Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - US-Daten am Nachmittag im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 17.01.2014

US-Senat hat Haushaltskompromiss zugestimmt; Haushaltsnotstand bis Ende September abgewendet.
Asiens Aktienmärkte tendieren überwiegend schwächer.


Die zuletzt veröffentlichten US-Daten haben Erwartungen gestärkt, wonach es zu einer fortgesetzten Rückführung des Anleihekaufvolumens der US-Notenbank kommen wird. Zu dieser Erwartungshaltung beigetragen haben auch Äußerungen diverser Fed-Vertreter. Zuletzt ließen Lockhart und Evans keine Zweifel daran aufkommen, dass eine weitere QE3-Rückführung sinnvoll ist. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank, das sogenannte Beige Book, konstatiert ein moderates Wachstum und liefert einen positiven Ausblick – getragen von robusten Konsumausgaben, einer verbesserten Arbeitsmarktlage und einem kräftigen Industriesektor. Die heute anstehen Konjunkturzahlen haben unserer Einschätzung nach nicht das Potenzial, auf der Oberseite zu überraschen. Wachstumssorgen sollte es aber nicht geben, wodurch das Tapering-Szenario intakt bleibt. Auf dem Programm stehen zunächst die Baubeginne und Baugenehmigungen, die möglicherweise schon von der kalten Witterung in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Die Industrieproduktion wird mit einem Vormonatsplus von 0,3 % erwartet, nachdem es bereits im November zu einem Anstieg um 1,1 % gekommen war. Da der Index der geleisteten Arbeitsstunden wenig überzeugend ausgefallen ist, halten wir auch hier eine positive Überraschung für wenig wahrscheinlich. Das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan wird ebenfalls steigend erwartet, obwohl es bereits zwei Monate in Folge kräftig zugelegt hat. Zwar verbesserte sich bereits der IBD/TIPP-Index, dennoch sollten die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden.
Bund-Future: Da die europäische Jahresteuerung im Dezember bei 0,8 % bestätigt wurde und die EZB in ihrem Monatsbericht das Niedrigzinsversprechen ausdrücklich bekräftigte, konnte der Future zulegen und den Widerstand bei 140,90 überwinden. Größeres Störfeuer dürfte es heute nicht geben, denn wir machen bei den anstehenden US-Zahlen keine Überraschungen auf der Oberseite aus. Die nächsten Widerstände sind bei 141,24 und 141,42 zu finden, Unterstützungen bei 140,38 und im Bereich 140,16/19. Trading-Range: 140,40 – 141,60.

Primärmarkt: Wie an einem Freitag üblich stehen in Großbritannien diverse Bill-Auktionen auf dem Programm, die ein Volumen von insgesamt 3 Mrd. Pfund haben. Zudem wird die New-York-Fed im Rahmen des Anleihekaufprogramms Papiere der Laufzeiten Februar 2021 bis November 2023 erwerben. Frankreich gibt Einzelheiten über die geplanten Emissionen am kommenden Donnerstag bekannt. Dann will die französische AFT sowohl im konventionellen als auch im inflationsgeschützten Anleihesegment tätig werden. Gestern hat das spanische Tesoro Staatsanleihen platziert und dabei das angestrebte Auktionsvolumen von maximal 5,5 Mrd. Euro um über 400 Mio. Euro überschritten. Zwar war die Nachfrage nicht ganz so hoch wie zuletzt, dafür haben sich aber die Finanzierungskosten reduziert. Die Zuteilungsrendite des 3-jährigen Papiers lag beispielsweise bei 1,60 % nach 2,18 %. Im Fall des Papiers mit 12-jähriger Restlaufzeit reduzierte sich die Emissionsrendite auf 3,98 % von zuletzt 4,47 %.

Die Anleihen der EWU-Peripherie setzen ihre Rally fort. Beeindruckend sind dabei die Kursgewinne slowenischer Staatspapiere. Im Dezember wurde bekannt, dass das Land seinen Bankensektor ohne die finanzielle Hilfe der europäischen Nachbarländer sanieren wird. Zuvor hatte ein Bankenstresstest gezeigt, dass etwa 4,8 Mrd. Euro benötigt werden, um die Bilanzlücke der slowenischen Banken zu schließen. Seit dieser Zeit sind die Renditen auf dem Rückzug und 10-jährige Anleihen rentieren derzeit bei gut 4,60 %, nachdem sie im Dezember noch eine Rendite von über 5,70 % und im Oktober von 6,80 % abgeworfen haben. Entsprechend ist der Spread zu Bundesanliehen gleicher Laufzeit rückläufig. Derzeit liegt er bei etwa 2,80 %-Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang September 2011.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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