Kolumnen & Analysen Devisen

Dax rutscht wieder unter die 55-Tage-Linie
Helaba Floor Research - Indizes - 28.04.2014

DAX Indikation 9.430 Unterstützungen 9.350 / 9.318 Widerstände 9.480 / 9.501 Handelsbreite 9.315 / 9.501
EuroStoxx 50 Indikation 3.158 Unterstützungen 3.150 / 3.130 Widerstände 3.206 / 3.239 Handelsbreite 3.125 / 3.190

Entwicklung in der Ukraine weiter im Blick

Die Europäische Zentralbank wird nicht müde, die Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik am Leben zu erhalten. Schon bei der letzten Pressekonferenz Anfang des laufenden Monats verdeutlichte EZB-Präsident Draghi, dass der EZB-Rat einstimmig dazu bereit sei, mit konventionellen und unkonventionellen Maßnahmen gegen eine Phase zu niedriger Inflation vorzugehen. Das Niveau der Märzinflationsrate von 0,5 % gg. VJ ist wohl als zu gering anzusehen und erst in der letzten Woche wurde nochmals verdeutlicht, dass dem Aprilwert der Inflation eine „sehr hohe“ Bedeutung zukommt. Die EZB-Vertreter haben diesbezüglich oft auf einen Basiseffekt verwiesen, der vermuten lässt, dass die Inflationsrate im April wieder auf ein höheres Niveau springt. Vor diesem Hintergrund sind die Schnellschätzung der EWU-Teuerungsrate (am Mittwoch) und die im Vorfeld zur Veröffentlichung anstehenden nationalen Inflationsraten (Deutschland und Belgien) am Dienstag sowie die Werte in Spanien und Italien (beide ebenfalls am Mittwoch) von besonderes hohem Interesse. Die zuletzt anziehenden Benzinpreise sprechen dafür, dass die Jahresteuerungsrate sich von den niedrigen Märzniveaus lösen kann. Im Fall der Eurozone scheint die Konsensschätzung von 0,8 % gg. VJ realistisch. Unseres Erachtens wäre dies aber auch das Minimum an Inflation, das die EZB akzeptieren würde, ohne in der folgenden Woche unmittelbar eine geldpolitische Lockerung zu beschließen. Eine Simulation der Inflationsentwicklung anhand der jüngeren Historie deutet an, dass das Inflationsniveau des Monats April etwa bis in den Herbst hinein Bestand haben könnte. Das heißt: Enttäuscht der April, so verändert sich der Ausblick für die Teuerung 2014 insgesamt – die EZB wäre wohl zum Handeln gezwungen, und vice versa. Realwirtschaftliche Indikatoren der Eurozone werden in der neuen Woche kaum in der Lage sein, gegenüber dem starken Einfluss der Preiszahlen und den damit verbundenen EZB-Spekulationen zu bestehen. In den USA dagegen stehen wichtige Daten zur Veröffentlichung an.

Wichtige Arbeitsmarktindikationen (ADP-Report), das BIP-Wachstum des ersten Quartals und der ISM-Index sind zu nennen. Generelle Wachstumszweifel sollten nicht aufkommen, da das witterungsbedingt schwache Q1-Wachstum durch robuste Stimmungs- und Arbeitsmarktindikatoren relativiert wird. Die Fed dürfte bei der FOMC-Sitzung (Mittwoch) die jüngsten Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nach dem Ende des Winters konstatieren und erwartungsgemäß eine neuerliche Reduzierung der QE-Volumina um insgesamt 10 Mrd. USD beschließen. Einen „hawkishen“ Unterton des Begleitkommentars erwarten wir nicht.

Aktienmärkte: Auch zum Schluss der vergangenen Woche stand der deutsche Aktienmarkt unter dem Eindruck der anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Der DAX ging mit einem Abschlag von 1,54 % bei 9.401 Punkten aus dem Handel. Die Gemengelage stellt sich auch in dieser Woche in etwa so dar, wie es in der vergangen Woche der Fall war. Die Augen werden weiterhin auf die Entwicklung in der Ukraine, auf die US-Daten und vor allem auf die Fed-Sitzung gerichtet sein. Entsprechend muss damit gerechnet werden, dass die Kursausschläge weiterhin groß sein werden. Heute wird der Dax mit leichtem Rückenwind in den Handel starten. Von den auf der Agenda stehenden Konjunkturdaten wird kein nennenswerter Markteinfluss ausgehen.

Charttechnik: Nachdem der Dax temporär in der Lage war, sich von der wichtigen Supportzone im Bereich von 9.350 Zählern nach oben abzusetzen, könnte ein erneuter Test dieser Unterstützung bereits in Kürze anstehen. Bemerkenswert ist auch, dass der Index damit nicht in der Lage war, die für den mittelfristigen Trend bedeutsame 55-Tage-Linie nachhaltig hinter sich zu lassen. Entsprechend sind kurzfristig weiterhin keine ausreichend guten Chance- und Risikoprofile, welche einen Markteinstieg rechtfertigen, vorzufinden. Vielmehr droht eine beschleunigte Abwätsbewegung, sofern der Dax unter die Clusterzone bei 9.318 Zählern rutschen sollte.

Hinweis: Für eine größere Darstellung der Grafik öffnen Sie bitte den Link „Charttechnik“.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf https://www.helaba.de/de/DieHelaba/MaerkteUndAnalysen

Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Liegen die Gründe für den Krypto-Pullback in Fernost?
etoro Research - Trading Business - 16.01.2018
Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die jüngsten Preisstürze am Markt für Kryptowährungen: Auf dem Markt für Kryptowährungen geht es aktuell drunter und drüber. Panische Verkäufe haben für enorme Preisbewegungen gesorgt. Der Grund für den Abverkauf ist nicht eindeutig. Auffällig aber sind vor allem niedrigere Handelsvolumina in Japan und Südkorea als üblich. ... mehr

ETFs: Mitmischen bei US-Rekordjagd
Mike C. Kock - Indizes - 16.01.2018
16. Januar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Angesichts des anhaltenden Höhenflugs von S&P 500 und Dow Jones konzentrieren sich ETF-Anleger auf US-Aktien, während europäische Titel weniger beachtet werden. Der Dow Jones kletterte vergangene Woche von Rekordhoch zu Rekordhoch, zuletzt erreichte der Index 26.026 Punkte. ... mehr

Euwax Trends: Dax arbeitet sich vorwärts – Euro bleibt hoch - US Bilanzsaison läuft an
Börse Stuttgart - Marktberichte - 16.01.2018
Gewinne an den asiatischen Börsen stützen am Dienstag den deutschen Aktienmarkt und sorgen für eine moderate Erholungsbewegung. Bremsend wirkt allerdings nach wie vor der starke Euro. Hugo Boss und Rational klettern nach guten Zahlen. Der Dax öffnet freundlich, fällt dann zurück auf den Vortages-Schlusskurs und arbeitet sich dann wieder nach oben und klettert über 13.300 Punkte. Charttechnisch betrachtet hält die Richtungssuche also weiter an. ... mehr

Leitindex S&P 500 Wochenausgabe: Korrekturgefahr steigt massiv an
Formationstrader I S. Grass - Indizes - 16.01.2018
In der vergangenen Woche setzte der Leitindex S&P 500 seine steile Aufwärtsbewegung weiter fort. Mit einem Wochenschluss bei 2.786 Punkten ist ein Test der 2.800er Marke in der vor uns liegenden Handelswoche sehr wahrscheinlich. Die Indikatoren befinden sich einheitlich im Bullenmodus. Der Trend ist ganz klar bullisch. Die Markttechnik ist jedoch recht stark überhitzt. Eine Konsolidierung auf aktuellem Niveau kann daher jederzeit starten. ... mehr

Bitcoin-Crash: Flieht Ihr Narren!
Formationstrader I H. Esnaashari - Forex - 16.01.2018
Bitcoin-Analyse: Flieht Ihr Narren! Oder lest den Chart Der Bitcoin testet erneut sehr scharf die Unterstützungen. Die Bullen sind jetzt in der „Bringschuld“. ... mehr

Wohin treibt der Bitcoin?
Stefan Böhm - Forex - 16.01.2018
Vielleicht haben Sie es gelesen. In Südkorea denkt der Justizminister darüber nach, den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. Nun muss man wissen, dass Südkorea eine Hochburg des Bitcoins ist. Rund 15 Prozent des weltweiten Bitcoin-Handels findet in Südkorea statt. Ein Verbot hätte daher nicht nur großen symbolischen Charakter, sondern dürfte Bitcoin & Co. auch massiv schaden. ... mehr

Börsen-Kolumne: Platin bleibt weiter sehr interessant!
Stephan Feuerstein - Commodities - 16.01.2018
Während DAX & Co. in der ersten Börsenwoche nach einer ausgebliebenen Jahresendrally richtig glänzen konnten, hat die führenden Indizes die Dynamik mittlerweile komplett verlassen. Man darf daher gespannt sein, ob die freundliche Tendenz zum Jahresauftakt nur ein kurzes Strohfeuer war. Immerhin notiert der DAX nach wie vor innerhalb der im Oktober eröffneten Seitwärtstendenz. Hier wäre ein Ausbruch nach unten übrigens als oberes Trendwendesignal zu verstehen. ... mehr

DAX nur kurz im Plus – Dow Jones vor dem nächsten Tausender
CMC Markets - Marktberichte - 16.01.2018
Nur acht Handelstage brauchte der Dow Jones für den Weg von der runden Marke von 25.000 für die nächsten tausend Punkte, wenn heute nach dem Feiertag in den USA nichts mehr dazwischen kommt. Dieser Dynamik an der Wall Street konnte sich auch der Deutsche Aktienindex kurz nach Börsenstart nicht entziehen und wagte den Sprung nach oben. Aber genauso schnell wie es nach oben ging, folgte die Rückkehr in die Verlustzone. ... mehr

Bitcoin und DAX 30 Market Update: Bitcoin rutscht unter 13.000 Dollar-Marke
DailyFX - Marktberichte - 16.01.2018
Der gesamte Cyberwährungsmarkt, einschließlich Bitcoin befindet sich derzeit gehörig unter Druck. Der Bitcoin- Kurs rutscht auf der in Luxemburg ansässigen Plattform Bitstamp zeitweise bis auf 12.710 Dollar und reist den gesamten Markt mit in die Tiefe. Nach CoinMarketCap beträgt die Kapitalisierung lediglich 650 Milliarden Dollar. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX - Dynamik fehlt – Euro als Bremsfaktor
Helaba Floor Research - Indizes - 16.01.2018
Bereits gestern habe ich an dieser Stelle von einem lust- und impulslosen Handelsgeschehen am deutschen Aktienmarkt berichtet. In Folge des gestrigen US-Feiertages haben sich die beschriebenen „Rahmenbedingungen“ nochmals verstärkt. Insofern war der DAX auch nicht in der Lage sich in der Pluszone zu halten. Der weiterhin klar über der 1,22er Marke notierende Euro trug jedoch auch seinen Teil dazu bei. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<