Kolumnen & Analysen Devisen

Bund Future - Erwartete Trading Range: 159.89-160.91
Helaba Floor Research - Bonds - 16.01.2018

Trading Range: 159.89-160.91
Tendenz knapp behauptet


Zum Wochenauftakt stand der feste Euro bzw. die Schwäche des US-Dollars im Fokus der Anleger. Während die Gemeinschaftswährung von zunehmenden Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik profitiert, gerät die US- Valuta von mehreren Seiten unter Druck. Die nach der Steuerreform vorprogrammierte höhere Staatsverschuldung und der kontinuierlich steigende Yuan-Kurs lassen für den Greenback nichts Gutes erwarten. Die Ankündigung der Bundesbank, künftig einen Teil der Devisenreserven in der chinesischen Währung anzulegen, verschärfte die Bewegung zusätzlich.

Hierzulande blieben angesichts Belastungen für exportorientierte Unternehmen Kaufaufträge an der Börse Mangelware. Wegen des Feiertages in den Vereinigten Staaten gab es auch keine Impulse aus Übersee. Vor diesem Hintergrund bewegten sich auch die Kurse von Staatsanleihen nur innerhalb enger Handelsspannen.

Bundesanleihen setzten ihre Konsolidierung fort, auf höherem Niveau blieben aber Anschlusskäufe aus. Umsätze fanden nur sporadisch statt, ultralange Laufzeiten wurden nicht aufgerufen. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln weitete sich auf 76 BP aus. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.85 %) verloren auf vergleichbare Belgier (0.72 %) trotz Ankündigung einer neuen 10-jährigen OLO etwas an Boden..

Anleihen aus der EU- Peripherie litten zum Wochenstart unter moderaten Gewinnmitnahmen. Nur Portugiesen konnten dem Druck widerstehen. Der Risikoaufschlag 10-jähriger italienischer (1.99 %) und spanischer Bonds (1.52 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 1-2 BP aus, der portugiesischer Anleihen (1.77 %) blieb stabil.

Am US- Bondmarkt fand wegen des Feiertages kein Handel statt. In Fernost tendieren US-Treasuries heute Morgen wenig verändert. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigenTreasuries ermäßigte sich auf 49 BP. An den asiatischen Aktienbörsen legten Anleger ihre Zurückhaltung ab und greifen in Erwartung positiver Unternehmensdaten kräftig zu.



Bund- (160.45) und Bobl- Kontrakt (131.12) verloren 9 bzw. 6 Stellen, der Schatz (111.875) ging unverändert aus dem Markt. Die Rendite der neuen 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 0.58 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 115 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren einen BP niedriger bei 2.54 %. Der Euro klettert auf 1.226 Dollar, der Preis für das Barrel Öl verharrt bei 64.5 Dollar.

Heute richtet sich das Augenmerk auf Preisdaten aus Großbritannien. Konsumentenpreise (0.4 %/3 %; Kernrate 2.6 %), Einzelhandels- (0.6 %/3.9 %) und Erzeugerpreise (0.2 %/2.9 %) dürften Diskussionen über weiterer Zinsschritte nicht verstummen lassen. In den Vereinigten Staaten liefern erste Umfragen im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York (Empire-State-Index 19 nach 18) einen Eindruck, wie es um die Stimmung in der Industrie zum Jahresauftakt bestellt ist.

Am Primärmarkt kündigte Belgien die Syndizierung einer 10-jährigen OLO (Juni 2028) an, die vermutlich heute angeboten wird. Das Königreich Schweden vergab das Mandat für eine 5-jährige (04/2023) Benchmarkanleihe. Die Finanzagentur des Bundes bietet zur Wochenmitte 1.5 Mrd. Euro der 30-jährigen Bundesanleihe an. Spanien stockt in der zweiten Wochenhälfte SPGBs mit Laufzeiten Oktober 2022, Juli 2033 sowie eine 2046er Fälligkeit um 3.5-4.5 Mrd. Euro auf.

Frankreich ist ebenfalls am Donnerstag mit neuen 3-jährigen OATs am Zug und stockt Fälligkeiten März 2023 sowie 05/2024 um bis zu 7.5 Mrd. Euro auf. Außerdem stehen verschiedene Linker im Volumen von 1.5 Mrd. Euro auf der Agenda. Die Bayerische Landesbank begab einen 10-jährigen Öffentlichen Pfandbrief im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap -15 BP. RLB Niederösterreich-Wien vergab das Mandat für einen 10-jährigen österreichischen Covered Bond im Volumen von 500 Mio. Euro.

Technik:



Dem Bund-Future fehlten nach einem ausgesprochen lustlosen Handelsverlauf Anschlusskäufe. Er schloss (160.45) 9 Stellen unter Vortagsniveau. Die Indikatoren im Tageschart sind weiter nach Süden gerichtet, das überverkaufte Niveau sollte aber stützen. Auf Wochensicht bleibt die Lage trotz ähnlicher Vorgaben angespannt.

Unterstützungen liegen bei 160.30 (Tief v. 15.01.),160.11 (Tief v. 12.01.), 159.89 (Trend), 159.78 (Tief v. 28.09.), 159.09 (Tief v.17.03. cont,), 158.73 (Tief v. 14.03.) und 158.55 (50 %-Retracement von 148.23 bis 168.86).

Widerstände sehen wir bei 160.76 (Hoch v. 15.01.), 160.91 (Tief v. 10.01.), 161.20 (Tief v.09.01.),161.37 (Hoch v. 10.01.), 161.55 (Hoch v.11.01.), 161.87 (Hoch v.05.01.) und 162.00/04 (Hoch v.09./ 08.01.

Unterstützungen 160.30 160.11 159.89
Widerstände 160.76 160.91 161.20


Autor: Helaba Floor Research, www.helaba.de

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