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Hoffen auf Lösung im US-Etatstreit sorgt für leichten Rückenwind an den Börsen
Helaba Floor Research - Indizes - 15.10.2013

DAX Indikation 8.760 Unterstützungen 8.670 / 8.625 Widerstände 8.770 / 8.880 Handelsbreite 8.670 / 8.880
EuroStoxx 50 Indikation 2.992 Unterstützungen 2.945 / 2.927 Widerstände 3.020 / 3.065 Handelsbreite 2.955 / 3.050

Gold und Euro treten auf der Stelle

Bei dem jüngsten Treffen von IWF und Weltbank haben die Finanzminister der Industrieländer unter anderem vor den Risiken im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik gewarnt. Die großen Zentralbanken der Welt müssten bei der geldpolitischen Wende Vorsicht walten lassen. Klare Anzeichen für eine veränderte Geldpolitik gibt es derzeit aber weder in Europa noch in den USA. Während die Europäische Zentralbank ein Niedrigzinsversprechen abgegeben hat und stets darauf hinweist, im Notfall weitere Lockerungsmaßnahmen zu ergreifen, wird in den USA eine schnelle Anpassung des Anleihekaufvolumens wegen des anhaltenden Haushaltsstreits immer unwahrscheinlicher. Zwar gehen wir davon aus, dass der „government shutdown“ einen nur vorübergehenden negativen Einfluss auf die Stimmungsindikatoren und die Realwirtschaft hat, dennoch dürfte die Zentralbank in Zeiten der Unsicherheit kein Interesse daran haben, mit einer geldpolitischen Wende für zusätzliche Nervosität zu sorgen. Die nächste FOMC-Sitzung steht Ende Oktober auf der Agenda.

Von konjunktureller Seite haben die europäischen Währungshüter derzeit keinen Grund, die Geldschleusen weiter zu öffnen. So stieg die Industrieproduktion im August um 1,0 % zum Vormonat. Robust entwickeln sich derzeit auch die meisten Stimmungsindikatoren. Heute steht in Deutschland die ZEW-Umfrage zur Veröffentlichung an. Wegen der robusten deutschen Produktionszahlen sollte die Lagebeurteilung freundlich ausfallen. Fraglich ist aber, inwieweit der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen vom US-Haushaltsstreit negativ beeinflusst wird. Wir halten einen Wert unterhalb der bei 49,6 liegenden Konsensschätzung für möglich. In den USA richtet sich das Augenmerk auf den Empire-State-Index. Auch hier scheint eine Verbesserung, wie es von der Konsensschätzung angezeigt wird, vor dem Hintergrund des Haushaltsstreits unwahrscheinlich zu sein.

Aktienmarkt: Zunächst überwog am Montag die Unsicherheit im Hinblick auf den US-Etatstreit, (einige hatten auf eine Ergebnis am Wochenende gehofft) so dass der Dax gestern, mit einem leicht negativen Unterton, weitestgehend auf der Stelle trat. Schlussendlich ging der deutsche Leitindex mit einem Abschlag von 0,01 % bei 8.723 Zählern aus dem Handel. Das Handelsvolumen auf Xetra fiel unterdurchschnittlich aus. Dennoch war eine Reihe von Aktien in der Lage, neue Jahres- bzw. Mehrjahreshochs auszubilden. U.a. trifft dies auf CEWE, Stroeer Media, Analytik Jena, Aareal Bank, Drillisch und Leoni zu. Aktuell verdichten sich die Anzeichen, dass es im bereits erwähnten US-Etatstreit noch rechtzeitig zu einer Lösung kommen könnte, was für etwas Rückenwind an den Aktienmärkten sorgen wird. Darüber hinaus werden die Blicke auch auf die anstehenden US-Unternehmensergebnisse gerichtet sein. Auf der Agenda stehen heute u.a. die Zahlen von Yahoo (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,33 $ gerechnet, während die Flüsterschätzungen bei 0,32 $ liegen), Johnson Johnson (1,32 vs. 1,35), Citigroup (1,04) und CSX Corp. (0,43 vs. 0,42). Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine freundliche Eröffnung hin. Im weiteren Verlauf gilt es die Veröffentlichung des ZEW zu beachten. An den US-Börsen wird sich die Aufwärtsbewegung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch heute fortsetzen, denn in der Vergangenheit konnten sehr häufig, nach feiertagsbedingten Handelsunterbrechungen, Kursgewinne beobachtet werden.

Charttechnik: Per Saldo konnte sich der Dax auf dem erreichten, hohen Niveau halten, wenngleich die Bewegungsdynamik, gemessen am ADX (14,84) noch immer sehr zu Wünschen übrig lässt. Die nächste, wichtige Widerstandsmarke findet sich bei 8.770 Zählern. Sollte es gelingen, diese Hürde zu überspringen, wäre das nächste Kursziel für den deutschen Leitindex bei 8.880 Zählern festzumachen.

Hinweis: Für eine größere Darstellung der Grafik öffnen Sie bitte den Link „Charttechnik“.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


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