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Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.36-159.97
Helaba Floor Research - Bonds - 06.02.2018

Trading Range: 158.36-159.97
Tendenz fest


Panik an den Aktienbörsen! Der Dow Jones Index büßte zeitweise 1600 Punkte ein und schloss 4.6 % schwächer. Computergetriebene Verkäufe beschleunigten die Verkäufe. An den asiatischen Aktienmärkten nimmt der Druck nochmals zu. Der Nikkei brach in der Spitze um mehr als 7 Prozent ein und verbucht derzeit einen Verlust von knapp 1100 Punkten. Ausschlaggebend sind die Furcht vor einer Überhitzung der Konjunktur nach der Steuerreform, höhere Anleiherenditen und im Zuge steigender Inflationserwartungen zunehmende Zinsängste.

Außerdem machen sich Anleger Sorgen, wie es im US- Haushaltsstreit weitergeht. Im Gespräch ist derzeit eine Zwischenfinanzierung bis zum 23. März, mit der ein Verwaltungsstillstand verhindert werden soll.

Im Tagesverlauf hatte es nach positiven Stimmungsindikatoren nach einem recht ruhigen Handelsverlauf ausgesehen. Angesichts guter Vorgaben von den Einkaufsmanagern des Dienstleistungssektors in Spanien (56.9) und Italien (57.7) wurden die Umfragewerte für die Eurozone (58) nochmals nach oben revidiert. Sinkende Vergleichszahlen aus Großbritannien (53 nach 54.2) ließen jedoch vermuten, dass die Brexit-Diskussionen Spuren hinterlassen.

Mit dem Absturz an den Aktienbörsen rückten allerdings qualitativ hochwertige Staatsanleihen wieder als sicherer Hafen in den Fokus der Anleger. Die Kurse von Bundesanleihen verzeichneten im späten Geschäft kräftige Kursgewinne. Profitieren konnten vor allem lange und ultralange Laufzeiten. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln ermäßigte sich auf 63 BP. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.92 %) und Belgien (0.93 %) verloren gegen Bunds knapp einen BP.

Anleihen aus der EU- Peripherie litten zum Wochenstart unter schwindender Risikobereitschaft. Der Risikoaufschlag 10-jähriger italienischer (1.93 %), spanischer (1.38 %) und portugiesischer Anleihen (1.97 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 1, 3 bzw. 6 BP aus.

Am US- Bondmarkt sind die Renditen infolge des Crashs an den Aktienbörsen kräftig gesunken. Der Anstieg des ISM- Index von 56 auf 59.9 Punkte im Dezember brachte das Fass zum Überlaufen. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries weitet sich auf 60 BP aus. In Fernost tendieren US-Treasuries trotz sehr schwacher Vorgaben von den Aktienbörsen nur knapp behauptet.

Der Bund- Kontrakt (159.04) legte 108 Stellen zu, Bobl (130.86) und Schatz (111.91) gingen 45 bzw. 5 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 0.65 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 124 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 18 BP niedriger bei 2.68 %. Der Euro verbilligt sich auf 1.236 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 63.3 Dollar.

Heute richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Auftragseingänge bei der deutschen Industrie (0.8 %/3.1 %) zum Ende des vergangenen Jahres. In den USA wird das Handelsbilanzdefizit (-52 Mrd. USD) im Dezember veröffentlicht.

Am Primärmarkt versteigert Österreich 5- und 10-jähriger Anleihen im Volumen von zusammen 1.2 Mrd. Euro versteigert. Die Finanzagentur des Bundes hat einen 6-jährigen Linker im Volumen von 1 Mrd. Euro im Angebot. Tags darauf wird die 10-jährige Bundesanleihe um 3 Mrd. Euro aufgestockt. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank kommt unter Mitführung der Helaba mit einem 7-jährigen Hypothekenpfandbrief im Volumen von 500 Mio. Euro. Griechenland hat das Mandat für die Syndizierung eines 7-jährigen Bonds im Volumen von vermutlich 3 Mrd. Euro vergeben. Finnland begibt über ein Konsortium in Kürze eine 15-jährige Anleihe. Das Königreich Belgien sondiert die Lage für die Begebung einer Nachhaltigkeitsanleihe mit 15 bis 20 Jahren Laufzeit. Irland stockt 10- und 19-jährige Anleihen um zusammen 1.2-1.5 Mrd. Euro auf.

Die Städte Essen, Hagen, Herne, Remscheid und Solingen planen unter Beteiligung der Helaba die Begebung einer 10-jährigen Städteanleihe Nr.6. Das amerikanische Schatzamt bietet 3- jährige Notes im Volumen von 26 Mrd. USD an.

Technik:



Der Bund-Future beendete seine Abwärtsbewegung, startete von seinem Kontrakttief bei 157.62 eine nachhaltige Korrektur und schloss (159.04) 108 Stellen über Vortagsniveau. Die Indikatoren im Tageschart zeigen Ansätze für eine Stabilisierung. Auch auf Wochensicht bleibt die Lage angespannt, das Über verkaufte Niveau sollte jedoch stützen.

Widerstände sehen wir bei 159.30/33 (Hoch v. 05.02./31.01.), 159.66 (Tief v. 25.01.), 159.74 (Tief v. 28.09.), 159.97 (38.2 %-. Retracement von (163.78 bis 157.72), 160.08/11 (Trend/Tief v. 12.01.), 160.36 (Hoch v. 26.01.) und 160.70 (50 %).

Unterstützungen liegen bei 158.81 (Hoch v. 01.02.), 158.50 (Tief v.31.01.), 158.36 (Hoch v. 02.02.), 158.15 (Tief v.01.02.) 157.71 (Tief v. 02.02.) und 157.62 (Tief v. 05.02.).

Unterstützungen 158.81 158.50 158.36
Widerstände 159.33 159.66 159.97


Autor: Thomas Weidmann, Helaba Floor Research, www.helaba.de



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