Kolumnen & Analysen Devisen

Tagesausblick Renten/Devisen: Fed-Entscheidung mit Spannung erwartet
Helaba Floor Research - Forex - 29.01.2018

Das unbestrittene Highlight der Woche ist die Entscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank. Mehrheitlich wird nicht mit einer Veränderung der Leitzinsen seitens des FOMCs gerechnet. Auch wir halten eine fortgesetzte aber zögerliche Anpassung des Zinsniveaus im Verlauf des Jahres für angemessen. Insgesamt erwarten wir drei Zinsschritte und dieses Szenario hat der Geldmarkt (Fed-Funds-Future) durch die seit September laufende Bewegung nun fast vollständig eskomptiert. Insofern sollte es keine Überraschungen geben. Auch der sich vollziehende Wechsel an der Fed-Spitze sollte nicht zu einem Umdenken bezüglich des Zinspfades führen. Der neue Fed-Chef, Jerome Powell, spricht unseres Erachtens für Kontinuität. Letztlich bestimmen realwirtschaftliche und preisliche Entwicklungen das Handeln der Fed. Hier liegt der Fokus in den kommenden Wochen und Monaten auf den Inflationsraten und deren Einflussfaktoren, denn die konjunkturellen Perspektiven sind solide und sollten auch durch die eingehenden Indikatoren kurzfristig nicht in Frage gestellt werden. Heute ist in diesem Zusammenhang die Industriebefragung der Dallas-Fed zu erwähnen. Wie die bisher veröffentlichten regionalen Indikatoren, dürfte auch der Dallas-Fed-Index von sehr hohem Niveau aus nachgeben. Dennoch bleibt das Wachstumssignal intakt. Mit Interesse verfolgen wir die Entwicklung der Kernverbraucherpreise zum Ende des Jahres 2017. Der PCE-Kerndeflator ist für die Fed das entscheidende Inflationskriterium. Der im Frühjahr und Sommer 2017 vorherrschende Abwärtstrend scheint auszulaufen und daher würde ein Argument für ein langes Pausieren der Fed im Zinserhöhungszyklus an Kraft verlieren, sollte dies mit dem heutigen Wert bestätigt werden. Zum Schluss der neuen Woche steht in den USA der Arbeitsmarktbericht im Fokus, hierbei insbesondere die durchschnittlichen Stundenlöhne. Ein Anstieg der Lohnzuwächse wäre ein zusätzliches Signal für einen sich aufbauenden Inflationsdruck.



Preisentwicklungen stehen auch in der Eurozone im Mittelpunkt des Interesses. So gibt es vorläufige Verbraucherpreise in Deutschland und Frankreich, sowie die Schnellschätzung der Gesamt- und Kerninflationsraten der Eurozone. Hierbei dürfte der starke Euro-Außenwert zwar zu einem Dämpfer beitragen, die Kerninflationsrate erwarten wir aber im Dezember leicht höher als im Vormonat. Damit dürften die Spekulationen auf eine Abkehr der EZB von der ultra-lockeren Geldpolitik grundsätzlich am Leben erhalten werden, eine Forcierung erwarten wir gleichwohl nicht.

Bund-Future: Noch keine Entwarnung



Der Future ist nach mehrfachen Versuchen daran gescheitert, den Dezember-Abwärtstrend zu überwinden. Heute verläuft die Widerstandslinie bei 160,36. Entwarnung vonseiten der technischen Indikatoren kann noch nicht gegeben werden. MACD und Stochastic richten sich unterhalb ihrer Signallinien gen Süden und der ADX steigt. Eine überverkaufte Marktlage ist nicht zu konstatieren, sodass es auch keine Indikation für eine Erholungsphase gibt. Unterstützungen sind bei 159,75 und 159,66 zu finden, Widerstände bei 160,36 und 160,76. Trading-Range: 159,60 – 160,75.

EUR-USD: Besteht noch Aufwärtspotenzial?



Die bullische Stimmung beim Euro war auch im Nachgang der EZB-Zinsentscheidung zu konstatieren. Dies spiegelt sich auch in der konstruktiven Charttechnik wider. Der ADX baut seinen Wert bis auf 49 aus und das Kursmomentum steigt weiter an. Die anhaltende Aufwärtsdynamik sorgt dafür, dass der Stochastic sich weiterhin im überkauften Bereich befindet. Auf einen ersten Widerstand stößt der Euro an dem jüngst ausgebildeten Dreijahreshoch bei 1,2537. Darüber machen wir weitere Hürden bei 1,2570 und 1,2600 aus. Auf der Unterseite lokalisieren wir Haltemarken bei 1,2212 und 1,2163. Mit Notierungen des Euros oberhalb des Aufwärtstrends von Dezember stellt sich die Frage, wie viel Aufwärtspotenzial noch vorhanden ist, bevor es zumindest zu einer kurzfristigen Korrektur kommt. Zudem sind aus fundamentaler Sicht die Vorgaben aus Übersee für den USD als positiv zu beurteilen. So ist die US-Wirtschaft im 4.Quartal um annualisiert 2,6 % gestiegen. Vor diesem Hintergrund halten wir es trotz sehr stabiler Charttechnik für angebracht, Korrekturrisiken ins Kalkül zu ziehen. Trading-Range: 1,2350 – 1,2570.

Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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