Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - Michigan Sentiment im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 14.03.2014

Gewalt in der Ukraine verunsichert Aktienmärkte vor dem Krimreferendum.
Ölpreis (Brent) weiterhin in Seitwärtsrange – Euro unter Druck.


Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung des Ukraine-Konflikts hält an, denn eine einvernehmliche Lösung zwischen Russland und dem Westen zeichnet sich im Vorfeld des am Sonntag stattfindenden Referendums auf der Krim nicht ab. Insofern bleibt die Risikoaversion hoch. Im Gegensatz dazu geben die heute anstehenden US-Daten wenig Anlass zur Sorge. Im Mittelpunkt des Interesses steht das Michigan Sentiment – die wohl wichtigste Konsumentenbefragung des Landes. Die Zuversicht der Verbraucher hat wegen des strengen Winter gelitten. Inzwischen lässt aber der negative Wettereinfluss nach, was unter anderem am Anstieg der Einzelhandelsumsätze abzulesen ist. Diese sind im Februar um 0,3 % gestiegen. Der leicht verbesserte IBD/TIPP-Index und das Bloomberg-Verbrauchervertrauen lassen ebenfalls auf eine Stimmungsaufhellung schließen. Insofern erscheint die bei 82,0 liegende Konsensschätzung realistisch. Die Zuversicht der US-Verbraucher, gemessen am Michigan Sentiment und am Verbrauchervertrauen des Conference Boards, nimmt im Trend zu. Zwar sind die Niveaus noch nicht besonders hoch (Grafik), dennoch unterstützen sie das Szenario einer konjunkturellen Erholung. Für Aufmerksamkeit sorgen heute auch die Erzeugerpreise. Hier zeichnet sich ein ölpreisbedingter Vormonatsanstieg ab. Die Jahresrate dürfte aber kaum zulegen und damit wenig Raum für Inflationssorgen schaffen. Insgesamt sollten die Zahlen keinen maßgeblichen Einfluss auf die Erwartungen bezüglich der Fed-Politik haben. Derzeit spricht vieles dafür, dass die US-Währungshüter auf der FOMC-Sitzung am 18./19. März eine weitere Reduzierung des monatlichen Anleihekaufvolumens um 10 Mrd. US-Dollar beschließen werden.

Bund-Future: Die anhaltend hohe Risikoaversion liefert dem Future Unterstützung. Da zudem von den heutigen US-Daten kein negativer Einfluss zu erwarten ist, könnte es zu erneuten Gewinnen kommen. Das technische Umfeld liefert aber noch keine einheitlichen Signale, hellt sich aber auf. Widerstände zeigen sich unverändert am Kontrakthoch bei 143,79 und bei 144,00 sowie bei 144,29. Erste Unterstützungen sind bei 142,42 und 142,07 zu finden. Trading-Range: 143,11 – 144,29.

Primärmarkt: Heute richtet sich der Blick der Marktakteure in Ermangelung jedweder europäischer Primärmarkaktivitäten bereits auf die kommende Handelswoche. Sowohl die französische AFT als auch das spanische Tesoro geben im Verlauf des heutigen Tages die Emissionsdetails für die am Donnerstag anstehenden Auktionen bekannt. Am europäischen Geldmarkt versteigert das britische Debt Management Office wie gewohnt drei Bill-Serien, heute im überdurchschnittlichen Gesamtumfang von 5,5 Mrd. Pfund.

Im gestrigen Tagesverlauf konnte die irische Finanzagentur NTMA die Anfang Januar in einem syndizierten Verfahren neu begebene 10-jährige Benchmarkanleihe um 1 Mrd. Euro erweitern und damit zum ersten Mal nach Verlassen des europäischen Rettungsschirms Mitte Dezember letzten Jahres im Rahmen einer regulären Versteigerung neue Mittel am Kapitalmarkt einsammeln. Die Zuteilungsrendite lag mit 2,97 % fast 120 Bp. unter dem Niveau vor Jahresfrist. Seitdem hat sich die Finanzierungssituation Irlands deutlich verbessert. Lag das Renditeniveau vor einem Jahr, noch bei rund 4,15 %, rentieren 10-jährige Staatstitel am Sekundärmarkt aktuell bei knapp unter 3 %. Mithin scheint Irland sein Ziel, sich zukünftig wieder selbstständig über den internationalen Kapitalmarkt refinanzieren zu können, erreicht zu haben. Dafür spricht auch, dass inzwischen alle drei großen Ratingagenturen Irlands Bonität wieder auf Investmentgradeniveau angehoben haben. Die positive Entwicklung spiegelt sich zudem im irisch-deutschen Spread wider. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat sich die irische Risikoprämie im 10-jährigen Laufzeitsegment per saldo um rund 120 Bp. auf rund 140 Bp. eingeengt (siehe Grafik in DPF Ausgabe).

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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Aktuelle Kolumnen & Analysen

DAX taucht wieder ab – Starker Euro, schwache Zahlen
CMC Markets - Marktberichte - 27.07.2017
Starke Bilanzzahlen aus den USA treiben die Wall Street, während eher schwache Unternehmensergebnisse aus Deutschland neben einem starken Euro den Deutschen Aktienindex wieder ins Minus drücken. Bis auf die Allianz konnte heute kein Unternehmen aus dem DAX mit seinen Zahlen überzeugen, sie blieben alle hinter den Erwartungen zurück. Ganz anders in den USA – hier reißt die Serie guter Daten nicht ab. Schwergewichte berichten Quartalszahlen, die über den Erwartungen liegen und heben teilweise den Ausblick an. ... mehr

Auslandsaktien: Airlines im Aufwind
Börse Stuttgart - Indizes - 27.07.2017
27. Juli 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Top-Performer unter den DAX-Werten auf Zwölfmonatssicht ist derzeit die Lufthansa. Um 81,4 Prozent hat die Aktie zugelegt. Auch auf Sechsmonatssicht fliegt die deutsche Fluggesellschaft vorn, obwohl die traditionellen Airlines seit Jahren mit der wachsenden Konkurrenz durch Billigflieger und Anbieter aus dem Nahen Osten wie Emirates zu kämpfen haben. "Dazu kommen die extrem teuren Tarifverträge", bemerkt Michael Arras von Oddo Seydler. "In den USA ist der Verdrängungswettbewerb mehr oder weniger abgeschlossen, und die Preise haben sich stabilisiert, in Europa geht der Prozess noch weiter." ... mehr

Grüner Fisher: "Die gefährliche Jagd nach Rendite"
Börse Frankfurt - Indizes - 27.07.2017
27. Juli 2017. FRANKFURT (Grüner Fisher). Das Konzept des passiven Investierens erfreut sich steigender Beliebtheit. Anstatt einen aktiven Ansatz zu verfolgen, der eine zusätzliche Kostenkomponente beinhaltet, erscheint es für viele Anleger weitaus sinnvoller zu sein, einfach den "Index abzubilden". Unverfälschte Marktrenditen zu günstigen Konditionen - ein scheinbar simples Erfolgsrezept. Geeignete Instrumente sind durch die Vielzahl an angebotenen ETFs schnell gefunden. ... mehr

Euwax Trends: Euro-Anstieg und schwache Bilanzen belasten Dax am Super-Thursday - Deutsche Bank überrascht mit Gewinnsprung
Börse Stuttgart - Marktberichte - 27.07.2017
Die US-Notenbank Fed legt eine Zinspause ein und will zugleich den Abbau ihrer billionenschweren Bilanz bald in Angriff nehmen. Sie beließ den geldpolitischen Schlüsselsatz in einer Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Die Währungshüter um Fed-Chefin Yellen wollen noch dieses Jahr nachlegen – wann, ist jedoch noch unklar. Volkswagen steigert Gewinn kräftig Volkswagen hat den Gewinn deutlich gesteigert. Grund sind Sanierungserfolge seiner Hauptmarke VW. ... mehr

Baader Bond Markets: Janet Yellen mit der Geldpolitik der ruhigen Hand
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 27.07.2017
Mit der gestrigen Veröffentlichung des Fed-Beschlusses endete ein zweiwöchiger Zeitraum mit Leitzinsentscheidungen der vier wichtigsten Notenbanken. Nachdem die Bank of Japan (BoJ), die Bank of England (BoE) und die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihren Sitzungen die Beibehaltung der Leitzinsen beschlossen hatten, wurde auch von den amerikanischen Notenbankern keine Änderung der Zinspolitik erwartet. Vielmehr richtete sich das Augenmerk der Beobachter auf einen erhofften Hinweis bezüglich des Zeitpunkts für den Einstieg in die Bilanznormalisierung. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX: Moderate Verbesserungen
Helaba Floor Research - Indizes - 27.07.2017
Aktienmarkt Der DAX setzte am Mittwoch den tags zuvor begonnenen Erholungsimpuls fort. Unter dem Strich war ein moderates Plus in Höhe von 0,33 % auf 12.305,11 Punkte zu verbuchen. Insgesamt konnte das zuvor erreichte Niveau, das Tageshoch wurde bei 12.341 Zählern markiert, nicht gehalten werden. Einerseits wollten sich die Marktteilnehmer im Vorfeld der Fed-Sitzung nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, andererseits wird aber auch die zu geringe Bewegungsdynamik sichtbar. Der festere Ölpreis half nur bedingt. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 161.24-162.56
Helaba Floor Research - Bonds - 27.07.2017
Die US- Notenbank hat wie erwartet das Zielband für den Leitzins nicht angetastet. In ihrem Kommuniqué skizziert sie mit Verweis auf robusten Arbeitsmarkt, moderates Wachstum und fehlenden Inflationsdruck eine abwartende Haltung, deutet aber einen weiteren Schritt noch in diesem Jahr an. Der Abbau der der Bilanzsumme soll „relativ bald“ angepackt werden. Die Wachstumszahlen Großbritanniens des 2. Quartals (0.3 %/1.7 %) lagen im Rahmen der Erwartungen und hatten keinen Einfluss auf das Marktgeschehen. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Fed-Bilanzreduktion ab Herbst – Zinsschritt?
Helaba Floor Research - Forex - 27.07.2017
Erwartungsgemäß wartete die US-Notenbank ab und ließ das Zielband für die Leitzinsen unverändert bei 1,00 – 1,25 %. Es gab keine Gegenstimmen. Wesentliche Veränderungen im Statement zu der Zinsentscheidung gab es nicht. Weiterhin wird erwartet, dass die Wirtschaftsentwicklung graduelle geldpolitische Straffungen rechtfertigt. Bezüglich des zu erwartenden Startschusses zur Bilanzreduzierung gab es den Hinweis, dass dies bald geschehen könnte. Wir rechnen im Herbst damit. ... mehr

DAX: Euro könnte die Stimmung drücken
IG Markets Research - Marktberichte - 27.07.2017
27.07.2017 – 07:30 Uhr (Werbemitteilung): Die US-Notenbank Fed hat gestern Abend wie erwartet nicht an der Zinsschraube gedreht. Des Weiteren gaben die Währungshüter bekannt, in Kürze mit dem Abbau der Bilanzsumme zu beginnen. Aber auch dies war keine allzu große Überraschung. Dank der Zinspause sowie guter Quartalszahlen konnten Dow Jones Industrial und die Technologiebörse Nasdaq zulegen. Vorbörslich sehen wir den DAX bei 12.283 Punkten und somit unterhalb der Marke bei 12.300 Zählern. ... mehr

Tradologic wechselt zu MetaTrader 5
MetaQuotes - Trading Business - 27.07.2017
Der bekannte Technologieanbieter für Online-Trading Tradologic kündigte das Hinzufügen des MetaTrader 5 zu seinem Lösungsportfolio an. Dieser erstklassige Provider von Software im Bereich der Finanztechnologien arbeitet nach dem White-Label-Prinzip. Das Unternehmen bietet innovative Lösungen sowohl für bereits etablierte Broker, als auch für angehende Unternehmen an. Die Vertreter von Tradologic teilen mit, dass viele Kunden des Unternehmens die Einführung des Handels mit Devisen und CFDs beabsichtigen. ... mehr

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