Kolumnen & Analysen Devisen

Fixed Income Daily - ZEW-Saldo im Fokus
Helaba Floor Research - Bonds - 13.08.2013

Aktienmärkte in Asien mit überwiegend freundlicher Tendenz.
Japan: Maschinenaufträge sinken im Juli um 2,7 % nach +10,5 im Vormonat.


Zunächst zieht der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen in Deutschland die Aufmerksamkeit auf sich. In den letzten Wochen haben nicht nur Stimmungsumfragen bei den Unternehmen für mehr Optimismus gesorgt, sondern auch die starken Auftragseingänge und die Industrieproduktion. Entsprechend freundlich viel die sentix-Befragung der Finanzmarktteilnehmer aus und deutet einen festen ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen an. Die Konsensschätzung von 39,9 Punkten halten wir für zu pessimistisch. Den Saldo der Lagebeurteilungen erwarten wir ebenfalls höher, was das Szenario einer konjunkturellen Belebung untermauert. Die Produktionszahlen der Eurozone (Juni) sollten im Monatsvergleich gestiegen sein, marktbewegenden Einfluss wird das aber nicht mehr haben, nachdem die wichtigsten Euro-Länder ihre Produktionswerte bereits veröffentlicht haben.

In den USA dürfte das NFIB-Mittelstandsbarometer zulegen. Schon veröffentlicht wurde ein höherer Index der Einstellungsabsichten der kleinen und mittleren Unternehmen. Insofern scheint die Markterwartung einer allgemein verbesserten Stimmung gerechtfertigt. Das größte Interesse gilt vermutlich den Einzelhandelsumsätzen im Juli. Der Pkw-Absatz wies ein Minus von rund 1,4 % auf und auch die Benzinpreisentwicklung trägt nicht zu erhöhten Tankstellenumsätzen bei. Dagegen zeigten die wöchentlichen Umsatzstatistiken eine positive Entwicklung und dies sollte ausreichen ein Gesamtplus zu erreichen. Eine positive Überraschung halten wir aber nicht für wahrscheinlich. Die Importpreise werden wegen der höheren Ölpreise im Juli ein deutliches Plus aufweisen und die Jahresrate wird ebenfalls kräftig zulegen. Dennoch dürfte diese weiterhin als moderat bezeichnet werden und Inflationssorgen vor diesem Hintergrund nicht angebracht sein. Bezüglich der Lagerbestände gilt zu beachten, was wir an dieser Stelle in der letzten Woche angemerkt haben. Der Großhandel meldete bereits einen unerwarteten zweiten Abbau der Lagerbestände in Folge, sodass dies kein gutes Omen für den heutigen Wert ist.

Bund-Future: Der Future pendelte ohne datenseitige Impulse um die Marke von 142,00. Die Unterstützungen im Bereich 141,67/83 sind derweil noch nicht im Test, das übergeordnete Bild aber ist unverändert negativ zu werten. Vor allem das intakte Verkaufssignal des MACD auf Tages- wie auch auf Wochenbasis ist hervorzuheben. Ein starker ZEW-Index dürfte ebenfalls belasten, während die US-Daten keinen Anlass geben, an dem nahenden Beginn des QE3-Aussteigs der Fed zu zweifeln. Trading-Range: 141,39 - 142,78.

Primärmarkt: Abgesehen von den regelmäßigen Anleihekäufen der New-York-Fed blieb es zum Wochenstart ausgesprochen ruhig. Nachdem das italienische Tesoro die für den heutigen Handelstag geplante Auktion abgesagt hat, bleibt die Aufstockung einer inflationsindexierten Anleihe des US-Schatzamtes die einzige Emission an den Geld- und Kapitalmärkten. Das ultralange Papier soll insgesamt bis zu 1,5 Mrd. USD in die Staatskasse spülen. Abseits der Aktivität der deutschen Finanzagentur am Mittwoch und der des britischen Debt Management Office am Donnerstag bleibt es auch im weiteren Wochenverlauf extrem ruhig.

Ein Blick auf die Spreads der Peripheriestaaten Italien und Spanien zeigt, dass sich die Risiokoprämien seit Ende Juni wieder deutlich reduziert haben. Während der italienisch-deutsche Spread das zyklische Tief von Mitte Mai bei 248 Bp. zu Wochenbeginn bereits unterschreiten konnte, liegt der spanisch-deutsche Spread mit aktuell 276 Bp. noch leicht über seinem zyklischen Tiefpunkt von 273 Basispunkten. Die italienischen Risikoprämien haben damit ihren niedrigsten Stand seit Ende Juli 2011 erreicht. Ob es in den nächsten Tagen gelingt, dieses bereits Anfang des Jahres kurzzeitig erreichte Niveau nachhaltig zu halten oder dauerhaft zu unterschreiten, wird insbesondere von der weiteren konjunkturellen Entwicklung abhängig sein. Nach den zuletzt überwiegend positiven Nachrichten zur wirtschaftlichen Lage Italiens sowie der Hoffnung auf ein Ende der Rezession in der Eurozone stehen die Vorzeichen für eine weitere Spreadeinengung gut. Auch der spanisch-deutsche Spread dürfte von der verbesserten Stimmungslage im Euroraum profitieren, wenngleich die Zahlen in Spanien zuletzt eher gemischt ausfielen. Vor diesem Hintergrund bleibt abzuwarten ob auch der 10-jährige spanisch-deutsche Renditespread das angesprochene zyklische Tief unterschreiten und damit erstmalig das Niveau von Ende August 2011 erreichen kann. Die Relation 2-jähriger Renditen zwischen Spanien und Deutschland ist ebenfalls rückläufig, liegt aber mit aktuell 159 Basispunkten noch gut 10 Bp. über dem Tief von Anfang Mai.

Helaba Floor Research
www.helaba.de


Die Handelsexperten und das FloorResearch der Helaba verfolgen direkt das Geschehen an den Märkten. Täglich aktuell stellen Sie Ihnen ihr Wissen zur Verfügung. Informieren Sie sich über die aktuellen Tendenzen! Den vollständigen Marktbericht erhalten Sie als PDF-Datei auf https://www.helaba.de/de/DieHelaba/MaerkteUndAnalysen

Haftungsausschluss
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

Aktuelle Kolumnen & Analysen

Edelmetall-Report: Talfahrt wieder aufgenommen?
RoboForex I B. Wachsmann - Commodities - 28.04.2017
Die Edelmetalle um Gold und Silber haben seit geraumer Zeit eine faszinierende Wirkung auf ihre Besitzer und auch Anleger. Daher gelten die Edelmetalle auch an den Finanzmärkten als polarisierende Anlagealternative, die insbesondere in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen gefragt ist. Daher war auch der Kursanstieg vor dem ersten Wahlgang in Frankreich eine logische Konsequenz. Gleiches gilt für die schwächeren Notierungen nach dem Ausgang des ersten Wahlgangs, welcher darauf schließen lässt, dass mit Marine Le Pen wohl keine populistische Präsidentin das Ruder in Frankreich übernimmt. Gleichzeitig startete ein Abgesang auf Gold, sogar von einer Talfahrt und dessen Fortsetzung konnte an der ein oder anderen Stelle gelesen werden. ... mehr

Aktienmärkte: Wohin geht die Reise?
Helaba Floor Research - Indizes - 28.04.2017
Aktienmarkt Der DAX zeigte sich am Donnerstag erneut uninspiriert. Schlussendlich war ein Abschlag in Höhe von 0,23 % auf 12.443,79 Zähler zu verbuchen. Die von der US-Steuerreform erhofften Impulse blieben aus. Ebenso scheint der Effekt der Frankreich-Wahl (erste Runde) zunächst abzuebben. Auch die bisherigen Quartalsberichte waren nicht in der Lage, für eine neue Dynamik an den Märkten zu sorgen. Hingegen stieg die Vola (auf Basis des V-DAX) zuletzt vom deutlich reduzierten Niveau (13,91 vs. 13,50) wieder an. ... mehr

Fixed Income Daily - EZB lässt Expansionsgrad wie erwartet unverändert
Helaba Floor Research - Bonds - 28.04.2017
Die Europäische Zentralbank hat weder die Geldpolitik noch die Forward Guidance verändert. Mit den verbesserten Konjunkturaussichten ist eine Anpassung im Juni aber nicht ausgeschlossen. Dann könnte der Passus gestrichen werden, wonach die Leitzinsen im Bedarfsfall noch weiter gesenkt werden könnten. Zu den Erwartungen tragen unter anderem steigende Inflationsraten bei. Vorläufigen Angaben zufolge ist im April die Jahresteuerungsrate in Spanien EU-harmonisiert um 0,5 %-Punkte auf 2,6 % gestiegen und in Deutschland um ebenfalls 0,5 %-Punkte auf 2,0 %. ... mehr

FX Daily - EUR/USD - Erwartete Trading-Range: 1,0820 – 1,0950
Helaba Floor Research - Forex - 28.04.2017
Japan: Industrieproduktion März -2,1 % VM, +3,3 % VJ – schwächer als erwartet. Aktienmärkte in Asien geben leicht nach; Ölpreis (LCF) steigt auf 49,5 USD/Fass. Die Europäische Zentralbank ließ den monetären Expansionsgrad wie erwartet unverändert. Das Wording hingegen fällt etwas zuversichtlicher aus, wenngleich die Formulierung, wonach die Zinsen auch auf ein tieferes Niveau sinken könnten, beibehalten wurde. Dreh- und Angelpunkt für die EZB-Geldpolitik scheint aktuell die Kerninflation zu sein. Diese ist zwar nicht die Zielgröße der EZB, aber in der Argumentation der Notenbanker hat sie zuletzt einen größeren Raum eingenommen. ... mehr

DAX legt kurze Rast ein
IG Markets Research - Marktberichte - 28.04.2017
28.04.2017 – 07:25 Uhr (Werbemitteilung): Die jüngste Kursentwicklung war schon recht beeindruckend. Gewinnmitnahmen hielten sich bislang jedoch in Grenzen. Im Augenblick scheinen sich die Anleger hierzulande nicht gerne von ihren Dividendenpapieren trennen zu wollen. In Anbetracht der weiterhin andauernden Niedrigzinsphase keine allzu große Überraschung. Ausblick Heute stehen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten das Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal sowie die Verbraucherpreise in der Eurozone für April im Terminkalender. ... mehr

Hüfners Wochenkommentar: "Fallstricke der Volatilität"
Börse Frankfurt - Indizes - 27.04.2017
27. April 2017. MÜNCHEN (Assenagon). So viel Bewegung an den Finanzmärkten wie Anfang dieser Woche gab es selten. Der DAX erhöhte sich nach den französischen Wahlen an einem Tag um mehr als 3 Prozent, der französische CAC 40 sogar um über 4 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ging von 0,27 Prozent auf 0,38 Prozent nach oben. Der Euro-/Dollarkurs stieg von 1,07 auf 1,09. Und was tat der Index, der die Schwankungen an den Finanzmärkten messen soll? Er schoss nicht etwa, wie man hätte vermuten können, nach oben. Er brach im Gegenteil kräftig ein. Er signalisierte also abnehmende Bewegungen. ... mehr

DAX weiter abwartend – Macron-Rally wird noch verdaut
CMC Markets - Marktberichte - 27.04.2017
Wie erwartet signalisierte die Europäische Zentralbank heute die Beibehaltung des Status Quo in ihrer Geldpolitik. Das war angesichts der noch nicht entschiedenen Präsidentschaftswahl in Frankreich wenig überraschend. Denn auch wenn Macron gewinnen sollte, wonach es im Moment aussieht, hätte er noch keine Mehrheit im Parlament und die politischen Probleme in der Europa-Politik wären auch noch nicht gelöst. Mario Draghis Abwarten ist Ausdruck der Tatsache, dass er weiterhin unverändert eine geldpolitische Stütze für ein unsicheres politisches Umfeld anbieten muss. ... mehr

Euwax Trends: Trumps Steuerpläne – Zahlenflut – DAX verschnauft – EZB im Blick
Börse Stuttgart - Marktberichte - 27.04.2017
Die gestern Abend vorgelegten Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump haben dem Aktienmarkt zunächst keine neuen Impulse verschafft, aber sie haben auch nicht enttäuscht. Die Regierung in Washington will vor allem die Unternehmen massiv entlasten. Die Firmensteuer soll von 35 auf 15 Prozent gesenkt werden. Abgaben auf im Ausland erwirtschaftete Erträge sollen ebenfalls geringer ausfallen. Eine Importsteuer sei nicht geplant. ... mehr

Auslandsaktien: Die Roboter kommen
Börse Frankfurt - Indizes - 27.04.2017
27. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Anfang dieser Woche hat die Hannover-Messe ihre Tore geöffnet - weltweit die größte Industriemesse. Neben effizienten Energiesystemen und Industrie 4.0 sind auch Roboter sowie die sogenannten Cobots Schwerpunkt: Diese neue Generation der Roboter ist flexibel, selbstlernend und arbeitet mit dem Menschen zusammen, daher auch der Name Cobot für "Collaborative Robots". Prognosen des Branchenverbands International Federation of Robotics zufolge sollen allein bis 2019 weltweit rund 1,4 Millionen neue Industrieroboter in den Fabriken Einzug halten, darunter auch viele Cobots. ... mehr

Baader Bond Markets: Wieviel Feingefühl hat Mario Draghi?
K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 27.04.2017
Heute ist es wieder soweit. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich zu seiner turnusmäßigen Sitzung und entscheidet über die weitere Geldpolitik. Sicherlich werden hierbei auch die kritischen Diskussionsbeiträge anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank thematisiert. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass sich an der bisherigen Forward Guidance nichts ändern und dies von EZB-Chef Mario Draghi auch so vertreten wird. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Nuancen in der Wortwahl angepasst werden, was wiederum auf eine erste vorsichtige Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik hindeuten könnte. ... mehr

Buchtipp

Faszination Devisen
Die Gewinn- möglichkeiten mit Devisen sind enorm. Nie zuvor war es für den Privatanleger einfacher und lukrativer, mit den Kursschwankungen und Trends von Wechselkursen eigenständig und ohne hohe Gebühren Geld zu verdienen. ...weiter

Broker

Anzeige eToro - Trading-Verluste können Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie die Risikoaufklärung auf der Seite des Brokers!

Sponsor

Anzeigen

<