Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - Einkaufsmanagerindizes im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 20.02.2014

FOMC-Protokoll: Notenbanker haben wegen niedriger Arbeitslosenquote über Anpassung des Niedrigzinsversprechens diskutiert.
China: HSBC-Industrieindex liegt im Februar bei vorl. 48,3 Punkten (Januar: 49,5).


Zuletzt konnten nachgebende Stimmungsindikatoren beobachtet werden. Heute wird sich zeigen, ob dieses Bild bestätigt wird, denn in der Eurozone stehen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm und in den USA eine weitere regionale Fed-Umfrage. Bei den Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes in Deutschland, Frankreich und der Eurozone dürfte es zu Konsolidierungen und zum Teil leichten Anstiegen kommen. In Deutschland sind allerdings nachgebende Werte zu erwarten, nachdem die Erwartungskomponenten der sentix- und ZEW-Umfrage bereits rückläufig waren. Da aber die PMI´s komfortabel im Expansionsbereich liegen, sollten keine Wachstumssorgen aufkommen. Im Gegensatz dazu befinden sich die französischen Stimmungsindizes noch unterhalb der Expansionsschwelle. Vor diesem Hintergrund ist zu hoffen, dass sich die im Januar gezeigte Stimmungsaufhellung fortsetzt, damit die Lücke zu Deutschland allmählich geschlossen wird. Wir gehen davon aus, dass die Einkaufsmanagerindizes keinen nachhaltigen Einfluss auf die Erwartungen bezüglich der EZB-Geldpolitik haben, sodass die Auswirkungen auf die Finanzmärkte begrenzt sein dürften. In den USA ist davon auszugehen, dass der Philadelphia-Fed-Index, ähnlich wie die Stimmungsumfrage im Großraum New-York, nachgeben wird. Allerdings haben wir schon mehrfach darauf hingewiesen, dass der Rückgang wohl temporärer Natur ist und daher nicht überinterpretiert werden sollte. Für Aufmerksamkeit sorgen heute zudem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die mit Werten von zuletzt knapp 340 Tsd. auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau liegen und einer fortgesetzten Verbesserung am Arbeitsmarkt nicht im Wege stehen. Zu erwähnen sind auch die Konsumentenpreise. Sowohl der Gesamtindex als auch die Kernteuerung werden im Monatsvergleich wohl moderat zugelegt haben, sodass die Kernpreise aufgrund günstiger Basiseffekte leicht auf 1,6% gg. VJ sinken könnten. Damit bleibt das Preisumfeld in den USA gedämpft.

Bund-Future: Die für heute eher schwach erwarteten Konjunkturzahlen auf beiden Seiten des Atlantiks dürften den Rentenmarkt tendenziell stützen. Ein erster nennenswerter Widerstand findet sich im Bereich des Hochs vom 5. Februar bei 144,57. Trading-Range: 143,40 – 144,60.

Primärmarkt: Zum Start in die zweite Wochenhälfte stehen einige interessante Primärmarktaktivitäten auf der Agenda. Mit der Erweiterung dreier SPGB-Serien im mittleren, langen und ultralangen Laufzeitbereich eröffnet das spanische Tesoro den heutigen Emissionsreigen. Das angestrebte Volumen beläuft sich auf 4 bis 5 Mrd. Euro. Im Anschluss wird die französische AFT zunächst im konventionellen Anleihesegment aktiv, bevor sie am späten Vormittag auch im inflationsgeschützten Bereich tätig wird. Über die Aufstockung der BTAN Juli 2016 sowie der beiden OAT-Serien Oktober 2017 und Mai 2019 sollen bis zu 8 Mrd. Euro in die französische Staatskasse gespült werden. Unter Berücksichtigung der Auktionen im inflationsindexierten Anleihesegment summiert sich das heutige Emissionsvolumen der AFT auf bis zu 9,4 Mrd. Euro. Darüber hinaus erweitert das britische Debt Management Office die 10-jährige Benchmark-Gilt um 3 Mrd. Pfund. Im Laufe des Nachmittags gibt dann das italienische Tesoro die Emissionsdetails für die am kommenden Dienstag anstehenden BTP€i/CTZ-Auktionen bekannt.

Jenseits des Atlantiks begibt das US-Schatzamt 30-jährige TIPS mit einem Gesamtvolumen von 9 Mrd. US-Dollar. Zudem entzieht die New-York-Fed dem Markt heute Treasuries der Laufzeiten Mai 2021 bis Februar 2024 im Umfang von bis zu 2,75 Mrd. US-Dollar.

Auch zu Beginn dieser Handelswoche setzte sich der seit Ende letzten Jahres zu beobachtende Renditerückgang in der Peripherie der Eurozone fort. Mit 3,48 % rentierten 10-jährige spanische Staatstitel gestern so tief wie zuletzt im Februar 2006. Mithin hat sich zuletzt auch der Spread zwischen 10-jährigen SPGBs und Bunds gleicher Laufzeit deutlich eingeengt. Aktuell notiert er mit rund 190 Bp. gut 5 Bp. über dem Jahrestief von Anfang der Woche. Ebenfalls deutlich rückläufig war zulezt auch der spanisch-deutsche Spread im 2-jährigen Laufzeitbereich, der mit knapp 70 Bp. das niedrigste Niveau seit April 2010 markierte.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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DAX testet die Unterstützung – Konjunkturdaten enttäuschen
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Auslandsaktien KW 24 (12.06. bis 16.06.2017) Der amerikanische Aktienmarkt hat eine uneinheitliche Woche hinter sich. Zum Wochenauftakt konnten die Technologiewerte deutlich zulegen. Die Zugpferde waren Apple, Alpabet und Microsoft, deren Kursgewinne überdurchschnittlich ausfielen. Im Energiebereich wurde am Montag eine Übernahme in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar bekanntgegeben. EQT (WKN: A1J0H5) übernimmt Rice Energy (WKN: A1XBVU) und macht den Aktionären ein Angebot teils in bar oder teils in eigenen Aktien. Hieraus errechnet sich eine Prämie von etwa 37 Prozent auf den Schlusskurs des vergangenen Freitags. Zur Wochenmitte fiel der Branchenindex NASDAQ Biotechnology mit einem Plus von 3,70 Prozent besonders auf. ... mehr

DAX tritt auf der Stelle – Brisante Situation im Ölpreis
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Wichtig für den Deutschen Aktienindex ist es jetzt, die Region knapp über 12.700 Punkten als Unterstützung zu halten. Dann besteht eine realistische Chance, dass der Markt in der kommende Woche einen neuen Anlauf auf die runde Marke von 13.000 Punkten startet. Zum Wochenschluss dürfte es allerdings wegen fehlender Impulse eher ruhig bleiben. Ab jetzt sollten Anleger verstärkt auf den Verlauf des Ölpreises achten. Es besteht Ausverkaufsgefahr, sollte die Unterstützung bei 41 US-Dollar im Brent-Öl unterschritten werden. ... mehr

Wochenbarometer Devisenmärkte - 25. KW 2017
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Aktienmärkte: Richtungssuche hält an
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Aktienmarkt Der gestrige Handelsverlauf des DAX mutete fast wie eine Kopie des Vortages an. Das Tageshoch- und tief entfielen nahezu auf die gleichen Marken. Einziger Unterschied bei den Tageskerzen war die Farbe des Körpers. Einmal mehr gab der Ölpreis den Ton an. Als sich abzeichnete dass sich dieser erholen würde, entfernte sich auch der DAX von seinem bei 12.717 markierten Tagestief um schlussendlich leicht ins Plus zu drehen. Einmal wurden damit wichtige Chartmarken verteidigt, dennoch bleibt ein widersprüchliches Bild zurück. Heute wird der DAX leicht schwächer in den Handel starten. ... mehr

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