Kolumnen & Analysen Devisen

Gold ist derzeit nur etwas für Spekulanten!
Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 26.05.2014

Zu Jahresbeginn legte der Goldpreis eine regelrechte Erholungsrallye an den Tag, doch die war nicht von Dauer. Das Mitte März erreichte Jahreshoch bei knapp 1.400 USD konnte nicht behauptet werden und seitdem oszilliert der Goldpreis um die Marke von 1.300 USD. In den letzten Wochen bewegen offenbar nur kurzfristig orientierte Spekulanten, die sich vom täglichen Auf und Ab in der Ukraine-Krise beeinflussen lassen, den Kurs. Eine echte Zunahme der Zuflüsse in den „sicheren Anlagehafen Gold“ ist nicht zu beobachten. Im Gegenteil: Nach einem zeitweiligen Anstieg der Nachfrage durch die Goldfonds (ETFs) zu Jahresbeginn, geht es trotz der Ukraine-Krise seit Wochen wieder in die andere Richtung. Die Gold-ETFs verzeichnen anhaltende Abflüsse und die Goldbestände beim größten mit physischem Gold hinterlegten Fonds SPDR Gold Trust liegen inzwischen auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2008.

Die Goldnachfrage aus China stützt langfristig den Preis

Auf kurze und mittlere Sicht sind derzeit keine nachhaltigen Treiber für den Goldpreis in Sicht. Das schließt nicht aus, dass es bei einer Ausweitung der Ukraine-Krise zu einem kräftigen Preisschub kommen könnte. Wahrscheinlich wird der Goldpreis aber unter dem Strich in diesem Jahr wenig Bewegung zeigen. In den kommenden Jahren könnte sich dies allerdings ändern, denn die Goldnachfrage aus der Schmuckindustrie wächst ständig. Bis zum Jahr 2017 soll einer Studie des World Gold Council zufolge die Goldnachfrage in China um stattliche 25 Prozent wachsen. Das würde den Preis höchstwahrscheinlich nach oben treiben, denn China ist mit einem Marktanteil von aktuell 28 Prozent zusammen mit Indien schon jetzt der größte Goldverbraucher. Aber das World Gold Council ist der Interessenverband der Goldbranche und ob die Prognosen wirklich eintreffen, steht auf einem anderen Blatt.

Langfristiger Abwärtstrend noch intakt

Charttechnisch gesehen ist der Goldpreis ist in den ersten Monaten des Jahres fast wieder bis an die Marke von 1.400 USD gestiegen, immerhin der höchste Preis seit September 2013. Eine Trendwende war das aber noch nicht, denn es wurde damit lediglich der seit Ende 2012 bestehende Abwärtstrend bestätigt. Auch die Ukraine-Krise konnte daran bislang nichts ändern. Aktuell scheint der Preis in einem breiten Seitwärtsintervall zwischen 1.200 und 1.400 USD gefangen. Erst ein Anstieg über 1.350 USD und damit ein Bruch der Abwärtstrendlinie würde das ändern. Nach unten befinden sich bei 1.250 und bei 1.200 USD starke Unterstützungen.

Fazit

Gold ist derzeit nur etwas für kurzfristig, spekulativ orientierte Anleger. Ein länger anhaltender Trend ist in diesem Jahr nicht in Sicht. Wer langfristig auf Gold setzen möchte, weil er an das Edelmetall glaubt oder sein Depot diversifizieren möchte, der kann sich in Geduld üben und für einen Einstieg auf niedrigere Kurse warten.

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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Baader Bond Markets: Wieviel Feingefühl hat Mario Draghi?
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 27.04.2017
Heute ist es wieder soweit. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich zu seiner turnusmäßigen Sitzung und entscheidet über die weitere Geldpolitik. Sicherlich werden hierbei auch die kritischen Diskussionsbeiträge anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank thematisiert. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass sich an der bisherigen Forward Guidance nichts ändern und dies von EZB-Chef Mario Draghi auch so vertreten wird. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Nuancen in der Wortwahl angepasst werden, was wiederum auf eine erste vorsichtige Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik hindeuten könnte. ... mehr

DAX leicht im Minus – EZB dürfte sich zurückhalten
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Die Regierung Trump verkündete den Märkten gestern nichts, was sie nicht bereits wussten. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Kurse an der Wall Street am Ende ins Minus. Dies wirft einen langen Schatten auf den heutigen Handel in Europa. Der Deutsche Aktienindex dementsprechend im Minus – der Widerstand bei 12.500 Punkten konnte zunächst nicht überwunden werden. In den Kursen sind schon viele positive Nachrichten eingepreist. Daher muss schon viel passieren, um die Rally am Laufen zu halten und eine früher oder später einsetzende Korrektur zu verhindern. ... mehr

Analyse: WTI - Rohölpreise bleiben unter Druck!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 27.04.2017
Nachdem WTI in der Vorwoche nach der Veröffentlichung der US-Lagerbestände deutlich unter Druck kam, setzte sich die Abwärtsbewegung auch im weiteren Wochenverlauf fort. Dabei bleibt die Sorge vor einem zu hohen Angebot das bestimmende Thema am Ölmarkt. Solange sich diese Unsicherheit im Markt befindet dürfte ein Anstieg über den übergeordneten Widerstandsbereich zwischen 54,60 USD und 55,25 USD nur schwer umzusetzen sein. Derweil sind nach den deutlichen Rücksetzern aus der Vorwoche wieder wichtige Unterstützungsbereiche in den Fokus der Anleger geraten. ... mehr

Aktienmärkte treten auf der Stelle
Helaba Floor Research - Indizes - 27.04.2017
USA: Unternehmenssteuer soll auf 15 Prozent sinken Der EZB-Rat entscheidet heute darüber, ob die Forward Guidance und das Wording angepasst werden. Bereits bei der letzten Ratssitzung Anfang März wurde darüber diskutiert, die Formulierung zu streichen, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Seit dieser Zeit sind wirtschaftliche Frühindikatoren mehrheitlich gestiegen, mithin könnte auch die Betonung konjunktureller Risiken aufgegeben werden. ... mehr

Fixed Income Daily - EZB-Ratssitzung im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 27.04.2017
Der EZB-Rat entscheidet heute darüber, ob die Forward Guidance und das Wording angepasst werden. Bereits bei der letzten Ratssitzung Anfang März wurde darüber diskutiert, die Formulierung zu streichen, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Seit dieser Zeit sind wirtschaftliche Frühindikatoren mehrheitlich gestiegen, mithin könnte auch die Betonung konjunktureller Risiken aufgegeben werden. All dies würde Spekulationen auf eine baldige Rückführung des Anleihekaufprogramms und auf eine Erhöhung des Einlagensatzes schüren. Ob sich bereits heute eine Mehrheit im EZB-Rat für ein verändertes geldpolitisches Signal findet, ist jedoch fraglich. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0837 – 1,1000.
Helaba Floor Research - Forex - 27.04.2017
Heute stehen die Perspektiven der europäischen Geldpolitik im Mittelpunkt des Interesses. Zum einen werden in Spanien und Deutschland die vorläufigen Inflationsraten des laufenden Monats bekannt gegeben, zum anderen findet die EZB-Ratssitzung statt. Inflationsseitig wird nach den unerwartet schwachen Jahresraten im März ein Anstieg erwartet. Dazu beigetragen haben könnte die zwischenzeitliche Erholung der Energiepreise. Inzwischen sinken die Öl-Notierungen aber wieder, sodass die Erwartungen an einen Inflationsanstieg nicht zu hoch geschraubt werden sollten. ... mehr

DAX: Trump liefert nicht gut genug
IG Markets Research - Marktberichte - 27.04.2017
27.04.2017 – 07:25 Uhr (Werbemitteilung): Allzu viel Beifall für die Steuerpläne der neuen US-Regierung gab es nicht. Die Wall Street reagierte verhalten auf die angekündigten Maßnahmen. Vor allem die Unternehmen sollen deutlich entlastet werden. Fraglich ist jedoch, ob die Steuerreform vom Kongress verabschiedet wird. Bei der Gesundheitsreform Obamacare musste US-Präsident Donald Trump eine Niederlage hinnehmen. Ausblick Der heutige Donnerstag hat einiges zu bieten. Zuerst wird die Wirtschaftsstimmung für April in der Eurozone veröffentlicht. ... mehr

Devisen: Spielball der Austrittsverhandlungen
Börse Frankfurt - Forex - 26.04.2017
26. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Erleichterung über den Ausgang von Runde eins der französischen Präsidentschaftswahlen sorgte für Bewegung an den Devisenmärkten. Gegenüber dem US-Dollar machte die Gemeinschaftswährung seit Wochenbeginn einen Sprung von 1,07 auf 1,09 US-Dollar. Im Verhältnis zum Yen verteuerte sich der Euro von 117 auf 121 Yen. Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass der pro-europäische Emmanuel Macron bei der Stichwahl am 7. Mai als Sieger über Marine Le Pen hervorgehen wird. ... mehr

Marktstimmung: "Fern von jeglicher Kapitulation"
Börse Frankfurt - Indizes - 26.04.2017
26. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eigentlich war es eine klare Angelegenheit: Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat nicht dazu geführt, dass bei der Stichwahl in 10 Tagen zwei anti-europäische Kandidaten gegeneinander antreten werden. Und die Reaktion des DAX konnte in der Logik vieler Anleger nur so ausfallen, wie man sich das unter normalen Umständen vorstellt. Zu Wochenbeginn gab es einen deutlichen Kurssprung, gefolgt von zwei Tagen neuer Rekordhochs für das Börsenbarometer. ... mehr

DAX konsolidiert weiter – Trumps Steuerpläne werden zur Kenntnis genommen
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US-Präsident Trump geht mit dem Vorschlag für einen Unternehmenssteuersatz von 15 Prozent ins Rennen, was ein großes Loch in den Haushalt reißen würde. Damit schafft sich die US-Regierung aber einen Verhandlungsspielraum, denn auch die eigenen Reihen der Republikaner müssen erst noch von den Vorzügen dieser Gesetzesänderung überzeugt werden. Vielleicht wird man sich dann am Ende auf einen Satz zwischen 20 und 25 Prozent einigen. An der Wall Street werden die Steuerpläne Trumps zur Kenntnis genommen, lösen aber keine neue Euphorie aus. ... mehr

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