Kolumnen & Analysen Devisen

5 Jahre Börsen-Rallye – Wo ist jetzt noch was zu holen?
Florian Schulz - Indizes - 04.06.2014

Seit mehr als fünf Jahren klettern die Aktienmärkte nun schon steil nach oben. An der deutschen Börse und an der Wall Street wurden inzwischen sogar neue Kursrekorde erreicht. Viele Investoren stellen sich jetzt aber die Frage, ob es nicht schon zu spät ist, um Aktien zu kaufen.

Natürlich hat sich die Wirtschaft in den USA und in Europa seit der Finanzkrise etwas erholt. Allerdings wird an den Börsen bekanntlich die Zukunft gehandelt. Und hier besteht die Gefahr, dass die erhofften guten Nachrichten der kommenden Jahre bereits in den hohen Aktienkursen enthalten sind. Soll man also nach fünf Jahren Börsenrallye jetzt noch investieren. Und wenn ja – wo?

Demnächst Verluste mit deutschen Aktien?

Das Finanzportal gurufocus.com hat sich die Mühe gemacht, das mögliche Kurspotenzial verschiedener Börsen für die nächsten Jahre zu errechnen. Die Prognose basierte auf drei wichtigen Kennzahlen. Herangezogen wurde das Wirtschaftswachstum der jeweiligen Länder, die Dividenden-Rendite, die die dortigen Börsen abwerfen, und zuletzt noch, wie stark die Bewertung der Aktien von ihrem langjährigen Durchschnitt abweicht. Dadurch erhält man einen groben Richtwert, wie sich die verschiedenen Aktienmärkte demnächst entwickeln könnten.

Die Ergebnisse sind frappierend: Gurufocus.com geht davon aus, dass Anleger mit US-Aktien mittelfristig jetzt nur noch 2 Prozent Rendite pro Jahr erzielen werden. Mit deutschen Aktien sind sogar Verluste wahrscheinlich. Ganz anders sieht es dagegen mit Titeln aus den Emerging Markets aus. So rechnet Gurufocus für indische Aktien mit einer Durchschnitts-Performance von 17,7 Prozent pro Jahr. Brasilianische Aktien wiederum können 17,8 Prozent pro Jahr einbringen, russische Aktien 28,9 Prozent und chinesische Aktien sogar 36,4 Prozent!

Aktien aus Russland und China enorm günstig

Die Gurufocus-Prognosen sind nicht von der Hand zu weisen. Immerhin haben sich die Börsen der Schwellenländer in den letzten Jahren eher unterdurchschnittlich entwickelt. Die dortigen Aktien sind deshalb inzwischen viel niedriger bewertet als die Papiere, die man an den westlichen Börsen bekommt. Stark unterbewertet sind etwa chinesische Aktien, die es zurzeit nur auf ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,9 bringen. Und russische Aktien sind sogar mit einem KGV von lediglich 6,4 zu haben.

Auch wenn man die Schwellenländer-Börsen insgesamt betrachtet, ergibt sich ein erstaunliches Missverhältnis. Der MSCI Emerging Markets Index weist aktuell nur ein Durchschnitts-KGV von 10,8 auf. Dagegen sind die Papiere aus dem MSCI World Index bereits mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 bewertet. Legt man also die Gewinne der Unternehmen zugrunde, dann sind die Aktienmärkte weltweit bereits 38 Prozent teurer als die Wertpapiere aus den Schwellenländern.

Startschuss für die nächste Rallye

Das Beste daran ist allerdings, dass die Börsen der Emerging Markets jetzt damit begonnen haben, diesen Abstand wieder aufzuholen. Allein im Mai ist der MSCI Emerging Markets Index um knapp 4 Prozent gestiegen. Das war gleichzeitig der vierte Monat in Folge, der unterm Strich Kursgewinne erbrachte. Selbst bei russischen und ukrainischen Aktien, die wegen der Ukraine-Krise hart abgestraft wurden, ging es im Mai wieder zweistellig nach oben. Und dennoch sind die Schwellenländer-Börsen immer noch günstig – und die mittelfristigen Wachstumsaussichten dieser Länder sind besser als im Westen.

Ich bin davon überzeugt, dass an den Börsen der Schwellenländer die Aufholjagd bereits begonnen hat. Anleger tun gut daran, jetzt wieder verstärkt auf Aktien der Emerging Markets zu setzen.

Viel Erfolg bei der Geldanlage wünscht Ihnen
Florian Schulz
Chefredakteur Emerging-Markets-Trader
http://www.emerging-markets-trader.de

KAUFTIPPS für China, Asien, Osteuropa und Lateinamerika? Setzen Sie auf die BOOM-Märkte der Zukunft! Mehr Infos unter: http://www.emerging-markets-trader.de

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Hüfners Wochenkommentar: "Euro ohne Deutschland?"
Börse Frankfurt - Forex - 23.02.2017
23. Februar 2017. MÜNCHEN (Assenagon). Vor ein paar Tagen sprach ich in Wien mit dem Vorstand einer renommierten österreichischen Privatbank über die Probleme in der europäischen Währungsunion. In vielen Punkten waren wir unterschiedlicher Meinung. Schließlich meinte er resignierend (freilich nicht ganz ernst gemeint): Dann bleibt doch nur, dass Deutschland aus dem Euro ausscheidet. Das ist eine Meinung, die ich in letzter Zeit häufiger höre. Ich vermute, dass sie an Gewicht gewinnen wird, wenn es im Euro zu noch größeren Spannungen kommen sollte und - Gott sei's geklagt - vielleicht sogar ein Mitglied ausscheidet. ... mehr

DAX tut sich schwer mit der 12.000 – Euro vermiest die Stimmung
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Ein im Tagesverlauf wieder stärkerer Euro hat heute die Investoren verschreckt, die als nächstes Kursziel für den Deutschen Aktienindex schon das Allzeithoch einkalkuliert hatten. Trotz neuer Rekordhochs an der Wall Street konnte der DAX deshalb die 12.000er Marke auch heute nicht hinter sich lassen. Damit bleibt die Entwicklung der Gemeinschaftswährung das Zünglein an der Waage, was die weitere Entwicklung am deutschen Aktienmarkt angeht. Eigentlich ist ein stärkerer Euro zwar positiv, drückt sich darin doch auch eine geringere Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs Le Pens bei den französischen Präsidentschaftswahlen aus. ... mehr

Auslandsaktien: Nasdaq klettert immer weiter
Börse Frankfurt - Indizes - 23.02.2017
16. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Betrachtet man die jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommission, dann geht es aufwärts mit der Konjunktur in der Währungsgemeinschaft. Für das laufende Jahr erwartet Brüssel für den Euroraum mit 1,6 Prozent ein um 0,1 Prozent höheres Wachstum des Bruttoinlandprodukts als bisher angenommen. Im Prognose-Zeitraum bis 2018 soll es demnach erstmals seit fast zehn Jahren in allen Mitgliedsländern eine Entwicklung im positiven Bereich geben. Auch bei der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der Neuverschuldung kämen die Staaten voran. ... mehr

Euwax Trends: Dax : weiter Ringen um die 12.000 Punkte
Börse Stuttgart - Marktberichte - 23.02.2017
Bilanzen von Henkel und ProSiebenSat.1 11.998,59 – was klingt wie ein Sonderangebot für einen Kleinwagen ist der Dax Schlussstand vom Mittwoch. Und das Ringen um die 12.000 Punkte geht weiter und damit der Angriff auf das Allzeit-Hoch. Doch am Donnerstag kommt der Dax nicht vom Fleck. Zahlen kommen heute unter anderem von ProSiebenSat.1 und Henkel aus der ersten Börsenreihe. Die Vorgaben sind gemischt: Der Dow Jones legt zu, der Nikkei gibt leicht nach. ... mehr

Baader Bond Markets: EZB und Fed nehmen Bondmärkte in den Schwitzkasten
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 23.02.2017
Die internationalen Rentenmärkte steuern auf eine Zerreißprobe zu, welche in der gegensätzlichen Ausrichtung der Geldpolitik von Europäischer Zentralbank (EZB) und der US-amerikanischen Notenbank (Fed) begründet ist. Während die Fed sich infolge steigender Inflationszahlen, guter Konjunkturdaten und zu erwartender Stimuli seitens der neuen US-Regierung mit steigenden Zinsen auseinandersetzt, hält die EZB an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Und das obwohl auch in der Eurozone höhere Inflationszahlen zu beobachten waren. In Deutschland ist für den Januar sogar mit einer Rate von 2% zu rechnen. ... mehr

Analyse: Analystenschätzungen halten WTI auf Kurs!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 23.02.2017
Die Rohölnotierungen hielten sich auch in der letzten Handelswoche auf ihren Kursniveaus und verzeichneten keine nennenswerten Abgaben. Allerdings gibt es auch keinen neuen Impuls für dynamische Anstiege auf der Oberseite. Aus fundamentaler Sicht bleibt die Perspektive ebenfalls unverändert, sodass die Marktteilnehmer weiterhin auf den nächsten entscheidenden Impuls warten. Am Dienstag verhalf ein Analystenkommentar der Citigroup WTI auf ein neues Monatshoch. Übergeordnete Marktsituation WTI - 23. Februar 2017 Dieses Monatshoch geht einher mit dem Vorvortageshoch und stellt den nächsten übergeordneten Widerstand bei 55,05 USD dar. ... mehr

DAX tanzt um die 12.000 – Euphorie hält sich in Grenzen
CMC Markets - Marktberichte - 23.02.2017
Der Deutsche Aktienindex notiert das erste Mal seit April 2015 wieder über 12.000 Punkten. Der Anstieg vor zwei Jahren wurde begleitet durch einen Kanon an Kommentatoren, die fast unablässig auf die Alternativlosigkeit der Aktie hinwiesen. Dieser überbordende Optimismus pro Aktie herrscht heute nicht mehr vor – das ist ein gutes Zeichen. Gerade auch deshalb, weil die Alternativlosigkeit der Aktie in Deutschland noch viel dramatischer geworden ist. Die Inflation liegt deutlich über den Nominalzinsen. Da der Zins aber immer nur das ist, was real übrig bleibt, erleiden Sparer echte Kaufkraftverluste. ... mehr

DAX kämpft mit psychologisch wichtiger 12.000er-Marke
Helaba Floor Research - Indizes - 23.02.2017
Fed: Eine geldpolitische Straffung könnte „recht bald angebracht“ sein In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

Fixed Income Daily - Unsicherheiten machen sich bei Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar
Helaba Floor Research - Bonds - 23.02.2017
In den letzten Tagen und Wochen wurden politische Unsicherheitsfaktoren immer wieder thematisiert und für einen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Während Bundesanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen profitieren und kurze Laufzeiten zum Teil neue historische Renditetiefs markieren, weisen die Zinsen in Frankreich, Italien und anderen Peripheriestaaten nach oben. Interessanterweise machen sich diese Unsicherheiten bei den zuletzt veröffentlichten Stimmungsindikatoren nicht bemerkbar. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0460 – 1,0635
Helaba Floor Research - Forex - 23.02.2017
Im Datenkalender finden sich kaum Einträge, die von der wieder stärker brodelnden Euro-Krise ablenken könnten. Die politische Verunsicherung im Kontext der Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und möglicherweise auch in Italien ist dafür verantwortlich und so werden konjunkturelle Veröffentlichungen vor allem dann beachtet, wenn sie die Euro-Krisenstimmung eher befeuern als lindern. Dies dürfte auch für das INSEE-Geschäftsklima gelten. Echten Einfluss auf das Marktgeschehen erwarten wir nur für den Fall einer Enttäuschung. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige AVATRADE - Devisen und CFDs handeln
Anzeige eToro - Traden Sie mit den Besten!
Digitale Optionen auf Devisen, Rohstoffe und Indizes

Sponsor

Anzeigen

<