Kolumnen & Analysen Devisen

DAX: Kommt jetzt eine Rallye?
Stefan Böhm - Indizes - 14.05.2014

Die Aktienmärkte starteten mit viel Rückenwind in die neue Woche. Der Dow Jones Industrial Index in den USA stieg auf ein neues Allzeithoch und der DAX steht kurz davor. Gründe dafür waren unter anderem weitere Meldungen über Fusionen und Übernahmen. So sprang der MDAX-Wert Sky Deutschland um zehn Prozent nach oben, nachdem die British Sky Broadcasting Group Kaufinteresse anmeldete. Und auch aus Asien gab es einen positiven Schub, da Peking offenbar Maßnahmen ergreifen will, den Aktienmarkt durch Liberalisierung zu fördern.

Warum halten sich die Börsen so gut?

Erstaunlich ist aber schon, dass sich die Aktienmärkte in den letzten Wochen mehr als gut behaupteten. Die Kombination aus dem gestiegenen geopolitischen Risiko wegen der Ukraine-Krise und eher schwächeren Konjunkturdaten aus den USA, China und anderen Teilen der Welt hätte unter anderen Umständen durchaus ausgereicht, um eine schärfere Korrektur auszulösen. Doch bei kleineren Rückschlägen kam in den letzten Monaten immer rasch wieder Kaufinteresse auf. Warum? Unseres Erachtens gibt es dafür in der Hauptsache zwei Gründe: Zum einen geht die Mehrheit der Anleger ebenso wie der Wirtschaftsforscher davor aus, dass sich die Weltkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte beschleunigt. Zum anderen – und das ist noch wichtiger – haben die Notenbanker in den großen Wirtschaftsblöcken USA, Europa und Japan glaubhaft versichert, dass sie den Aufschwung weiterhin mit viel Liquidität unterstützen.

Notenbanken stützen die Märkte weiter

In der vergangenen Woche hat die EZB sogar eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt. Auch die US-Notenbankchefin Yellen versicherte vor kurzem den Marktteilnehmern erneut, dass die Fed den Aufschwung weiterhin expansiv unterstützt – trotz des laufenden Zurückfahrens der monatlichen Anleihekäufe. Das reduziert in den Augen der meisten Börsianer das Risiko eines Konjunktureinbruchs und auch eines stärkeren Kursrückschlags. Auch wir sehen das so. Wie überhaupt das allgemeine Risiko trotz der Ukraine-Krise so niedrig ist wie seit der Zeit vor der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Unter diesen Umständen suchen gerade die Profi-Anleger nach Rendite, und die ist vor allem in Aktien zu finden – oder auch in hochverzinsten Anleihen, die seit Jahresbeginn besser performt haben als Aktien. Die Renditen spanischer und italienischer 10jähriger Staatsanleihen sind sogar auf Rekordtiefs gefallen.

Die Gefahren von morgen interessieren nicht

Natürlich birgt diese Entwicklung das Risiko von Übertreibungen in sich. Am Aktienmarkt drohen Überbewertungen – und die Furcht davor war auch der Hauptgrund für die zwischenzeitliche starke Korrektur bei einigen Internet- und High-Tech-Aktien in den USA. Am deutschen Aktienmarkt sehen wir bislang allenfalls bei einzelnen Titeln das Risiko einer Überbewertung. Aber in den Augen der meisten Profi-Anleger steht das ohnehin nicht im Vordergrund. Aktienmärkte sind zumeist eine ganze Zeit lang überbewertet, bevor eine Korrektur kommt. Doch Fondsmanager werden an ihrer Performance zum Jahresende gemessen. Wer da bei einer Aufwärtsbewegung an den Börsen nicht dabei war, ist der Loser. Was nächstes Jahr kommt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Heißer Daten-Donnerstag

Diese Woche ist wieder vollgepackt mit Konjunkturdaten. Besonders der Donnerstag hat es in sich, wenn BIP-Daten aus Europa und Japan sowie zahlreiche Wirtschaftszahlen aus den USA veröffentlicht werden. Daneben legen die letzten acht DAX-Unternehmen sowie zahlreiche Unternehmen der zweiten Reihe Quartalsberichte vor.

Fazit

Ein Ausbruch des DAX aus der monatelangen Seitwärtsbewegung könnte charttechnisch gesehen neue Kräfte frei setzen. Doch obwohl die Chancen dafür gut stehen: Noch ist es nicht soweit! Und auch falls es zum Bruch des wichtigen Widerstands bei 9.800 Punkten kommen sollte, wird es auch wieder Rückschläge geben, denn so rosig ist das Aktienumfeld auch nicht.

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Erfolgreiche Investments wünscht
Ihr Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor
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Aktuelle Kolumnen & Analysen

Baader Bond Markets: Wieviel Feingefühl hat Mario Draghi?
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 27.04.2017
Heute ist es wieder soweit. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich zu seiner turnusmäßigen Sitzung und entscheidet über die weitere Geldpolitik. Sicherlich werden hierbei auch die kritischen Diskussionsbeiträge anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank thematisiert. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass sich an der bisherigen Forward Guidance nichts ändern und dies von EZB-Chef Mario Draghi auch so vertreten wird. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Nuancen in der Wortwahl angepasst werden, was wiederum auf eine erste vorsichtige Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik hindeuten könnte. ... mehr

DAX leicht im Minus – EZB dürfte sich zurückhalten
CMC Markets - Marktberichte - 27.04.2017
Die Regierung Trump verkündete den Märkten gestern nichts, was sie nicht bereits wussten. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Kurse an der Wall Street am Ende ins Minus. Dies wirft einen langen Schatten auf den heutigen Handel in Europa. Der Deutsche Aktienindex dementsprechend im Minus – der Widerstand bei 12.500 Punkten konnte zunächst nicht überwunden werden. In den Kursen sind schon viele positive Nachrichten eingepreist. Daher muss schon viel passieren, um die Rally am Laufen zu halten und eine früher oder später einsetzende Korrektur zu verhindern. ... mehr

Analyse: WTI - Rohölpreise bleiben unter Druck!
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 27.04.2017
Nachdem WTI in der Vorwoche nach der Veröffentlichung der US-Lagerbestände deutlich unter Druck kam, setzte sich die Abwärtsbewegung auch im weiteren Wochenverlauf fort. Dabei bleibt die Sorge vor einem zu hohen Angebot das bestimmende Thema am Ölmarkt. Solange sich diese Unsicherheit im Markt befindet dürfte ein Anstieg über den übergeordneten Widerstandsbereich zwischen 54,60 USD und 55,25 USD nur schwer umzusetzen sein. Derweil sind nach den deutlichen Rücksetzern aus der Vorwoche wieder wichtige Unterstützungsbereiche in den Fokus der Anleger geraten. ... mehr

Aktienmärkte treten auf der Stelle
Helaba Floor Research - Indizes - 27.04.2017
USA: Unternehmenssteuer soll auf 15 Prozent sinken Der EZB-Rat entscheidet heute darüber, ob die Forward Guidance und das Wording angepasst werden. Bereits bei der letzten Ratssitzung Anfang März wurde darüber diskutiert, die Formulierung zu streichen, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Seit dieser Zeit sind wirtschaftliche Frühindikatoren mehrheitlich gestiegen, mithin könnte auch die Betonung konjunktureller Risiken aufgegeben werden. ... mehr

Fixed Income Daily - EZB-Ratssitzung im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 27.04.2017
Der EZB-Rat entscheidet heute darüber, ob die Forward Guidance und das Wording angepasst werden. Bereits bei der letzten Ratssitzung Anfang März wurde darüber diskutiert, die Formulierung zu streichen, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Seit dieser Zeit sind wirtschaftliche Frühindikatoren mehrheitlich gestiegen, mithin könnte auch die Betonung konjunktureller Risiken aufgegeben werden. All dies würde Spekulationen auf eine baldige Rückführung des Anleihekaufprogramms und auf eine Erhöhung des Einlagensatzes schüren. Ob sich bereits heute eine Mehrheit im EZB-Rat für ein verändertes geldpolitisches Signal findet, ist jedoch fraglich. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0837 – 1,1000.
Helaba Floor Research - Forex - 27.04.2017
Heute stehen die Perspektiven der europäischen Geldpolitik im Mittelpunkt des Interesses. Zum einen werden in Spanien und Deutschland die vorläufigen Inflationsraten des laufenden Monats bekannt gegeben, zum anderen findet die EZB-Ratssitzung statt. Inflationsseitig wird nach den unerwartet schwachen Jahresraten im März ein Anstieg erwartet. Dazu beigetragen haben könnte die zwischenzeitliche Erholung der Energiepreise. Inzwischen sinken die Öl-Notierungen aber wieder, sodass die Erwartungen an einen Inflationsanstieg nicht zu hoch geschraubt werden sollten. ... mehr

DAX: Trump liefert nicht gut genug
IG Markets Research - Marktberichte - 27.04.2017
27.04.2017 – 07:25 Uhr (Werbemitteilung): Allzu viel Beifall für die Steuerpläne der neuen US-Regierung gab es nicht. Die Wall Street reagierte verhalten auf die angekündigten Maßnahmen. Vor allem die Unternehmen sollen deutlich entlastet werden. Fraglich ist jedoch, ob die Steuerreform vom Kongress verabschiedet wird. Bei der Gesundheitsreform Obamacare musste US-Präsident Donald Trump eine Niederlage hinnehmen. Ausblick Der heutige Donnerstag hat einiges zu bieten. Zuerst wird die Wirtschaftsstimmung für April in der Eurozone veröffentlicht. ... mehr

Devisen: Spielball der Austrittsverhandlungen
Börse Frankfurt - Forex - 26.04.2017
26. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Erleichterung über den Ausgang von Runde eins der französischen Präsidentschaftswahlen sorgte für Bewegung an den Devisenmärkten. Gegenüber dem US-Dollar machte die Gemeinschaftswährung seit Wochenbeginn einen Sprung von 1,07 auf 1,09 US-Dollar. Im Verhältnis zum Yen verteuerte sich der Euro von 117 auf 121 Yen. Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass der pro-europäische Emmanuel Macron bei der Stichwahl am 7. Mai als Sieger über Marine Le Pen hervorgehen wird. ... mehr

Marktstimmung: "Fern von jeglicher Kapitulation"
Börse Frankfurt - Indizes - 26.04.2017
26. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eigentlich war es eine klare Angelegenheit: Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat nicht dazu geführt, dass bei der Stichwahl in 10 Tagen zwei anti-europäische Kandidaten gegeneinander antreten werden. Und die Reaktion des DAX konnte in der Logik vieler Anleger nur so ausfallen, wie man sich das unter normalen Umständen vorstellt. Zu Wochenbeginn gab es einen deutlichen Kurssprung, gefolgt von zwei Tagen neuer Rekordhochs für das Börsenbarometer. ... mehr

DAX konsolidiert weiter – Trumps Steuerpläne werden zur Kenntnis genommen
CMC Markets - Marktberichte - 26.04.2017
US-Präsident Trump geht mit dem Vorschlag für einen Unternehmenssteuersatz von 15 Prozent ins Rennen, was ein großes Loch in den Haushalt reißen würde. Damit schafft sich die US-Regierung aber einen Verhandlungsspielraum, denn auch die eigenen Reihen der Republikaner müssen erst noch von den Vorzügen dieser Gesetzesänderung überzeugt werden. Vielleicht wird man sich dann am Ende auf einen Satz zwischen 20 und 25 Prozent einigen. An der Wall Street werden die Steuerpläne Trumps zur Kenntnis genommen, lösen aber keine neue Euphorie aus. ... mehr

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