Kolumnen & Analysen Devisen

Market View - Aus süßen Träumen gerissen
Gekko Global Markets - Marktberichte - 06.02.2014

Beständig gute Nachrichten sind für Kursraketen eine wichtige Basis, ansonsten droht schnell der Kraftstoff auszugehen und es kommt zu einer ebenso kräftigen Korrektur. Die Aktien von 3-D-Druckherstellern zählten ebenfalls zu den Überfliegern im vergangenen Jahr, und auch der Jahreswechsel fiel noch gut aus. Hershey, einer der größten Hersteller von Schokolade in Nordamerika, gab eine Kooperation mit 3D Systems bekannt. Die süße Überraschung sorgte noch einmal für einen kurzen Sprint auf ein frisches Rekordhoch, danach war die Party vorbei. Die Aktie des weltweit führenden Herstellers von 3D-Drucksystemen sackte deutlich ab, gestern kam der bittere Nackenschlag durch eine Gewinnwarnung. Aus der Traum, zweitweise gab es die Papiere rund 40 Prozent günstiger als vor drei Wochen. Eine typische Reaktion, wenn Erwartungen und Bewertungen nicht mehr passen und Anleger von der Realität eingeholt werden.

Twitter 17 Prozent im Minus

Google, Facebook, Yahoo, Apple, Amazon und nun auch Twitter - die Bilanzen von Amerikas Web-Giganten konnten nicht immer überzeugen. Apple, Amazon und Yahoo lieferten nicht so starke Zahlen wie erhofft, für Google und Facebook spendeten die Investoren Applaus. Entsprechend hoch lagen die Erwartungen bei Twitter. Die gezwitscherten Daten reihen sich ebenfalls in die Riege der Enttäuschungen ein. Gewinn je Aktie und Umsatz lagen im vierten Quartal klar über den Erwartungen. Ebenso überraschend - und zwar negativ, fiel aber der Zuwachs bei den Nutzerzahlen aus. Hier lagen die Prognosen bei 249 Millionen, Twitter meldete aber nur einen Anstieg von 9 Millionen auf 241 Millionen Fans. Was an der Börse zählt ist zudem die Zukunft. Und hier rechnet der Neuling für das erste Semester nur mit einem Gewinn von 10 bis 16 Mio. Dollar, leicht unter den Prognosen von 17 Mio. Dollar.

Crash

Da helfen auch der für das Gesamtjahr 2014 angepeilte Gewinn von 150 bis 180 Mio. Dollar und ein Umsatz von 1,15 bis 1,2 Mrd. Dollar nicht. Zumal wohl auch so manchem Investor langsam dämmern dürfte, welch dicke Vorschlusslorbeeren inzwischen im Kurs enthalten sind. Zur Einordnung: Anfang November lag der Ausgabepreis bei 26 Dollar, aktuell werden trotz der nachbörslich kräftigen Kursverluste noch 57 Dollar aufgerufen. Macht unter dem Strich einen Börsenwert von 33 Mrd. Dollar – das ist immer noch das fast 30fache des erwarteten 2014er-Umsatzes. Und das für ein Unternehmen, das noch nie einen Dollar Gewinn erwirtschaftet hat und auch im laufenden Jahr nur mit viel Glück erwirtschaften wird.

Wirtschaftsdaten am Donnerstag – EZB am Zug

Wohin der DAX tendiert, wird heute speziell ab 12 Uhr entschieden. Dann werden die Industrieaufträge für Deutschland veröffentlicht. Im November waren sie um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Das war etwas stärker als Analysten erwartet hatten. Für Dezember gehen die Profis von einem Plus von 0,4 Prozent aus. Um 13.45 Uhr gibt die EZB ihre Entscheidung bekannt. Viele Investoren erwarten, dass die EZB bei dieser Sitzung die Geldpolitik nicht lockern wird. Der Druck auf die EZB wächst allerdings zusehends. Zuletzt war die Inflation in der Euro-Zone im Januar auf 0,7 Prozent gesunken. Das war das niedrigste Niveau seit Februar 2010. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 0,9 Prozent gerechnet. Dass etliche Mitglieder der EZB ständig betonen, dass sie keine Sorge hätten, dass die Euro-Zone in die Deflation abrutscht, deutet in Wahrheit daraufhin, wie groß die Sorge der Währungshüter vor einer Deflation tatsächlich ist. Denn sie würde viele hoch verschuldete Länder schwer belasten, wenn die Einnahmen des Staates zurückgehen. Um 14.30 Uhr werden die Daten zum US-Handelsdefizit veröffentlicht. Wegen der stark steigenden Ölexporte war das Handelsdefizit im November auf 34,3 Mrd. Dollar gesunken. Das war ein Vier-Jahres-Tief. Für Dezember gehen Analysten von 35,9 Mrd. Dollar aus.

Autor: Sarah Brylewski - Gekko Global Markets
Die oben erwähnten Markteinschätzungen und Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung des Autors wider und nicht die von Gekko Global Markets. Dieser Service ist ausschliesslich zu Informationszwecken bestimmt und stellt keine Beratung oder Investmentempfehlung dar.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

ETFs: Gedämpfte Stimmung
Börse Frankfurt - Indizes - 22.08.2017
22. August 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Sowohl der DAX als auch ETF-Anleger zeigen sich derzeit orientierungslos. Während der deutsche Aktienindex weiter um 12.100/12.200 Punkte schwankt, werden Aktien-ETFs in beide Richtungen gehandelt. "Die Volatilität hat die Märkte wieder", bemerkt Carsten Schröder von der Commerzbank. In der Tat ist der "Angst-Index" VDAX New, der zuvor auf extrem niedrige Niveaus gefallen war, wieder etwas gestiegen - der Nordkorea-Konflikt, das politische Chaos in Washington und zuletzt auch der Anschlag in Barcelona machten sich bemerkbar. ... mehr

DAX setzt sich nach oben ab – Geldpolitik rückt in den Fokus
CMC Markets - Marktberichte - 22.08.2017
Die Börsen haben zumindest für den Moment ihre Empfindlichkeit gegenüber politischen und geopolitischen Problemen etwas abgelegt. Aber auch die Geldpolitik kehrt zurück in den Fokus der Anleger. Und hier scheinen einige bereits darauf zu setzen, dass EZB-Präsident Mario Draghi angesichts einer tiefen Inflation den Ball in dieser Woche flach halten wird, was die Ankündigung möglicher geldpolitischer Normalisierungsmaßnahmen anbelangt. ... mehr

Euwax Trends: ZEW-Index fällt – DAX steigt - Spannung vor Treffen in Jackson Hole
Börse Stuttgart - Marktberichte - 22.08.2017
Zuletzt hatten geopolitische Spannungen rund um Nordkorea, das Polit-Chaos im Weißen Haus und der stärker tendierende Euro dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt. Die US-Börsen zeigten sich am Montag richtungslos. Während der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P 500 letztlich minimale Gewinne einfuhren, gaben die Kurse an der NASDAQ leicht nach. Asiens Börsen haben sich am Dienstag durch die Bank freundlich gezeigt. ... mehr

DAX 30 und Bitcoin Market Update: DAX 30 - Fokus gilt geldpolitischen Hinweisen aus Jackson Hole in dieser Woche
DailyFX - Marktberichte - 22.08.2017
Schnäppchenjäger sind zu Beginn des Dienstagshandels auf der Pirsch und bescheren dem DAX ein Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortag zu Mittagstisch. Doch auch heute schwirren geopolitische Sorgen aus Nordkorea umher und dürften zu Nachmittag die Anlegerseele erneut belasten. Der bereits verkorkste Wochenstart ist eine Fortsetzung des Unsicherheitsgaranten Donald Trumps sowie eine Enttäuschung über die letzte geldpolitische Mitschrift der letzten Lagebeurteilung der Währungshüter FED und EZB. ... mehr

Kryptowährung Monero verdoppelt Wert fast über Nacht
etoro Research - Marktberichte - 22.08.2017
Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die aktuellen Entwicklungen am Krypto-Markt: „Der Kurs der Kryptowährung Monero hat sich von Montag auf Dienstag beinahe verdoppelt. Auch das Handelsvolumen ist in die Höhe geschossen. Die Marktkapitalisierung liegt jetzt bei über einer Milliarde US-Dollar. Grund des rasanten Kursanstiegs: XMR – so das offizielle Kürzel von Monero – soll in Kürze über Bithumb handelbar sein, einer der größten Krypto-Börsen der Welt mit Sitz in Korea. Diese Zuwächse sind phänomenal. ... mehr

DAX weiter unentschlossen – Jackson Hole und die Zukunft der Zinsen
CMC Markets - Marktberichte - 22.08.2017
Das an den Börsen aktuell gehandelte Volumen liegt unter dem Durchschnitt. Die technischen Trader übernehmen das Ruder. Vor den beiden Reden Mario Draghis in dieser Woche bricht der Bund Future nach oben aus. Er löst eine Konsolidierung auf, was für tiefere Zinsen in Deutschland in den kommenden Wochen sprechen könnte. Der DAX könnte die 200-Tage-Linie bei 11.940 Punkten erneut testen, wenn es die Nachrichtenlage zulässt. Das große Thema in dieser Woche ist Jackson Hole. ... mehr

Börsen-Kolumne: Handelskrieg?
Stephan Feuerstein - Indizes - 22.08.2017
Es wird einfach nicht ruhig um US-Präsident Trump, der sich mit seiner narzisstischen Art nicht viele Freunde macht. Wenngleich der Konflikt mit Nordkorea in den letzten Tagen zwar etwas in den Hintergrund gerückt ist, ist er damit noch längst nicht vom Tisch. Es sollte vielmehr sogar damit gerechnet werden, dass dieses Thema in Kürze erneut aufflammen könnte – auch wenn es der ehemalige Mitstreiter Trumps, Steve Bannon, etwas anders formuliert hat. So sieht der Ex-Chefstratege Trumps Nordkorea nur als „Nebenkriegsschauplatz“ und sieht den eigentlichen Feind in der Großmacht China, mit welcher man sich in einem Handelskrieg befinde. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range:164.02-164.87
Helaba Floor Research - Bonds - 22.08.2017
Trading Range:164.02-164.87 Tendenz freundlich Die internationalen Bondmärkte starteten in die neue Börsenwoche, wie sie die letzte beendet hatten. Da die Verunsicherung der Anleger mit jedem Twitter-Eintrag Donald Trumps zunimmt, suchen Anleger den sicheren Hafen von Staatsanleihen mit guter Bonität. Während Aktien unter dem Politchaos und zunehmenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel leiden, gerieten auch Zinspapiere aus der EU- Peripherie im Handelsverlauf zunehmend unter Druck. Das geringe Emissionsvolumen in dieser Woche verhinderte jedoch einen stärkeren Einbruch. ... mehr

Tagesausblick Aktien: Aktienmärkte: Fortsetzung der Korrektur
Helaba Floor Research - Indizes - 22.08.2017
Der DAX hat sich vor dem Hintergrund der erhöhten Risikoaversion erneut abgeschwächt. Der Leitindex schloss bei 12.065 Punkten, was einem Minus von 0,8 % entspricht. Für schlechte Stimmung sorgt unter anderem der Konflikt mit Nordkorea, der durch den Beginn des elftägigen Militärmanövers der USA und Südkorea wieder größer wird. Eine Stimmungseintrübung unter Finanzmarktteilnehmern dürfte heute die ZEW-Umfrage anzeigen, wovon der Aktienmarkt tendenziell belastet würde. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: ZEW-Umfrage: Stimmungsabkühlung!
Helaba Floor Research - Forex - 22.08.2017
Die heute anstehende ZEW-Umfrage dürfte zeigen, dass Stimmungsindikatoren ihren Hochpunkt inzwischen überschritten haben. Seit November letzten Jahres pendelt der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen zwischen 10 und gut 20 Indexpunkten. Heute könnte der untere Bereich ins Visier genommen werden, denn die sentix-Umfrage für Deutschland fiel deutlich schwächer aus und liefert insofern eine negative Indikation, ebenso wie die zunehmenden geopolitischen Risiken und die per saldo nachgebenden Aktienmärkte. Dennoch bleibt das Konjunkturszenario zunächst intakt, denn die zu erwartende Stimmungsabkühlung muss im Kontext des ungewöhnlich hohen Niveaus der Lagebeurteilungen gesehen werden. ... mehr

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