicht vom Fleck. Zahlen kommen heute unter anderem von ProSiebenSat.1 und Henkel aus der ersten Börsenreihe. Die Vorgaben sind gemischt: Der Dow Jones legt zu, der Nikkei gibt leicht nach. ... mehr

Baader Bond Markets: EZB und Fed nehmen Bondmärkte in den Schwitzkasten
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 23.02.2017
Die internationalen Rentenmärkte steuern auf eine Zerreißprobe zu, welche in der gegensätzlichen Ausrichtung der Geldpolitik von Europäischer Zentralbank (EZB) und der US-amerikanischen Notenbank (Fed) begründet ist. Während die Fed sich infolge steigender Inflationszahlen, guter Konjunkturdaten und zu erwartender Stimuli seitens der neuen US-Regierung mit steigenden Zinsen auseinandersetzt, hält die EZB an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Und das obwohl auch in der Eurozone höhere Inflationszahlen zu beobachten waren. In Deutschland ist für den Januar sogar mit einer Rate von 2% zu rechnen. ... mehr

Analyse: Analystenschätzungen halten WTI auf Kurs!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 23.02.2017
Die Rohölnotierungen hielten sich auch in der letzten Handelswoche auf ihren Kursniveaus und verzeichneten keine nennenswerten Abgaben. Allerdings gibt es auch keinen neuen Impuls für dynamische Anstiege auf der Oberseite. Aus fundamentaler Sicht bleibt die Perspektive ebenfalls unverändert, sodass die Marktteilnehmer weiterhin auf den nächsten entscheidenden Impuls warten. Am Dienstag verhalf ein Analystenkommentar der Citigroup WTI auf ein neues Monatshoch. Übergeordnete Marktsituation WTI - 23. Februar 2017 Dieses Monatshoch geht einher mit dem Vorvortageshoch und stellt den nächsten übergeordneten Widerstand bei 55,05 USD dar. ... mehr

DAX tanzt um die 12.000 – Euphorie hält sich in Grenzen
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Der Deutsche Aktienindex notiert das erste Mal seit April 2015 wieder über 12.000 Punkten. Der Anstieg vor zwei Jahren wurde begleitet durch einen Kanon an Kommentatoren, die fast unablässig auf die Alternativlosigkeit der Aktie hinwiesen. Dieser überbordende Optimismus pro Aktie herrscht heute nicht mehr vor – das ist ein gutes Zeichen. Gerade auch deshalb, weil die Alternativlosigkeit der Aktie in Deutschland noch viel dramatischer geworden ist. Die Inflation liegt deutlich über den Nominalzinsen. Da der Zins aber immer nur das ist, was real übrig bleibt, erleiden Sparer echte Kaufkraftverluste. ... mehr

DAX kämpft mit psychologisch wichtiger 12.000er-Marke
Helaba Floor Research - Indizes - 23.02.2017
Fed: Eine geldpolitische Straffung könnte „recht bald angebracht“ sein In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

Fixed Income Daily - Unsicherheiten machen sich bei Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar
Helaba Floor Research - Bonds - 23.02.2017
In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0460 – 1,0635
Helaba Floor Research - Forex - 23.02.2017
Im Datenkalender finden sich kaum Einträge, die von der wieder stärker brodelnden Euro-Krise ablenken könnten. Die politische Verunsicherung im Kontext der Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und möglicherweise auch in Italien ist dafür verantwortlich und so werden konjunkturelle Veröffentlichungen vor allem dann beachtet, wenn sie die Euro-Krisenstimmung eher befeuern als lindern. Dies dürfte auch für das INSEE-Geschäftsklima gelten. Echten Einfluss auf das Marktgeschehen erwarten wir nur für den Fall einer Enttäuschung. ... mehr

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