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Bund Future - Erwartete Trading Range: 142.45-143.68
Helaba Floor Research - Bonds - 04.04.2014

Trading Range: 142.45-143.68
Tendenz: im Verlauf erholt


Die EZB hat wie erwartet die Leitzinsen unverändert gelassen. EZB- Präsident Draghi wich bei der Pressekonferenz nur in Nuancen von seinen Aussagen von vor vier Wochen ab. Die Notenbank hält sich alle Optionen offen und verlängert die Zusage anhaltend niedriger oder sinkender Zinsen. Neu waren die Aussagen, der Rat sei bereit, unkonventionelle Maßnahmen bei Bedarf zu nutzen. Außerdem werde er die Wechselwirkung zwischen geopolitischen Risiken und Wechselkursen genau beobachten.

Insgesamt ließen sich die Anleger dadurch aber nicht aus der Reserve locken. Mit Blick auf den heute anstehenden US- Arbeitsmarktbericht war an den internationalen Finanzmärkten Abwarten angesagt.

Die Kurse europäischer Staatsanleihen konnten sich im Handelsverlauf nach moderaten Verlusten wieder erholen. Bundesanleihenverbuchten am Ende kleine Gewinne, der Impulswechsel vollzog sich allerdings ohne großen Schwung. Aufschläge verzeichneten mittlere und lange Laufzeiten, kurze Fälligkeiten traten auf der Stelle.

Anleihen der EU- Peripherie litten nach der Auktion in Spanien unter Gewinnmitnahmen, zogen aber nach der Notenbanksitzung wieder an. Die Iberer besorgten sich über die Ausgabe 5-, 10- und 12- jähriger Anleihen knapp 5.6 Mrd. Euro, die Versteigerung verlief bei den jetzt doch recht reduzierten Renditen eher schleppend. Der Renditeabstand 10- jähriger italienischer (3.25 %) spanischer (3.22 %) und portugiesischer Bonds (3.95 %) ermäßigte sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 4, 3 bzw. 2 BP. Franzosen (2.11 %) und Belgier (2.23 %) machten gegen Bunds gut 1 BP gut. Frankreich spülte eine Auktion 7-, 10- & 30- jähriger OATs knapp 7.5 Mrd. Euro in die Kasse. Die höchste Zuteilung entfiel auf die 10-jährigen Titel, stärkste Nachfrage generierte aber die ultralange Laufzeit.

Die Renditen am US- Kreditmarkt waren im Vorfeld des US- Arbeitsmarktberichtes leicht rückläufig. Konjunkturdaten hatten einen nur limitierten Einfluss auf den Handel. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschten mit 326.000 leicht, der ISM- Index im Servicesektor ist von 51.6 auf 53.1 Punkte im März gestiegen. In Fernost tendieren US- Bonds heute Morgen trotz überwiegend leichterer Tendenz an den Aktienbörsen gut behauptet.

Bund-(142.90) und Bobl- Kontrakt (125.19) legten jeweils 7 Stellen zu, der Schatz (110.365) ging unverändert aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.605 %,der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 142 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 1 BP niedriger bei 2.79 %. Der Euro verbilligt sich auf 1.371 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 100.3 Dollar.

Zum Ausklang einer spannenden Börsenwoche richten sich die Augen aller Investoren auf den US- Arbeitsmarktbericht. Bei einer rückläufigen Arbeitslosenquote (6.6 %) wird mit einem Aufbau von 200.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft gerechnet. In Deutschland werden am Vormittag zudem die Auftragseingänge bei der Industrieim Februar (+0.2 5/6.8 %) veröffentlicht.

Am Primärmarkt sind heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Schuldner geplant. In der kommenden Woche starten die Niederlande am Dienstag mit der Versteigerung von 2.5 Mrd. Euro 5-jähriger DSL. Die Finanzagentur des Bundes begibt Linker (2 Mrd. Euro) mit Fälligkeit 2030. Österreich stockt zur Wochenmitte 10- und 30-jährige RGABs um insgesamt 1.2 Mrd. Euro auf. Gleichzeitig bietet der Bund 2-jährige Bundesschatzanweisungen im Volumen von 2 Mrd. Euro an. Die zweite Wochenhälfte teilen sich Irland (0.5 Mrd. Euro 10 Jahre) und Italien (7.5 Mrd. Euro 3 & 15 Jahre). Dem Emissionsvolumen von 17.25 Mrd. Euro stehen Kuponzahlungen und Tilgungen von über 20 Mrd. Euro gegenüber.

Das LandSachsen-Anhalt begab eine 10-jährige Anleihe im Volumen von 1 Mrd. Euro bei Midswap +9 BP.

Technik:
Der Bund- Future erholte sich gegen Handelsende von seinen moderaten Verlusten und schloss (142.90) 7 Stellen über Vortagsniveau. Die Indikatoren im Tageschart sind nach Süden gerichtet und lassen weitere Verluste erwarten. Auch auf Wochenbasis trübt sich das Bild zusehends ein.

Unterstützungen liegen bei 142.72 (Tief v. 02.04.), 142.59 (Hoch v. 21.03.), 142.51/49/48 (Wochentrend/Tief v. 03.04./Trendlinie), 142.32 (Tief v. 21.03.), 142.22 (Tief v. 24.03) und 142.07 (Tief v.11.03).

Widerstände sehen wir bei 142.99/143.02/04 (Hoch v. 03.04./Tief v. 31./25.03.), 143.12 (Tief v. 01.04.), 143.24 (Hoch v. 02.04.), 143.41/46 (Hoch v. 01.04./18.03.), 143.55 (Hoch v.17.03), 143.63/68 (Wochentrend/Hoch v. 31.03.), 143.79 (Hoch v. 13.03.), 143.97 (Hoch v. 14.03.) und 144.08 (Hoch v.28.03.).

Unterstützungen 142.72 142.48 142.22
Widerstände 143.02 143.24 143.68


Helaba Floor Research
www.helaba.de


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