Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: US-Lohnentwicklung im Fokus
Helaba Floor Research - Forex - 02.02.2018

Heute steht der US-Arbeitsmarktbericht im Fokus der Marktteilnehmer. Zwar hat sich am geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank nichts verändert und graduelle Leitzinserhöhungen werden weiterhin als angemessen bezeichnet. Voraussetzung dafür ist aber nicht nur eine gut laufende Konjunktur, sondern auch ein Anstieg der Inflation. Vor diesem Hintergrund spielt bei dem heute anstehenden Arbeitsmarktbericht die Entwicklung der Löhne eine entscheidende Rolle. Sollte es hier zu einem Anstieg gekommen sein und somit die Indikation für erhöhten Preisdruck gegeben werden, dürften die Erwartungen steigender Leitzinsen untermauert werden. Weniger marktentscheidend sind hingegen die Zahl der neugeschaffenen Stellen und die Arbeitslosenquote. Mit negativen Überraschungen ist aber auch hier nicht zu rechnen, denn die Vorgaben vonseiten des ADP-Reports sind sehr positiv. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind sehr niedrig und haben vor kurzem mit 216 Tsd. das tiefste Niveau seit 45 Jahren markiert. Insofern stehen die Zeichen für eine fortgesetzte Verbesserung am Arbeitsmarkt gut.

Die Vollbeschäftigung am US-amerikanischen Arbeitsmarkt sorgt dafür, dass die Konsumbereitschaft hoch bleibt. Das heute anstehende Michigan Sentiment ist vorläufigen Angaben zufolge das dritte Mal in Folge gesunken. Eine Aufwärtsrevision scheint möglich, denn mit einer dauerhaften Abschwächung ist nicht zu rechnen. So ist das Verbrauchervertrauen des Conference Boards überraschend deutlich gestiegen und auch andere Konsumumfragen (IBD/TIPP und IPSOS) haben sich per saldo verbessert.

Bund-Future: Abgabedruck hält an



Der Abgabedruck hielt auch im Nachgang der FOMC-Sitzung an. Die technische Lage ist damit weiterhin als belastend einzuschätzen. So wurde gestern der Abwärtstrendkanal von Dezember unterschritten und ein neues Kontrakttief bei 158,15 markiert. Die Indikatoren auf Tagesbasis lassen für die nächsten Tage kaum Zuversicht aufkommen. Unterstützung machen wir bei 157,60 aus, hergeleitete aus dem fortlaufenden Kontrakt. Erste Hürden liegen in der Zone 158,66/81. Trading-Range: 157,50 – 158,81.

Euro setzt Aufwärtsdynamik fort



Im Nachgang zur Fed-Zinsentscheidung legte der Euro gestern zu. Zwar stellt die Notenbank weitere Zinsschritte in Aussicht, die zurückhaltende Lohnentwicklung sowie ein geringer Preisdruck sprechen gegen eine schnellere Straffung der Zinspolitik. Aus charttechnischer Sicht dürfte der Aufwärtstrendkanal von Dezember entscheidend sein. Zwar gelang es dem Euro in den letzten Tagen immer wieder oberhalb des Kanals zu notieren. Erwähnenswert ist auch der Stochastic, welcher seit fast 2 Wochen eine überkaufte Marktsituation signalisiert und an Dynamik verliert. Zuletzt war eine vergleichbare Situation im August 2017 zu beobachten. Zudem weist der ADX einen Wert von 53,59 auf. Widerstände bestehen um 1,2516 und beim Dreijahreshoch bei 1,2537. Eine erste Unterstützung lokalisieren wir bei 1,2335. Der seit November bestehende Aufwärtstrendkanal bietet eine weitere Haltemarke bei 1,2283. Trading-Range: 1,2360 – 1,2530.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de



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