Kolumnen & Analysen Devisen

EUR/USD: Inflationsdaten am Freitag als Action-Event?
Jens Klatt I FXCM - Forex - 25.11.2013

(DailyFX.de) – Die letzte Woche beinhaltete mit dem am Mittwoch aufkommenden Gerücht, dasss die EZB über die Implementierung negativer Zinsen nachdenkt, einen Market Mover.

Vielerorts keimen nun Stimmen und Gerüchte auf nach welchen über die Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit solch negativer Zinsen diskutiert wird. Ich will an dieser Stelle ehrlich sein: ob realwirtschaftlich sinnvoll, umsetzbar oder nachhaltig spielt für mich bei der Betrachtung des EUR/USD derzeit nur eine untergeordnete Rolle.

Tatsache ist, dass die Taper-Spekulationen um die FED die Zinsen 10-jähriger US-Treasury-Notes haben zurück über 2,7% haben steigen lassen, während bspw. die Zinsen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen rund 1% niedriger notieren. Die Aussicht auf eine weiter lang anhaltende und expansive Geldpolitik seitens der EZB, nun sogar, wenn auch nur in Form eines Gerüchts, mit einem solch aggressiven Schritt wie der Implementierung negativer Einlagezinsen begünstigt fundamental den USD zum Euro.

Rein technisch ist der Bereich um 1,3530 / 50 ein attraktives Level ein erneutes Abkippen des EUR/USD zu erwarten, thematisiert am Donnerstag: http://bit.ly/18qK8vR.

Allerdings: die Tatsache, dass am Donnerstag Thanksgiving ist und die Handelswoche als umsatzschwach erwartet werden darf, könnte ausgehend von den zu erwartenden niedrigen Umsätzen eine natürliche Aufwärtsdrift ausgehend von dem Donnerstag abend und über Freitag nun aufgenommenen Aufwärts-Momentum ermöglichen, ein Lauf zurück über das 1,36er Level bis in den Bereich um 1,3650 ist hierbei denkbar.



Trotz des Feiertags in den USA am Donnerstag darf mit Spannung erwartet werden, was die Inflationsdaten aus der Euro-Zone am Freitag morgen liefern. Die letzten Daten haben einen aggressiven Abverkauf im EUR/USD eingeleitet, katalysiert um Spekulationen von Leitzinssenkungen der EZB und geldpolitischen Stimuli um die austrocknende Liquidität am Kreditmarkt und deflationären Tendenz entgegen zu treten.

Sollte die Daten signifikant von der Erwartung von 0,7% abweichen, so ist in Verbindung mit den dünnen Umsätzen ein volatiler Verlauf im EUR/USD zu erwarten.



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Über den Autor
Jens Klatt arbeitet als Marktanalyst bei DailyFX.de. Klatt ist seit über sieben Jahren in der Finanzbranche tätig. Er erlernte den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler und wechselte dann an einen Eigenhandelsdesk. Dort handelte er Futures, vornehmlich auf den DAX, EuroFX und das Britische Pfund. Den Devisenhandel favorisiert er aufgrund seiner schönen und klaren Strukturen und betrachtet ein striktes Risk-Managment beim Trading seines eigenen Kontos als unabdingbar für den langfristigen Erfolg.

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